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Mayo­ka Vil­la­ge, Oase & High­light am Mala­wi­see

Malawi, Nkhata Bay - Mayoka Village

Am Abend der Ankunft im Mayo­ka Vil­la­ge hat­te ich mir noch kein rich­ti­ges Bild machen kön­nen, wo ich da gelan­det bin. Abge­se­hen von den Myria­den von win­zi­gen Flie­gen war mir aber sofort die war­me Herz­lich­keit auf­ge­fal­len mit der ich emp­fan­gen wur­de.

Malawi, Nkhata Bay, Mayoka Village vom Wasser

Mayo­ka Vil­la­ge, mei­ne Oase in Nkha­ta Bay am Mala­wi­see…

Mayo­ka Vil­la­ge liegt an einem stei­len Ufer­hang mit Schat­ten spen­den­den Bäu­men, Far­nen und Kak­tus­sen. Dazwi­schen ste­hen die auf unter­schied­li­chen Ebe­nen gebau­ten Cha­lets auf Stel­zen. Dabei haben alle einen Blick auf den Mala­wi­see. Zwi­schen­drin sind immer wie­der klei­ne Platt­for­men und Vor­sprün­ge, auf denen man die Son­ne oder auch den Schat­ten genie­ßen oder ein Zelt auf­stel­len kann. Auf unre­gel­mä­ßi­gen Stu­fen aus Natur­stein geht es den stei­len Hang run­ter zur Rezep­ti­on und dem dane­ben­lie­gen­den, über­dach­ten Restau­rant mit der Bar. Hier gibt es nur eine mas­si­ve Rück­wand und, direkt neben der Bar, den Ein­gang zu den Küchen­räu­men.
Nach vor­ne zum See ist alles offen. Eine gro­ßen­teils über­dach­te Holz-Veran­da, die im vor­de­ren Bereich durch Stel­zen gestützt wird lädt zum Ver­wei­len ein. Die Veran­da wird durch ein paar Stu­fen, die direkt zu einer klei­nen Bucht am See füh­ren, in einen Ess­be­reich und einen Loun­ge­be­reich geteilt.

Malawi, Nkhata Bay, Mayoka Village

Nkha­ta Bay, Mayo­ka Vil­la­ge

In der Bucht ste­hen rechts und links jeweils ein gro­ßer Man­go­baum mit Hun­der­ten von Früch­ten. Dane­ben blü­hen­der Bou­gain­villea und Hibis­cus.

Das kos­ten­lo­se Inter­net kommt und geht wie es will. Ähn­lich ist es mit dem Strom, auch der kann schon mal aus­fal­len. Die Was­ser­ver­sor­gung folgt Regeln, die sich mir nicht immer erschlie­ßen.

Malawi, Nkhata Bay, Mayoka Village

Mayo­ka Vil­la­ge, Mein Bun­ga­low

Mein Stel­zen­bun­ga­low mit klei­nem, luf­ti­gen Bal­kon steht direkt am Was­ser. Alles ist aus Holz. Das rie­si­ge Bett mit Mos­ki­to­netz hat frei­en Blick auf den See.

Um zu mei­nem Cha­let zu gelan­gen, muss ich immer erst vom Restau­rant ein klei­nes Stück hoch, vor­bei an der Dusche und der Kom­post­toi­let­te und dann wie­der ein paar Stu­fen run­ter. Dabei kom­me ich auch an einem gro­ßen, an drei Sei­ten von Mau­ern umge­be­nen, Was­ser­tank vor­bei. Unter die­sem wird am Nach­mit­tag ein Holz­feu­er ent­facht, damit die Dusche für meh­re­re Stun­den war­mes Was­ser hat. Die Umstel­lung auf Solar ist noch zu teu­er.

Tags­über sit­ze ich oft auf mei­nem Bal­kon, lese, schaue auf den See oder beob­ach­te die Eidech­sen, die neu­gie­rig auf der Brüs­tung ver­wei­len. Kaum stre­cke ich mei­ne Hand aus, ergrei­fen sie blitz­schnell die Flucht.

Alle Mit­ar­bei­ter sind extrem freund­lich. Sei es die immer strah­len­de Chris­ti­ne, Susan oder Gift, die meist abends da ist. Natür­lich auch das männ­li­che Per­so­nal, wie Phil­ip,  hin­ter der Bar. Sie stel­len sich vor, fra­gen nach mei­nem Namen und ab dann wird alles, was ich bestel­le auf­ge­schrie­ben. Bezahlt wird am Schluss.
Phä­no­me­nal, wie sich alle an mei­nen Namen erin­nern kön­nen.

Wenn man sieht, wie die Eigen­tü­mer Cath­rin und Gary mit ihren drei adop­tier­ten Kin­dern umge­hen, geht einem das Herz auf.

