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Ama­zo­nas: Santarem mit Alter do Chao + Ilha do Amor

Ilha do Amor, Brasilien

Das Titel­bild zeigt Alter do Chao bzw. die vor­ge­la­ger­te Ilha do Amor an einem nor­ma­len Wochen­tag.

Santarem (300.000 EW) + Alter do Chao (6.800 EW).

Mein Schiff ist bereits um 6 Uhr mor­gens in Santarem. Noch am Hafen besor­ge ich mir Aus­künf­te über Abfahrts­zei­ten der Boo­te nach Man­aus und mache mich anschlie­ßend auf den Weg zum Markt. Denn von dort soll der Bus ins 32 km ent­fern­te Alter do Chao und der Ilha do Amor am Rio Taba­jos fah­ren.

Janu­ar
Nach einer Stun­de errei­che ich den ver­schla­fen wir­ken­den, beschau­li­chen Ort mit Strand­pro­me­na­de, klei­nem zen­tra­len Platz und dem High­light, der Ilha do Amor, einer vor­ge­la­ger­ten klei­nen, lang­ge­streck­ten Insel in unge­fähr 200 m Ent­fer­nung.

Alter do Chao mit Ilha do Amor am Wochenende

Ilha do Amor am Wochen­en­de

Man wird mit Boo­ten für 4 RS hin­über­ge­ru­dert — es gibt aller­dings Zei­ten, da sieht man wohl nur noch die Dächer der paar Restau­rants auf der Insel, weil sie kom­plett unter Was­ser steht.

Woh­nungs­su­che in Alter do Chao + ein Wie­der­se­hen…

Nach­dem ich mir zuerst die Pousa­da do Taba­jos ange­schaut und sym­pa­thisch gefun­den hat­te, beschlie­ße ich dann doch direkt an die Pla­za zu zie­hen, um mei­ne Erkäl­tung von der Split Air­Con auf dem Boot aus­zu­ku­rie­ren. Mit Glück ergat­te­re ich eines der bei­den Supe­ri­or Zim­mer in der Pousa­da Min­go­te und habe einen Blick über die Pla­za zur Ilha do Amor.

Spä­ter tref­fe ich auf die Schwes­tern Han­nah und Eva (remem­ber: Bericht über Len­cois Maran­hen­ses), die zwar mit einem spä­te­ren Boot gefah­ren, aber abends am sel­ben Tag ange­kom­men waren, wie ich. Sie haben den Vogel abge­schos­sen und sind glück­lich: es ist ihnen gelun­gen einen Hän­ge­mat­ten­platz für 8 RS (kei­ne 3 €) mit Küchen­be­nut­zung zu bezie­hen!

Rund um die Pla­za gibt es Imbiss­stän­de (um die­se Jah­res­zeit fast alle ver­waist), einen Super­markt (über dem ich woh­ne) und abends ein paar Hip­pies – meis­tens aus Argen­ti­ni­en – die ihren übli­chen, hand­ge­fer­tig­ten Schmuck, wie Arm­bän­der, Ket­ten und Rin­ge fer­ti­gen und anbie­ten. Aller­dings sehe ich weit und breit kei­ne mög­li­chen Käu­fer.
Auf der Pla­za gibt es öffent­li­chen Zugang zum Inter­net, sodass die Bän­ke immer wie­der von Ein­hei­mi­schen und  Tra­vel­lern mit Smart­pho­nes und PC’s bevöl­kert sind. Natür­lich gibt es die übli­chen Netz­aus­fäl­le und, wenn es den Tag rich­tig reg­net, läuft eh nichts, auch kein Strom in mei­ner Pousa­da.

Alter do Chao mit Ilha do Amor, Plaza

Alter do Chao, Pla­za

Abends isst man an der Pla­za — zB in der Piz­ze­ria oder dane­ben im Arco Iris da Ama­zo­nia oder Mae Natu­re­za, wo es öfters rich­tig gute Live-Musik mit Gui­tar­re und Gesang gibt. Frei­tags meis­tens Karim­bo, indi­ge­ne Musik von ein­hei­mi­schen Grup­pen.

Ein tol­ler Laden für den sich allein der Aus­flug nach Alter do Chao lohnt ist Ara­ri­bá. Hier gibt es jede Men­ge india­ni­sche Hand­ar­bei­ten von mehr als 8 Stäm­men zu bewun­dern und zu kau­fen. Von Schmuck, Taschen, Hals­ket­ten über Kera­mik­schüs­seln, Kale­bas­sen, Mas­ken, Hän­ge­mat­ten bis hin zu gro­ßen Sitz­ge­le­gen­hei­ten oder Tischen. Eine wah­re Fund­gru­be.

Da ich Geld brau­che, fah­re ich nach Santarem. Außer­dem will ich die Stadt eh anschau­en. Mir ist es dann aber letzt­lich zu geschäf­tig, sodass ich nach einem hal­ben Tag wie­der reu­mü­tig zurück­keh­re.

