Varanasi erleben – Zwischen Ganges, Ghats und Sadhus.
Ich komme morgens ziemlich pünktlich mit dem Nachtzug in der Heiligen Stadt Varanasi an. Aufgebrochen war ich um kurz vor Mitternacht in Khajuraho, der für seine fantastischen Tempel bekanntenUNESCO-Welterbestätte im Bundesstaat Madhya Pradesh.
Eigentlich fahre ich überhaupt nicht gerne mit dem Zug, aber es ging besser als erwartet. Für die 385 Kilometer brauchte ich 8 Stunden. Sleeper/AC, d.h. man bekommt ein Kissen, zwei Laken und eine Decke.
- Ankunft & erste Orientierung in Varanasi
- Erkundung der Heiligen Stadt Varanasi & der Ghats
- Sadhus in Varanasi — Was ist ein Sadhu?
- Highlights & Sehenswürdigkeiten von Varanasi
- Die Verbrennungs Ghats: Manikanika Ghat & Harishchandra Ghat
- Allabendliches Ritual: Ganga Aarti am Dashashwemedh Ghat
- Besuch des Affentempels Sankat Mochan und Durga Tempel
- Besuch des “Goldenen Tempels” Kashi-Vishwanath
- Restaurants / Cafés im Altstadtteil Dashashwamedh
- Abendessen im Ganga Fuji
- Blue Lassi — Mein Tipp für ein (Lassi-)Highlight
- Keshary Restaurant
- Niyati Cafe
- Dosa Café & Restaurant
- Dolphin Restaurant
- Hotel Guleria Kothi (Bhonsale Ghat)
- Unterkünfte in Varanasi
- Taxipreise
- Beste Reisezeit
- Fazit: Varanasi – eine Stadt, die man erlebt haben muss

Ankunft & erste Orientierung in Varanasi
Noch während ich aussteige werde ich von mehreren Tuk-Tuk-Fahrern belagert. Die ersten wehre ich noch erfolgreich ab. Erst kurz vor dem Ende des Bahnsteigs, nehme ich die Verhandlungen auf und einige mich bei 200 Rupien bis zu meiner Unterkunft, dem Ganpati Guest House. Das Ganpati selbst wollte für den Abholservice 700 Rupien haben. Also liege ich ganz gut, wie ich später bestätigt komme. Dann stellt sich allerdings heraus, dass das Tuk-Tuk mich nur bis zur Godowila Crossing bringen darf. Ab dieser Kreuzung beginnt die chaotische Fußgängerzone Dashashwamedh Road. Hier mischen sich Fußgänger mit Motorrädern und ein paar Fahrradrikschas. In dem Gewusel ist es schwer sich als Fußgänger seinen Weg zu bahnen. Die Straße endet am Ganges, am zentralen Dashashwamedh Ghat.
Die folgenden Tage werde ich fast jeden Abend an diesem Ghat der allabendlichen Ganga Aarti Zeremonie beiwohnen.
Auf jeden Fall gelange ich dann mit viel Fragerei durch die verwinkelten Gassen zu guter letzt zum Ganpati Guest House. Und das ist ja die Hauptsache. Mein Zimmer ist nicht im Haupthaus, sondern im 50 Meter entfernten Homestay. Das Zimmer (Nr. 24) ist schön und liegt zur Sonnenseite, hat sogar einen sonnigen, langgezogenen Balkon.
Nach der Besichtigung der Dachterrasse mit Restaurant vom Haupthaus nehme ich ein spätes „Health Breakfast“ im nebenan liegenden Varanasi Café Bakery.
Erkundung der Heiligen Stadt Varanasi & der Ghats

Ich habe das Gefühl, dass die Millionenstadt Varanasi indischer ist als alle anderen Städte. Hier ist alles nochmal lauter, dreckiger, aufdringlicher und hektischer.
Varanasi ist eine der ältesten Städte Indiens und gilt als die heiligste Stadt des Hinduismus. Früher hieß die Stadt Benares. Der jetzige Name setzt sich zusammen aus den beiden Flüssen, die die Stadt begrenzen und hier in den Ganges münden: Varuna im Norden und Assi im Süden.
Meine erste Erkundung führt den Ganges entlang, von Ghat zu Ghat. Quasi bis zum letzten Ghat, dem Assi Ghat. Das ist eine ziemlich lange Strecke. Ghat nennt man die breiten Stufen, die von den Gassen zum Ganges führen. Es soll wohl 84 geben.
Hier herrscht weniger Hektik.
Spielende Kinder, Frauen in ihren bunten Saris und Männer in Unterwäsche stehen bis zum Bauchnabel im Wasser, beten und machen ihre Waschungen.