Mayo­ka Vil­la­ge gefällt mir so gut, dass ich län­ger als üblich blei­be. Eigent­lich könn­te ich ewig blei­ben.
Wer weiß? Viel­leicht kom­me ich ja wie­der…

Malawi, Nkhata Bay

Der Mala­wi­see ist anders…

Die­ser See ist anders. Oft nicht so spie­gel­glatt, wie es sich für einen See gehört. Ich füh­le mich wie am Meer.
Mor­gens ist es oft stür­misch, d.h. die Wel­len haben klei­ne Schaum­kro­nen und klat­schen mit Macht ans Ufer. Das legt sich gegen Mit­tag. Es wird ruhi­ger, aber das Geräusch der Wel­len ist immer noch so, dass man das Gefühl hat am Meer zu sein.
Und so ist es auch nachts, wenn ich in mei­nem Bun­ga­low lie­ge.

Nkha­ta Bay, der Ort.

Wenn man die Abkür­zung – einen klei­nen Pfad — vom Mayo­ka Vil­la­ge nimmt, geht es danach in einer Vier­tel­stun­de an ein paar ein­fa­chen Andenken­stän­den vor­bei die Stra­ße run­ter zum Ort Nkha­ta Bay.

Beim Fuss­ball­platz, neben dem Gefäng­nis, sit­ze ich ger­ne auf dem luf­ti­gen Bal­kon im ers­ten Stock des Restau­rants Kaya Papa­ya, genie­ße die Aus­sicht und vor allem die lecke­re Gua­ca­mo­le mit Knob­lauch­toast.

Malawi, Nkhata Bay

Der Ort selbst ist jetzt nicht beson­ders auf­re­gend:
Ein Geld­au­to­mat, der maxi­mal 20.000 Kwacha (ca 40 US$) raus­rückt, und das auch nur, wenn man einen guten Tag erwischt. Das ist aller­dings eher sel­ten der Fall.

Jeden Tag gibt es einen klei­nen Markt am Rand der Stra­ße.
Wie klei­ne Schät­ze sind die sorg­fäl­tig aus­ge­brei­te­ten Zwie­beln, Toma­ten und Kar­tof­feln zu klei­nen Hügeln auf­ge­schich­tet.
Dane­ben gibt es noch Mani­ok und getrock­ne­te Sar­di­nen.
Dahin­ter sit­zen die Bau­ern selbst noch am spä­ten Abend in der Hoff­nung auf einen kar­gen Ver­dienst.

Malawi, Nkhata Bay, Markt

Malawi, Nkhata Bay, Markt

Malawi, Nkhata Bay, Markt

Es gibt einen Peop­les-Super­markt.

Dann ist da noch die Abfahrtstel­le der Mini­bus­se.

An einer klei­nen Bucht liegt der Able­ger der Schif­fe, die hier anschei­nend ein paar­mal die Woche in Rich­tung Nor­den, Süden, Osten oder nach Chi­sumu­lu Island und Liko­ma able­gen.

Mein Schiff nach Liko­ma Island, die MS Ila­la, legt ein­mal die Woche an einem Mon­tag ab. Der Fahr­plan wur­de gera­de mal wie­der geän­dert. War es vor kur­zem noch um 10 Uhr, ist es jetzt 16 Uhr. Das bedeu­tet Ankunft auf Liko­ma spät nachts, wenn nicht gar erst um Mit­ter­nacht. Und auf Liko­ma gibt es außer drei aus­ein­an­der­ge­le­ge­nen Unter­künf­ten nicht viel.

Ich bin gespannt, wie ich mit­ten in der Nacht zu mei­ner Unter­kunft Man­go Drift kom­me…

Info für Nkha­ta Bay am Mala­wi­see

Wech­sel­kurs: 1€ = 582 Kwacha (MK) 9.11.2014
Rei­se­zeit: Novem­ber
Wet­ter: Heiß. Immer strah­len­der Son­nen­schein.
In den Mona­ten Juni, Juli, August ist es tags­über meist schön son­nig und warm, nachts kann es aber bis auf 10 Grad abküh­len.

In und um Nkha­ta Bay gibt es eine Rei­he von Dör­fern und Strän­den. Man kann Aus­flü­ge mit dem Kayak machen, auch über Nacht. Allei­ne oder geführt, zB von Dave (über Mayo­ka Vil­la­ge) oder Mon­key Busi­ness (über But­ter­fly Lodge).
Im Ort gibt es die Tauch­schu­le Aqua Afri­ca, die den Eigen­tü­mern vom Mabu­ya Camp in Lilong­we gehört.
Zulunk­huni River Lodge für Back­pa­cker ist sicher ein schö­nes Aus­flugs­ziel für ein paar Näch­te. Mit dem Boot von Nkha­ta Bay Rich­tung Nor­den (Chi­tim­ba).

