Indien
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Ham­pi Sehens­wür­dig­kei­ten + Tipps zu den schöns­ten High­lights

Hampi: Blick zum Monkey Temple

Zuge­ge­ben, ich habe ein Fai­ble für Orte wie Ang­kor, Machu Pic­chu, Tikal, Bagan, Petra, Abu Sim­bel, Lali­be­la oder die Chi­ne­si­sche Mau­er. Und da reiht sich dann für mich auch Ham­pi ein. Nun bin ich ja weiß Gott kein Archäo­lo­ge, aber allein der Gedan­ke bzw. der Besuch von die­sen Welt­kul­tur­er­be-Stät­ten lässt mich ins Träu­men kom­men.
Wie war es wohl damals zu leben?  

Blick vom Monkey Temple in Hampi

Blick vom Mon­key Temp­le

Info zu Ham­pi & Anrei­se

Die Tem­pel­rui­nen­stadt Vija­ya­na­gar ist ein 25 qkm gro­ßes Gelän­de. Zwi­schen dem 14. und 16. Jhdt. war Vija­ya­na­gar die mäch­tigs­te Hin­du-Stadt im Süden Indi­ens. Mit­ten­drin liegt heu­te das klei­ne Dorf Ham­pi Bazaar.
Seit 1986 gehört das Are­al mit sei­nen unzäh­li­gen Tem­peln und Rui­nen zum Welt­kul­tur­er­be der UNESCO. Aber es sind nicht nur die Tem­pel­res­te, son­dern die über­all ver­streu­ten, bizar­ren Fels­for­ma­tio­nen, die dem Ort eine ganz eigen­tüm­li­che Atmo­sphä­re ver­lei­hen.
Ham­pi ist ein Para­dies für Back­pa­cker genau­so wie für Kul­tur­in­ter­es­sier­te.
Hier will ich auf jeden Fall ein paar Tage blei­ben.

Straße in Hampi
Fast jedes Haus ist eine Unter­kunft, Restau­rant, Rei­se­bü­ro oder klei­ner Shop. Die Häu­ser haben maxi­mal einen ers­ten Stock. Dort befin­det sich dann oft ein Restau­rant. Man­che Häu­ser habe dann noch­mal eine klei­ne Dach­ter­ras­se mit frei­em Blick. Alles ist sehr ein­fach und scheint sich in den letz­ten Jah­ren nicht viel ver­än­dert zu haben.

Ich kom­me gera­de von den Anda­ma­nen und lan­de am spä­ten Nach­mit­tag in Hub­li (auch Hub­bal­li). Mein ambi­tio­nier­ter Plan ist es noch heu­te mög­lichst nahe an Ham­pi ran­zu­kom­men. Immer­hin sind es von Hub­li noch 160 km bis dort­hin. Mit etwas Glück schaf­fe ich es mit dem Zug nach Hos­pet, wo ich um 22 Uhr ankom­me und auch über­nach­te.

Am nächs­ten Mor­gen war­tet mein Tuk­Tuk-Fah­rer vom Vor­abend pünkt­lich vor mei­nem Hotel. Er wird mich die 12 km nach Ham­pi Bazaar brin­gen.
Ich habe nichts reser­viert und fah­re auf gut Glück erst­mal ins Rocky GH. Das ist dann lei­der voll und so lan­de ich für die ers­te Nacht in einem sub­op­ti­ma­len Zim­mer direkt gegen­über im Gopi Guest House (ab der zwei­ten Nacht gibt es dann ein grö­ße­res und bes­se­res Zim­mer im ers­ten Stock für 1.500  RP incl. Fan/Bad/Hot Water). Das Gopi GH hat auch ein schö­nes Roof­top Restau­rant und dar­über noch­mal eine klei­ne Dach­ter­ras­se mit Blick­rich­tung auf den nahe gele­ge­nen  Viru­pak­s­ha Temp­le (Shi­va Temp­le).

Erkun­dung von Ham­pi

Ham­pi hat zusam­men mit dem nächs­ten Ort nur ca 400 Ein­woh­ner. Ich bum­me­le durch die Gas­sen um mei­ne Erin­ne­run­gen auf­zu­fri­schen. Schließ­lich ist es auch schon wie­der knapp 20 Jah­re her, dass ich hier war.