In den Hindu-Religionen gilt der Ganges als der heiligste aller Flüsse. Das Wasser dient zur spirituellen Reinigung, der Heilung von Krankheiten und der Vergebung von Sünden. Darüberhinaus soll es ein Unsterblichkeitselexier enthalten und die Chance auf eine bessere Wiedergeburt erhöhen.
Auf meinem Weg werde ich permanent angesprochen. Dauernd werde ich aufgefordert Haschisch zu kaufen, eine Bootsfahrt zu machen, mich rasieren oder massieren zu lassen. Bei letzterem wird auch gerne einfach mal versucht meinen Arm zu ergreifen.
Es nervt total und so sage ich — sobald ich merke, dass sich mir jemand nähert — gebetsmühlenartig: No boat, no shave, no massage….
Sadhus in Varanasi — Was ist ein Sadhu?

Definition aus Wikipedia
“Sadhu (deutsch ‚Guter oder auch: Heiliger Mann‘) ist im Hinduismus ein Oberbegriff für jene, die sich einem religiösen, teilweise streng asketischen Leben verschrieben haben, besonders bezeichnet es die Mönche der verschiedenen hinduistischen Orden”.
Das Stadtbild von Varanasi ist geprägt von besonders vielen Sadhus. Auf Schritt und Tritt begegne ich ihnen. Sie sind Anhänger des Gottes Shiva und haben sich von allem Weltlichen losgesagt. Für sie zählen nicht materielle Güter. Ihnen geht es darum göttliche Erlösung zu erlangen.
Manche von ihnen sind in sich gekehrt und leben in Askese, selbst mitten im Chaos von Varanasi. Andere dagegen spazieren freundlich lächelnd und weltoffen durch die Gegend. Sie suchen das Gespräch, bzw. mangels ausländischer Sprachkenntnisse geben sie zu verstehen, dass sie gerne fotografiert werden möchten — natürlich gegen einen entsprechenden Obolus. Auch die Inder geben gerne eine kleine Spende, erhoffen sie sich doch dadurch ein besseres Kharma.
Andere Sadhus wiederum möchten, dass ich mich erstmal in Ruhe zu ihnen setze. Die meisten sind malerisch gekleidet und bemalt. Einige — sie sind die Ausnahme — erinnern mich mit ihrem gewöhnungsbedürftigem Outfit eher an Zirkusclowns.



Highlights & Sehenswürdigkeiten von Varanasi
Die Verbrennungs Ghats: Manikanika Ghat & Harishchandra Ghat

Wer an Varanasi denkt, hat sicher in den meisten Fällen neben den Sadhus die heiligen Verbrennungsstätten am Ufer des Ganges vor Augen. Es gibt nur zwei: Den Harishchandra Ghat und den Manikarnika Ghat.
Der bei weitem größere ist der Manikanika Ghat. Laut Wikipedia ist es allerdings in Wirklichkeit nicht — wie überall geschrieben — der Manikanika Ghat sondern der Jalasen Ghat. Wie auch immer, es ist eine bizarre Szenerie.
Von meiner Unterkunft, dem Ganpati Guest House, ist es nur ein kurzer Weg dorthin.
Ich bin öfter dort, um mir die Zeremonien anzuschauen. 7 Tage die Woche, rund um die Uhr werden hier Leichen hergebracht um auf den zahlreichen Scheiterhaufen verbrannt zu werden, begleitet von den Shanti-Gesängen ihrer Familie.
Dem Glauben der Hindu-Religion nach ist es offensichtlich so, dass nur wer in Varanasi eine Feuerbestattung hat, seine Seele ins immerwährende Glück, ins Nirvana eingeht. Das geht soweit, dass die Toten aus der ganzen Welt hierhergebracht werden. Und, wenn sich eine Einäscherung in einem anderen Land partout nicht umgehen lässt, wird zumindest versucht die Asche nach Varanasi zu bringen, um sie im Ganges zu zerstreuen.
Je höher die Kaste des Verstorbenen, desto näher am Ganges wird der Leichnam verbrannt. Schwangere Frauen, Kinder, an einem Schlangenbiss gestorbene und Sadhus werden nicht verbrannt, sie werden im Ganges versenkt.
Rund 3 Stunden dauert es bis ein Mensch zu Asche verbrennt. Die Asche — und auch die nicht verbrannten Körperteile — werden anschließend im Ganges verstreut.
Das benötigte Feuerholz wird von weit hergeholt und ist eine schwere finanzielle Bürde für die Familie. Überall rund um den Ghat sind die Händler mit ihren Waagen und Unmengen von aufgeschichtetem Holz angesiedelt.

