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Rio de Janeiro Dois Irmaos – Ausflug zu den „2 Brüdern“

Rio de Janeiro Dois Irmaos - Ausblick mit PP

Rio de Janeiro Dois Irmaos: Den Ausflug bzw. Aufstieg auf die Dois Irmaos – „2 Brüder“ sollte man möglichst Morgens oder Abends bei schönem Wetter machen. Der spektakuläre Ausblick belohnt den 50-minütigen Aufstieg. Meine ersten Tage in Rio hatte ich extra in der Favela Vidigal gewohnt. Nur ein paar Minuten vom Eingang zum Aufstieg der Dois Irmaos entfernt. Dann aber lag der Berg, dessen Spitze mit 533 Metern höher als der Zuckerhut (395 m) ist, immer wieder in den Wolken oder es regnete.

Also zog ich nach Ipanema.

Schließlich gibt es in Rio noch reichlich andere Dinge zu unternehmen und zu besichtigen. Obwohl schlechtes Wetter auch einer Stadt wie Rio, mit den schönsten Stränden der Welt, nicht gut zu Gesicht steht.

Immerhin verbrachte ich einen schönen Nachmittag mit Bloggerkollegen, die in Scharen zu einem supergünstigen Preis mit einem Kreuzfahrtschiff angereist waren.

Dois Irmaos: Mein erster Versuch…

Nach einigen Tagen mit wechselhaftem Wetter, sieht es dann doch noch passabel aus und ich nutze die Chance in der Hoffnung, dass sich Regen und Wolken am Riemen reißen.
Mit dem Bus fahre ich zur Favela Vidigal.

Dort besteige ich dann eines der Moto-Taxis, das mich für gut 1 Euro die steilen Straßen nach ganz oben zum Sportplatz fährt. Hier ist der unscheinbare Einstieg zum Wanderweg: ein schmaler Pfad.

Rio de Janeiro Dois Irmaos, Favela Vidigal, Eingang zum Aufstieg auf die Dois

Favela Vidigal, Eingang beim Sportplatz zum Aufstieg auf die Dois Irmaos

Ganz am Anfang, im dichten Wald, ist es noch etwas matschig. Nach dem Regen der letzten Tage hatte ich es mir aber schlimmer vorgestellt. Ich überhole eine kleine Gruppe, die mit einem Führer unterwegs ist. Hier geht es aber eh nur in eine Richtung. Man kann nichts falsch machen.

Die Luftfeuchtigkeit ist extrem und so bin ich bald nass geschwitzt. Aber der Weg ist hier wirklich einfach. Nach gut 20 Minuten komme ich an eine Stelle von der ich einen schönen Blick auf Vidigal und, etwas weiter entfernt, Sao Conrado habe. Ich mache vorsichtshalber ein paar Fotos, da ich mir nicht sicher bin, ob nicht vielleicht weiter oben doch Wolken sind.

Rio de Janeiro Dois Irmaos - Blick auf Favela Vidigal

Rio de Janeiro Blick vom Dois Irmaos

Rio de Janeiro Dois Irmaos - Favela Vidigal

Rio de Janeiro Dois Irmaos

Rio de Janeiro Dois Irmaos - blick auf Sao Conrado 2, groß

Rio de Janeiro Dois Irmaos – Blick auf Sao Conrado, das bekannt ist für seine Hang-Glider

Irgendwann, so auf halbem Weg, kommt mir eine Katze entgegen, und bald darauf gibt es einen kleinen Getränkestand. Ich gehe unbeirrt weiter. Mir ist nicht nach Pause, dabei ist der Weg mittlerweile steiler geworden.
Ich will endlich oben ankommen!

Ein Pärchen, das mir entgegenkommt frage ich, ob es noch weit ist und ob es sich wirklich lohnt.
Ermutigt gehe ich weiter, da die Frau sagt, sie würde für diesen Ausblick jederzeit wieder hochgehen.
An einer steilen, felsigen Passage kommt mir eine Familie entgegen. Sie sind ängstlich und übervorsichtig, weil es auf dem trockenen Sand sehr rutschig ist.
Ich entledige mich meiner Sandalen.
Gleich fühle ich mich sicherer und gehe ab da barfuß weiter.