Unter­künf­te
Mein Tipp: Mayo­ka Vil­la­ge Beach Club 🙂, 2km vom Ort; run by Gary & Cath­rin. Direk­ter Zugang zum See an meh­re­ren Stel­len. Inter­net. Kos­ten­lo­se Schnor­chel­aus­rüs­tung, Kayak und Kanu. „Stan­ding-Board“ mit Pad­del. Diens­tags kos­ten­lo­ser Boots­aus­flug zum Lusug­we Beach. Gute Küche. Kos­ten­lo­ser 4-Uhr-Tee. Abends oft unter­schied­li­che Buf­fets (sen­sa­tio­nell der Salat mit Nüs­sen beim “Pas­ta­buf­fet mit Ragu”).
Dorm Bett 12 US$, Cha­let ohne Bad 17 US$ pP.
Wenn man reser­viert hat, über­nimmt Mayo­ka die Kos­ten des Taxis vom Ort.
Bei mei­nem zwei­ten Auf­ent­halt war über das Wochen­en­de eine 20-köp­fi­ge Grup­pe Jugend­li­cher dort; zu die­sem Zeit­punkt war es weni­ger eine Oase. Zum Glück hat­te ich reser­viert.
Es gibt Aben­de, da schaut Gary zu tief ins Glas oder kon­su­miert zuviel Gan­ja.
But­ter­fly Lodge, direkt neben Mayo­ka Vil­la­ge. Ein­fa­cher. Cha­let ohne Bad 4.000 MK pP, En Sui­te 5.500 MK pP.
Oft gibt es Cam­ping­mög­lich­kei­ten, d.h., dass man sein Zelt auf dem Gelän­de auf­schla­gen kann.
Nja­ya Lodge, am Strand von Chi­ka­le Beach; Dop­pel ab 20 US$

Malawi, Nkhata Bay

Mala­wi, Nkha­ta Bay

Nkha­ta Bay / Ort
Restau­rant Kaya Papa­ya, Restau­rant beim Fuss­ball­platz; gehört dem Eng­län­der Ste­ve und sei­ner Frau.
Aqua Afri­ca Tauch­schu­le haben auch Zim­mer mit Bad, DZ für 80(!) US$, klein, Bal­kon, schö­ner Blick auf die Bay; Tauch­gang 80 US$
Unter­kunft
Ila­la Bay Lodge, schräg gegen­über vom Kaya Papa­ya Restau­rant. OK, zumin­dest, wenn man auf ein Schiff war­tet. Single/Double mit Bad, 9.500/11.000 MK

Malawi, Nkhata Bay, Markt

Ande­re Bei­trä­ge die­ser Rei­se u.a.:

Lilong­we, Mala­wi: Hel­ge Tim­merberg und die Begeg­nung mit Don Brio­ni
Cape Maclear, High­light am Mala­wi­see
Mala­wi, Bus­fahrt von Cape Maclear nach Nkha­ta Bay
Geheim­tipp für Mala­wi: Mushroom Farm 

Eure Beloh­nung für mei­nen Bei­trag ist es, wenn Ihr ihn auf Eurem Soci­al Net­work teilt. Dan­ke!

6 Kommentare

  1. Schlau. Wäh­rend hier die Käl­te naht, fau­lenzt Du am See und ärgerst Eidech­sen. Ein rich­ti­ger digi­ta­ler Noma­de eben 🙂

    P.S.: Schi­ckes neu­es Blog-Design.

    • Was heißt hier fau­len­zen? Ich arbei­te hart am Blog 🙂 , aber an schö­nen Orten. PS Lei­der sind mir noch zu vie­le Macken am Design Ich hof­fe es wird…

  2. … Macken am Design hin oder her…
    Ich freue mich, dir auf die­se Wei­se fol­gen zu kön­nen und einen Afri­ka-Ein­druck zu krie­gen.
    Wei­ter­ma­chen!
    Take care.

  3. Margit Reichelt-Jordan sagt

    Hal­lo, lie­ber Pepo,
    vie­len Dank dass Du uns an Dei­ner Afri­ka-Rei­se teil­neh­men laesst.… da muss ich nun
    glueck­li­cher­wei­se gar nicht hin.…. Schoen ist aber alles, was Du beschreibst.….
    hof­fent­lich gab es einen Ersatz­rei­fen am Bus.…..
    Pass auf Dich auf — das Glueck kann auch einen Zwil­ling mal ver­las­sen.…
    Herz­lich aus Cali­for­ni­en
    Mar­git (auch ein Zwil­ling)

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