Ich beobachte die Verbrennungszeremonien und das chaotische Treiben ringsum. Ab und zu trifft mich die Hitzewelle eines Feuers. Touristen, sowie Inder, beobachten das Spektakel. Auf einem kleinen Vorsprung — quasi an vorderster Front — steht ein scheinbar desinteressierter Asiate. Dagegen spricht allerdings, dass er mit einer Batterie von Kameras mit langen Objektiven bewaffnet ist. Dabei ist fotografieren streng verpönt, es sei denn man hat eine Erlaubnis der Angehörigen.
Überall beobachten einen die Umstehenden neugierig, misstrauisch oder auch feindselig! Und wehe man versucht ein Foto zu machen!
Permanent wird man angequatscht, um von selbst ernannten Guides „aufgeklärt“ zu werden. Natürlich gegen eine kleine “Spende”.
Dazwischen streunende Hunde, hier und da eine Kuh, die gerade dabei ist auf die Treppe zu scheissen.
Allabendliches Ritual: Ganga Aarti am Dashashwemedh Ghat


Unvergesslich während meiner Zeit in Varanasi sind mir die eindrucksvollen und aufwendigen Pujas (rituelle Verehrung im Hinduismus oder Buddhismus) geblieben.
Das Ganga Aarti ist ein allabendliches Ritual. Durch die Zeremonie führen 5 Brahmanen, die synchron mit Feuerstäben und Rauchgefäßen zu monotonen Rhythmen hantieren. Dabei verehren sie die Gottheit Shiva, den Fluss Ganges und das gesamte Universum mit einer feierlichen Lichterzeremonie mit Gesängen und Feuer. Beginn ist um ca 18 Uhr — die Zeit richtet sich nach dem Sonnenuntergang — vor unzähligen Zuschauern, Indern und Touristen gleichermaßen. Man hat den Eindruck, dass sich hier die komplette Stadt incl aller Touristen versammelt hat. Dauer des faszinierenden Spektakels ungefähr 1 Stunde.
Wenn man rechtzeitig da ist und mit viel Glück kann man einen Stuhl ergattern. Ansonsten sitzt man auf den Stufen des Ghats oder auf einem der Boote im Ganges. Die sind aber meistens reserviert für Reisegruppen.
Eine entsprechende, morgendliche Zeremonie gibt es anscheinend auch. Die findet wohl ab ca 5:15 Uhr — je nach Sonnenaufgang — am Assi Ghat statt.
Ich habe extra morgens in aller Herrgottsfrühe zum Sonnenaufgang ein Boot für die Fahrt auf dem Ganges gemietet, aber nichts dergleichen gesehen. Vielleicht war ich einfach zur falschen Zeit an der falschen Stelle?
Besuch des Affentempels Sankat Mochan und Durga Tempel
Der Sankat Mochan und der Durga Tempel sind zwei der berühmtesten und historisch bedeutsamsten hinduistischen Heiligtümer in Varanasi. Man kann ihren Besuch miteinander verbinden, da sie nur etwa 800 Meter voneinander entfernt liegen.
Der Sankat Mochat ist dem Affengott Hanuman gewidmet und wird oft als Monkey Temple bezeichnet, da auf seinem Gelände besonders viele Affen unterwegs sind.Der Durga Tempel ist der göttlichen Mutter Durga gewidmet. Du kannst ihn nicht verfehlen, da er an der Hauptstraße liegt und ob seiner auffallend roten Farbe nicht zu übersehen ist!
Besuch des “Goldenen Tempels” Kashi-Vishwanath
Der Kashi-Vishwanath-Tempel, auch bekannt als der Goldene Tempel von Varanasi, ist dem Gott Shiva gewidmet. Er ist einer der heiligsten Hindutempel Indiens.
Ich habe dort immer wieder mehrere Hundert-Meter-lange-Schlangen erlebt, die sich über mehrere Blocks erstrecken! Das soll einen aber nicht vom Besuch abhalten, denn als Tourist (Eingang 2!) wird man an der Schlange vorbeigewunken! Man muss seinen Pass dabeihaben und sich registrieren. Persönliche Gegenstände werden in einem Schließfach deponiert. Eintritt ist kostenlos.
Im Tempel selbst kann man leider nicht alles fotografieren. Auch kommt unsereins nicht ins Innerste.
Davon unabhängig war der Boden — man muss barfuß sein — extrem siffig und unangenehm klebrig.

