Argentinien, Home, Reiseberichte, Südamerika
Kommentare 5

Buenos Aires – Eine Stadt und ihre Hunde

Buenos Aires Hunde, Titelbild

Buenos Aires ist auf den Hund gekommen. 3 Millionen Einwohner, 40.000 Taxis und 1 Millionen Hunde. Zumindest gefühlt! Sie prägen das Stadtbild.

Buenos Aires Hunde vor Streetart

Buenos Aires Hunde vor Streetart in Palermo

Buenos Aires Hunde, ParkplatzSchätzungen zufolge gibt es in der Hauptstadt Argentiniens 600.000 Familienhunde und 60.000 Wach- und Schutzhunde, die ihr Grundstück nie verlassen. Dazu kommen nochmal ca. 150.000 streunende, nicht registrierte Straßenhunde.

Ich habe keine Ahnung, wie weit diese Angaben stimmen. Aber eines weiß ich genau: die Hunde sind weder zu übersehen noch zu überhören. Das Letztere vor allem nachts, wenn man schlafen möchte.

Eines muss ich aber konstatieren: Auf jeden Fall geben sie vielen Leuten einen Job, nämlich den des „Paseaperro“, des Hundeausführeres. Das ist in Buenos Aires ein ganz normaler Job. Mit bis zu zehn Hunden laufen sie durch die Straßen und die Parks spazieren. Dort – und neben Kinderspielplätzen – gibt es oft abgeteilte Bereiche für die Vierbeiner.

Buenos Aires Hunde im Park
Permanent laufen einem diese Dompteure in allen Stadtteilen über den Weg. Ca 1.000 soll es mittlerweile von ihnen geben.
Obwohl die meisten brav die Hinterlassenschaften beseitigen, sind in manchen Stadtteilen die Bürgersteige vollgeschissen und es riecht entsprechend streng. Man muss also höllisch aufpassen.

Buenos Aires Hunde mit Paseaperro

Es gibt wohl ein Gesetz, das nur maximal 8 oder 10 Hunde pro Hundeausführer erlaubt. Das wird aber oft überschritten. Genauso gibt es wohl auch eine Anordnung das „Geschäft“ zu beseitigen.
Beides kümmert aber offensichtlich keinen so wirklich!

Morgens sind dann die Hausbesitzer vor ihren Häusern oder Geschäften mit dem Schlauch unterwegs um den Bürgersteig sorgfältig abzuspritzen und so die übriggebliebenen Haufen der letzten Nacht zu beseitigen.

Auch das Gekläffe und Gejaule kann ziemlich penetrant sein.
Ist es am Tage schon schlimm, so raubt es einem nachts regelmäßig den Schlaf. Vor allem die kleineren Kläffer mit der hellen Tonlage machen einen schier wahnsinnig.
Wie gelingt es bloß den Besitzern dieser Hunde zur Ruhe zu kommen? Und was sagen eigentlich die Nachbarn, die ohne Hund auskommen?

Spannend wäre es zu erfahren, welche Rasse vorne liegt bzw. welcher Hundebesitzer welchen Hund bevorzugt.
Wäre sicher eine aufschlussreiche Doktorarbeit.
Hier bleibt viel Raum für soziologische Studien……

Wenn Euch der Beitrag gefallen hat, freue ich mich, wenn Ihr ihn auf einem der folgenden Social Networks teilt:

5 Kommentare

  1. Margit Reichelt-Jordan sagt

    Hallo Pepo,
    sitze auf dem LAX-airport und warte auf meinen LH Abflug nach München.
    Dein Bericht über Buenos Aires und seine Hunde war sehr kurzweilig. Bin gespannt,
    von wo Du als nächstes berichtest – Antarktis?????? Bist doch fast schon da, nur runter
    nach Ushuaia und dann aufs Schiff……..
    Herzliche Grüße
    Margit

  2. Hallo Peter,
    danke fuer deine kurzweiligen Beitraege die ich heute entdeckte bei einer Suche ueber die Corn Islands in Nicaragua.
    Echt erstaunlich ist dass wir Namensvettern sind und offensichtlich gleicher Jahrgang 1954.
    Klasse irgendwie…

  3. Und ich habe mich schon gefragt, warum denn manche Leute in Buenos Aires so viele Hunde haben als ich Anfang des Jahres dort war.

    Ich denke, jetzt habe ich die Erklärung gefunden 🙂

    Schrecklich fand ich, dass es dort so viele Straßenhunde gab. Aber das ist ein allgemeines Problem in vielen Ländern, nicht nur in Argentinien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.