Marokko
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Essaoui­ra — Ein Aus­flug in die Stadt des Win­des!

Ziegen, die auf Bäumen wachsen, nahe Essaouira in Marokko ©PetersTravel

Essaoui­ra hat 85.000 Ein­woh­ner und liegt direkt am Atlan­tik.
Das Ange­neh­me: Alles hier ist über­schau­bar und liegt rela­tiv dicht bei­ein­an­der.
Die Medi­na mit ihrem ori­en­ta­li­schen Leben ist zwar bei wei­tem nicht so groß wie die in Mar­ra­kesch, aber ver­lau­fen kann man sich trotz­dem.

Essaouira, Café des Arcades ©PetersTravel

Essaoui­ra, Café des Arca­des

Essaouira, Kräuter ©PetersTravel

Essaouira, Stadt der Winde, Kräuter ©PetersTravel
Die klei­ne Hafen­stadt Essaoui­ra liegt 130km west­lich von Mar­ra­kesch. Sie ist die Stadt der Gale­ri­en und Künst­ler, Oase für Aus­stei­ger, Glo­be­trot­ter, Musi­ker — nicht nur Jimi Hen­drix oder Cat Ste­vens trieb es Ende der 60er Jah­re hier­her.

Sie ist die Stadt des Win­des, denn Wind gibt es hier im Über­fluss, so das es manch einem zuviel wird, wenn er einem um die Ohren pfeift. Am kilo­me­ter­lan­gen Strand ist man ihm schutz­los aus­ge­lie­fert. Zur Freu­de der inter­na­tio­na­len Sur­fer­ge­mein­de, die sich hier ein Stell­dich­ein gibt.

Essaouira, Haupteinkaufstraße in der Medina ©PetersTravel

Essaoui­ra, Haupt­stra­ße in der Medi­na

Die gesam­te Alt­stadt — die Medi­na -, die 2001 zum Welt­kul­tur­er­be der UNESCO ernannt wur­de, ist von einer gewal­ti­gen Mau­er umge­ben.

In einem klei­nen Café las­se ich mich auf einem wacke­li­gen Plas­tik­stuhl nie­der, um das bun­te Trei­ben zu beob­ach­ten. Ich bekom­me einen­Tee — die Kan­ne ist voll mit fri­scher Min­ze, die mit kochend hei­ßem Was­ser über­gos­sen wur­de.
Um mich her­um ist geschäf­ti­ges Trei­ben: schwarz ver­schlei­er­te Frau­en, Män­ner mit brau­nen Kut­ten und dazwi­schen ab und zu ein paar Tou­ris­ten. Ein zwei­räd­ri­ger Kar­ren mit Brot wird vor­bei­ge­scho­ben. Män­ner in wei­ßen Djel­la­bas eilen in die Mosche­en. Haus­frau­en — man­che ver­schlei­ert, ande­re gänz­lich ohne — schlen­dern von Stand zu Stand, prü­fen Waren und täti­gen ihre Ein­käu­fe.
Ich füh­le mich wie in einem ori­en­ta­li­schen Thea­ter.

Essaouira, Stadt der Winde, Laden mit Tüchern, Marokko ©PetersTravel
Essaouira, Stadt der Winde, marode Einkaufsgasse ©PetersTravel
Essaoui­ra scheint die Stadt der Kat­zen zu sein. In der Medi­na sind sie zumin­dest all­ge­gen­wär­tig. Und auch schon mor­gens auf der Dach­ter­ras­se mei­nes Riads sind sie mir über den Weg gelau­fen.

Essaouira, Marokko Katzen ©PetersTravel

Frisch gestärkt fla­nie­re ich ohne ein bestimm­tes Ziel durch das Laby­rinth der engen, ver­win­kel­ten Gas­sen. Ich kom­me vor­bei an Wohn­häu­sern und klei­nen, ver­steckt lie­gen­den Riads. Es ist ruhig.
All­mäh­lich wird es wie­der beleb­ter. Tep­pi­che hän­gen von den Wän­den und sol­len mich zum Kauf ani­mie­ren. Dane­ben Sou­ve­nir­shops, Geschäf­te mit Kera­mik oder Leder­wa­ren. Und dann wie­der klei­ne Läden für die Ein­hei­mi­schen. Ich betrach­te die Aus­la­gen. Jede Men­ge kunst­voll zu Pyra­mi­den auf­ge­schich­te­te Gewür­ze oder Kräu­ter — immer wie­der sto­ße ich auf „Tur­bo Via­gra“ oder „Via­gra pour Femmes“.

Essaouira, Marokko, Gasse mit Teppichen ©PetersTravel
Essaouira, Marokko, Kräuter ©PetersTravel
Essaouira, Stadt des Windes, Marokko ©PetersTravel
Ich gehe vor­bei am Café Taros über den Place Mou­lay Hassan vor der Medi­na zum Hafen. Hier wer­de ich von einer kräf­ti­gen Bri­se und dem Geschrei der Möwen emp­fan­gen.
Ein paar Meter wei­ter beginnt der kilo­me­ter­lan­ge, ebe­ne Sand­strand. An der brei­ten Strand­pro­me­na­de bin ich fast allein unter­wegs. Hier scheint eine ande­re Welt zu sein. Nur wenig ver­spürt man hier vom Flair des Ori­ents.
Moder­ne Apart­ment­häu­ser, Luxus­ho­tels, Surf­schu­len und Strand­ca­fés erobern die­sen Teil von Essaoui­ra.
Wei­ter hin­ten am Strand ver­lie­ren sich ein paar Ein­hei­mi­sche und ver­ein­zel­te Tou­ris­ten. Die rich­ti­ge Stim­mung für ein Son­nen­bad will hier aller­dings nicht auf­kom­men. Das ver­miest einem schon der immer wie­der auf­fla­ckern­de kräf­ti­ge Wind.
So wun­dert es mich nicht, dass selbst die Kamel­be­sit­zer ver­geb­lich auf Kun­den für die ange­bo­te­nen Aus­rit­te war­ten.

Essaouira, Café Restaurant Taros, Marokko ©PetersTravel

Essaoui­ra, Café Restau­rant Taros

Essaouira, Marokko, Strand mit Kamelen ©PetersTravel

Essaoui­ra Unter­kunft:

Gewohnt habe ich im Dar Assa­la­ma, Rue D’Agadir. 42 €.  Ange­neh­mes Zim­mer. Klei­ne Dach­ter­ras­se mit Lie­gen und Blick über die Medi­na. Hier wird auch das fan­tas­ti­sche, abwechs­lungs­rei­che Früh­stück ser­viert.

Nächs­ter Bei­trag: Essaoui­ra Tipps — Die schöns­ten Restau­rants und Riads

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3 Kommentare

  1. Marion Roelke sagt

    Hi’­Pe­ter- habe mit Inter­es­se die Bei­trä­ge über den Gar­ten v. and­re hel­ler ani­ma gele­gen. Gibt es rei­se­ver­an­stal­te’­die dort hin fah­ren?
    Mit freund­li­chen Gruß SS en mari­on

    • Hal­lo Mari­on, ich weiß nicht, ob mitt­ler­wei­le Ver­an­stal­ter den Gar­ten Ani­ma von André Hel­ler mit in ihr Pro­gramm auf­ge­nom­men haben. Wie in mei­nem Bei­trag geschrie­ben, gibt es aber den kos­ten­lo­sen Shut­tle.
      War­um soll­te man den nicht neh­men?
      BG, Peter

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