Restaurants / Cafés im Altstadtteil Dashashwamedh
Abendessen im Ganga Fuji
Den Besuch des Ganga Fuji Restaurant kann man gut mit dem Goldenen Tempel verbinden. Das Restaurant befindet sich in derselben Gasse, ca 70 Meter vor dem Golden Temple auf der linken Seite. Der Besitzer berät die Gäste zur Essensauswahl und würzt nach den individuellen Wünschen.
Warnung: Achtung vor der ausgeschilderten Fake-Kopie. Das war zu meiner Zeit eher ein einfacher Homestay. Man gelangt über eine steile Treppe zu einem einsamen, verwaisten Rooftop-Restaurant. Die Umgebung war sehr dunkel.
Blue Lassi — Mein Tipp für ein (Lassi-)Highlight


Adresse: CK-12/1 Kachowri Galichowk
Tipp: Das Blue Lassi ist eine Institution und touristischer Hotspot. Geführt als reiner Familienbetrieb. In dem kleinen, einfachen Shop gibt es ausschließlich frisch zubereiteten Lassi in zig leckeren Varianten. Der Laden ist meistens gut besucht. Ich war mehrfach dort, weil er mir so gut gefallen hat. Das Blue Lassi liegt in einer extrem schmalen Fußgängergasse. Befindet sich in der Nähe vom Verbrennungsghat / Manikanika Ghat.
Zugang von der Hauptstraße oder auch vom Verbrennungsghat.



In dieser superschmalen Gasse kommen häufig Leichenträger in gefährlichem Laufschritt mit dem in weißes Tuch gehüllten Leichnam auf einer Bahre auf dem Weg zum Manikanika Ghat vorbei. Im Schlepptau die Familie und die Verwandten. Alle eint ein ritueller Sprechgesang.
ACHTUNG: So pittoresk es für Touristen sein mag, es ist nicht ungefährlich für Passanten, die nicht rechtzeitig ausweichen und in einen Hauseingang bzw. ins Blue Lassi flüchten können.
Keshary Restaurant
Das Keshary liegtnahe beim Godowlia Crossingin der Fußgängerzone (Dashashwamedh Road). Wurde mir von einem Local empfohlen. Entsprechend gut und gerne von Einheimischen besucht.
Niyati Cafe
Hinter Rashmi Guest House: Kuschelige Wohnzimmer-Atmosphäre mit nur 4 Tischen. Das frisch zubereitet Thali soll gut sein. Öffnungszeiten: 8 — 21:30 Uhr.
Dosa Café & Restaurant
Ein paar Schritte entfernt in derselben Gasse wie das Niyati Cafe liegt das „Wohnzimmer“ vom Dosa Café. Regionale Küche. Gute Karte, die alles genau erläutert.
Dolphin Restaurant
Das Dolphin trhont über dem Manmandir Ghat. Ich bezeichne das Dolphin als ein gediegenes Restaurant mit gehobenen Preisen. Gute Lage am Ghat mit Blick auf den Ganges. Es gibt ein klimatisiertes Restaurant und das gleiche Restaurant nochmal darüber als offenes Rooftop-Restaurant. Auf die Frage, ob ich ein Bier wolle hat es mir allerdings beim Preis von 500 Rupien für die Dose den Appetit verdorben und ich bin gleich wieder gegangen.
Hotel Guleria Kothi (Bhonsale Ghat)
Der Bhonsale Ghat liegt ca 300 Meter hinter dem Verbrennungs-Ghat. Dort gibt es das gehobene Hotel Guleria Kothi mit einer schönen Terrasse, direkt an der Promenade. Ich sitze gerne hier, allerdings sind es stolze Preise. So steht zB mein Cappucino mit 145 Rupien auf der Karte. Dazu kommen dann nochmal Steuer, sodass der Kaffee sportliche 170 INR kostet.
Kurz vor dem Hotel Guleria Kothi liegt unterhalb vom Hotel East View der Scindia Ghat. Hier herrschte bei meinen Besuchen immer viel Betrieb mit badenden Jungen auf der Badeinsel.
Unterkünfte in Varanasi