Santarem, Bootsableger

Santarem, Boots­ab­le­ger

ATM-Auto­ma­ten in Bra­si­li­en…

Ich muss unbe­dingt noch von mei­nem ATM-Erleb­nis in Santarem erzäh­len:
Es gibt ca 24 Geld­au­to­ma­ten in der Schal­ter­hal­le der Ban­co do Bra­sil. 23 davon sind nur für die bra­si­lia­ni­sche Visa bzw. Kre­dit­kar­te geeig­net. An „mei­nem“ Auto­ma­ten steht eine ewig lan­ge Schlan­ge und eine Ange­stell­te, die den Kun­den (natür­lich auch den zahl­rei­chen Ein­hei­mi­schen) behilf­lich ist. Nach einer hal­ben Ewig­keit, bin ich dran. Tat­säch­lich gelingt es mir den Höchst­be­trag von 600 RS (ca 185 €) abzu­he­ben. Nor­ma­ler­wei­se mache ich das ein paar Mal hin­ter­ein­an­der, weil ich nie weiß, wann ich die nächs­te Gele­gen­heit habe an Geld zu kom­men. Dies­mal ist es anders: beim zwei­ten Abhe­be­ver­such, sagt die dum­me Maschi­ne, dass ich mein Kon­to­li­mit erreicht habe und ver­wei­gert wei­te­re Aus­zah­lun­gen. Da hilft auch kei­ne Unter­stüt­zung der Bank­mit­ar­bei­te­rin, die es auch nicht wirk­lich ver­steht.

Santarem: Schiffe beim beladen

Santarem: Schif­fe beim bela­den

Alter do Chao und die Ilha do Amor ver­füh­ren mich zum blei­ben…

Weil mir die Atmo­sphä­re in Alter do Chao gefällt und man gute Aus­flü­ge machen kann, ver­län­ge­re ich immer wie­der, sodass ich schließ­lich 7 Tage hier blei­be.

Nicht ver­schwei­gen will ich, dass es an in die­sem Ort auch Aya­huas­ca und eini­ge „Hei­ler“ gibt. Das wird hier alles legal und offi­zi­ell gehan­delt. Eigent­lich hat­te ich auch eine Ver­ab­re­dung, um mich dar­über auf­klä­ren zu las­sen, wur­de dann aber lei­der ver­setzt.

Info
Wech­sel­kurs: 1€ = 3,27 (
Stand 10.2.14)
Schif­fe Santarem – Man­aus: täg­lich mit­tags um 12 Uhr außer Sonn­tag, ca 35 — 45 Stun­den
Alter do Chao / Ilha do Amor
Bus von/nach Santarem alle 40 Minu­ten
Restau­rants
Piz­ze­ria, Arco Iris da Ama­zo­nia und Bora Bar/Mae Natu­re­za, auch Agen­tur für Aus­flü­ge des Argen­ti­ni­ers Clau­dio, Spitz­na­me Paty
Unter­künf­te
Pousa­da Min­go­te
(Zen­tral an der Pla­za, über dem Super­markt): Supe­ri­or Zim­mer 216+217 (Blick über Pla­za zur Ilha do Amor; Top Zim­mer 308/ ein Stock höher): 170 RS sons­ti­ge Zim­mer ab 120 RS
Pousa­da do Taba­jos: ein­fach, aber schön; mit Gar­ten, Küchen­be­nut­zung, Zim­mer und Dorms, Hän­ge­mat­ten-bereich; orga­ni­sie­ren Aus­flü­ge
Pousa­da Som­bra do Cajuero, ruhi­ge Lage, herz­li­che Besit­ze­rin
Pousa­da Savan­nah: Dort haben Eva und Han­nah für je 8 RS in ihrer Hän­ge­mat­te geschla­fen (Muss aber wohl etwas ab vom Schuss sein. Ich hab’s näm­lich nicht gefun­den!)

Finde den Elefanten

Daytrip nach Jamar­aquá: Fin­de den Ele­fan­ten…

Daytrip: zB Flo­na bzw. Jamar­aquá (130 RS) am Rio Taba­jos; Pin­do­bal = Strand, ca 8 km von Alter do Chao, auch mit Fahr­rad zu errei­chen. Mehr­tä­gi­ge Aus­flü­ge über Pousa­da do Taba­jos oder Agen­tu­ren.

Frauen beim einkaufen. Markthalle in Santarem

Markt­hal­le in Santarem

Nächs­ter Bei­trag:
Mit dem Schiff von Santarem nach Man­aus

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4 Kommentare

  1. alicia sagt

    My son told me he would be stay­ing in the savan­nah pousa­da, i havent been in con­tact with him for days and i am worried. I couldnt get the pousa­da tele­pho­ne o he web. His name is pablo fri­as he is 24 years old and he is from argen­ti­na.

    Your con­tact with any infor­ma­ti­on from him would be appre­cia­ted
    Thanks
    Ali­cia bar­rio
    Tel 54 11 53740345 pedro fri­as, pablos father

  2. Hal­lo Peter,
    kann man denn direkt auf der Ilha do Amor über­nach­ten? Was sind das für Hüt­ten die dort ste­hen?
    Ich kann dazu näm­lich nichts fin­den. 🙂
    Ganz lie­be Grü­ße
    Tan­ja

    • Hal­lo Tan­ja,
      nein, dort kann man nicht über­nach­ten. Die Insel ist ja klein. Es gibt dort nur ein paar klei­ne, ein­fa­che Restau­rants. Die­se sind aber nur tags­über geöff­net.
      BG, Peter

  3. Pingback: Karibikfeeling im Amazonas-Urwald | Bruder auf Achse

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