Längst gibt es keine Bäume mehr, die Schatten spenden. Die Sonne brennt erbarmungslos.
Es geht jetzt aber wieder leichter.
Zum Einen, weil der Weg nicht mehr steil ist und zum Anderen, weil es jetzt wirklich nicht mehr weit sein kann.

Und dann endet der Weg an einem großen, schrägen Felsvorsprung. Hier lagern schon mehrere Besucher und genießen die atemberaubende Aussicht.

Rio de Janeiro Dois Irmaos - Zwei Brüder mit Besuchern

Rio de Janeiro Dois Irmaos mit Besuchern

Unter mir breitet sich die Favela Rocinha aus.
Die Sicht ist einigermaßen klar. Linkerhand liegt die Lagune.
In einiger Entfernung liegt der Strand von LeblonIpanema und der Arpoador, jener Felsen der Ipanema von Copacabana trennt und auf dem sich abends alles versammelt um den Sonnenuntergang zu genießen.
Nur der Christo Redentor auf dem Corcovado spielt nicht mit und blitzt nur einmal ganz kurz durch die Wolken eher er wieder in ihnen untertaucht…

Rio de Janeiro Dois Irmaos - Blick auf Favela Rocinha

Rio de Janeiro Dois Irmaos – Blick auf Favela Rocinha

Rio de Janeiro Dois Irmaos, Blick auf Ipanema 1

Rio de Janeiro Dois Irmaos, Blick auf Leblon und Ipanema

Rio de Janeiro Dois Irmaos - Zwei Brüder, Blick zur Lagune

Rio de Janeiro Dois Irmaos – Zwei Brüder, Blick zur Lagune

Rio de Janeiro Dois Irmaos / Info

Anfahrt: Mit dem Bus zur Favela Vidigal. Mit dem Mototaxi nach oben zum Sportplatz bringen lassen (5 RS).

Währung: 1€ = 4,33 RS (Stand Ende Dezember 2015)
Reisezeit: Dezember
Wetter: Wechselhaft, um die 30 Grad

Wenn Euch der Beitrag gefallen hat, freue ich mich wenn Ihr ihn teilt…

9 Kommentare

  1. Toller Beitrag Peter,
    bin selbst schon ein paar mal in Rio und anderen Städten Brasiliens gewesen, aber Deine Tipps haben mich motiviert wieder einmal hin zu fahren. Danke.
    Lieben Gruß
    von Uwe Bendixen

  2. Mayra sagt

    Hallo Peter,
    über Tripadvisor habe ich dein Blog entdeckt! fliege bald nach Rio zum ersten Mal. Eine Frage, ist es sicher auf diesem Weg zu laufen…? danke!
    lg.
    Mayra

    • Hallo Mayra,
      da du hier immer wieder auf andere Leute triffst, ist es weitestgehend sicher. Mir ist nicht bekannt, dass hier etwas passiert ist.
      Wünsche Dir eine schöne kleine Wanderung mit tollen Ausblicken…
      BG, Peter

  3. Pingback: Freizeit in Rio de Janeiro - Strände, Parks und Plätze - Klaus Reuss

  4. Erstmal Respekt, dass du hochgelaufen bist – ich habe es selbser gemacht und ich weiß, dass es hart sein kann.

    Ich war einen Monat vor dir und fand die Luftfeuchtigkeit schon zu dem Zeitpunkt ziemlich schlimm.

    Ich glaube ich kann mir nur halbwegs ausmalen, wie es bei dir im Dezember gewesen sein mag.

  5. Christina sagt

    Hallo Peter, ist denn auch der Weg zum Wanderweg sicher? Da du schreibst man lässt sich in die Favela bringen?
    Wir werden 4 junge Frauen sein.

    • Hallo Christina,
      um erstmal zur Favela zu kommen nimmt man den ganz normalen Bus. Dann ist man am Fuß der Favela (dort stehen die Motos evtl. sogar auch ein Kleinbus) und kann in einer halben Stunde die Straßen hoch bis zum oben beschriebenen Einstiegspunkt gehen. Bezüglich Sicherheit sehe ich da kein Problem. Aber ich würde mir an eurer Stelle die Kräfte für den Aufstieg sparen. Ihr könnt ja auf dem Rückweg zu Fuß runtergehen. Ist leichter und ihr kennt den Weg.
      Viel Spaß, Peter
      PS Ich habe ja auch noch einen eigenen Beitrag über die Favela Vidigal geschrieben.

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