Varanasi Ganpati Guest House bzw. Homestay D.3/24, Meer Ghat; Freundliches Personal. Lage quasi direkt am Ganges. Nahe zum Verbrennungs Ghat / Manikanika Ghat. Vom Kreisel die Fußgängerzone bis zum großen Steintor auf der linken Seite. Da durch gehen und nach ca 10 m die schmale Gasse rechts rein — oben drüber steht To Golden Temple (dafür folgt man dann der Hauptgasse geradeaus). Dann muss man sich rechts halten und ein paarmal fragen. Ist sehr bekannt.
Das daneben liegende Alka Hotel ist einfacher, preiswerter, hat aber eine noch schönere Terrasse mit Aussicht zum Ghat als das Ganpati!
Für die letzte Nacht musste ich ins Haupthaus umziehen: Zimmer war teurer (3.400 Rupien incl Tax), aber definitiv nicht besser. Winziges Bad bei dem es ein Akt war sich auf’s Klo zu setzen!
Sowohl das Ganpati als auch das Alka Hotel sind nahe zum großen Verbrennungsghat / Manikanika Ghat und zur Ganga Aarti Zeremonie!
Beliebt scheint das Coco Cabana im wuseligen Zentrum zu sein?!
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Taxipreise
Pick Up vom Bahnhof: 700 Rupien mit dem Taxi. Das war allerdings 2019 und dürfte mittlerweile teurer sein!
Ebenfalls im Januar 2019 habe ich mit dem Taxi einen Tagesausflug nach Allahabad (130 km einfache Strecke) gemacht. Anfangspreis vor Verhandlung war 5.000 Rupien für Hin- und Rückfahrt. Nach zähen Verhandlungen habe ich die Taxifahrt für 2.800 Rupien bekommen.
Taxi zum Airport normal für 1.000 Rupien. Mein Preis: 700 INR.

Beste Reisezeit
Ich war im Januar in Varanasi. Es war heiß und durchgehend Sonnenschein.
Hochsaison & beste Reisezeit: Oktober bis März. Sonnig, trocken und angenehm warm. Die beste Reisezeit für Varanasi sind die kühleren und trockenen Monate von Oktober bis März. Die Temperaturen liegen tagsüber meist zwischen 20 °C und 30 °C. Besonders von Dezember bis Februar ist es ideal für Erkundungen. Allerdings kann es dann morgens und abends kühl werden.
April bis Juni: Extreme Hitze mit Temperaturen bis zu 45 Grad. Hohe Luftfeuchtigkeit.
Juli bis August bzw. September: Regenzeit mit hoher Luftfeuchtigkeit. Es kann zu Überschwemmungen an den Ghats kommen.
Fazit: Varanasi – eine Stadt, die man erlebt haben muss
Varanasi ist laut, chaotisch, dreckig, manchmal anstrengend und definitiv nicht jedermanns Sache. Und genau deshalb ist die Stadt für mich eines der faszinierendsten Reiseziele Indiens. Nirgendwo sonst scheint das Leben so unmittelbar mit Religion, Tod und Spiritualität verbunden zu sein wie hier am Ganges.
Ob bei einer morgendlichen Bootsfahrt auf dem heiligen Fluss Ganges, beim Spaziergang von Ghat zu Ghat, bei der allabendlichen Ganga Aarti oder beim Beobachten der Sadhus und Pilger – Varanasi bietet Eindrücke, die man so schnell nicht vergisst. Besonders die Verbrennungs-Ghats machen deutlich, welchen Stellenwert Tod und Wiedergeburt im Hinduismus haben.
Man muss Varanasi nicht romantisieren. Das Gedränge, die permanente Ansprache durch Händler und selbsternannte Guides und die teilweise chaotischen Zustände können durchaus nerven. Trotzdem – oder gerade deshalb – gehört Varanasi für mich zu den Orten, die man bei einer Indienreise gesehen haben sollte.
Wer sich auf Varanasi einlässt, erlebt eine der ungewöhnlichsten und spirituellsten Städte der Welt. Für mich ist ein Besuch deshalb ein absolutes Muss bei einer Indienreise.






Kompliment und Respekt fuer diesen Reisebericht. Hochachtung, des Du eine solche Reise gemacht hast!!! Herzlich, Margit, die zwar Indien bereist hat, aber nicht in Varanasi war.
Hallo Margit,
merci für deinen Kommentar.
Übrigens geht es für mich morgen nach Kalkutta und anschließend weiter nach Sikkim und Darjeeeling. Von dort dann zu einem Trip durch Bhutan…
LG, Peter
PS Und irgendwann komme ich sicher nochmal nach LA