Anschlie­ßend gehe ich zum Fluss und will im wun­der­schön gele­ge­nen Café Man­go Tree einen Tee trin­ken.
Ver­geb­lich.
Das Café ist ver­schwun­den!
Wie ich spä­ter erfah­re, wur­de es offen­sicht­lich von der Regie­rung an die­ser Ufer-Stel­le ver­bo­ten und muss­te schlie­ßen. Jetzt liegt es als Restau­rant direkt im Ort und ist ein Hot­spot.

Hampi: Badestelle mit Fährboot im Hintergrund

Bade­stel­le mit Fähr­boot im Hin­ter­grund

Spä­ter set­ze ich dann über den Tung­a­b­a­dra Fluss auf die ande­re Sei­te über (Über­que­rung: 50 RP bis 17:30 Uhr). Die­ser Teil von Ham­pi heißt Viru­pa­pur Gad­di.
Auf die­ser Sei­te gibt es qua­si nur die eine „Stra­ße“.
Auf der dem Fluss zuge­wand­ten Sei­te lie­gen die Unter­künf­te, Shops, Cafés, Restau­rants und klei­nen Rei­se­bü­ros.

Straße in Virupapura Gaddi

Viru­pa­pura Gad­di

Straße in Virupapura Gaddi

Auf der ande­ren Sei­te der Stra­ße lie­gen die satt­grü­nen Reis­fel­der. Dahin­ter sind die für die­ses Gebiet typi­schen Fel­sen und Stein­for­ma­tio­nen ver­streut. Offen­sicht­lich opti­ma­les Gelän­de für die Fans vom Boul­dern.
Wenn man die Stra­ße wei­ter­geht, kommt man zu einer gro­ßen, ver­fal­le­nen Brü­cke. Unmit­tel­bar danach gibt es dann wie­der eine ver­nünf­ti­ge, d.h. geteer­te Haupt­stra­ße.
Hier scheint wohl auch ein Treff­punkt zu sein, wenn man mit dem Nacht­bus nach Goa fährt.

Geführ­te Tem­pel­tour als Rad­tour

Am nächs­ten Tag bin ich um 9:30 Uhr am Ein­gang vom Viru­pak­s­ha Temp­le. Ich mache eine geführ­te Rad­tour. Der kom­pe­ten­te Gui­de She­kar Gou­da hat als 14-jäh­ri­ger mit dem Ver­kauf von Post­kar­ten begon­nen.
Die­se loh­nens­wer­te Grup­pen-Tour scheint täg­lich ab dem Tem­pel zu gehen. Man kann auch kurz­fris­tig dazu­sto­ßen. U.a. besich­ti­gen wir: 

  • Hema­ku­ta Temp­le / Kada­le­kalu Gane­sha
  • Krish­na Temp­le (gegen­über liegt ein 500 m lan­ger Bazar)
  • Lak­sh­mi Nar­as­ni­la Temp­le (mit restau­rier­ter Sta­tue)
  • Queens Bath
  • Königs­pa­last mit Geheim­zim­mer
  • The Step­ped Tank“ (Geo­me­tri­sche Anla­ge eines Was­ser­tanks)
  • Ran­ga Temp­le ((Mid­ha­va)
  • Hazara­r­a­ma Temp­le (beson­ders schö­ne Car­vings)

Der Abschluss ist dann auf dem Rasen vor dem Shi­va Under­ground Temp­le ein Pick­nick-Lunch.  

Queens Bath im Royal Enclosure in Hampi

Queens Bath im Roy­al Enclo­sure

Elephant Stables in Hampi

Ele­phant Sta­bles im kos­ten­pflich­ti­gen Teil des Roy­al Enclo­sure

View­point für den schöns­ten Son­nen­un­ter­gang

Abends gehe ich zum Son­nen­un­ter­gang auf den Matan­ga Hill. Das ist der Berg am Ende des Ham­pi Bazar. Es gibt unre­gel­mä­ßi­ge Stu­fen und sieht schwie­ri­ger aus als es dann ist. Letzt­lich dau­ert es aber nicht län­ger als 20 Minu­ten.
Oben hat man einen gran­dio­sen Rund­blick.
Bei mei­nem Besuch geht die Son­ne auch brav in einem glut­ro­ten Ball unter.
Alter­na­tiv:
Son­nen­un­ter­gang am Sun­set Point beim Hema­ku­ta Hill.
Wer es etwas locke­rer ange­hen möch­te, nimmt direkt beim Dorf den genau­so popu­lä­ren und schö­nen Auf­stieg vom Viru­pak­s­ha Temp­le zum Aus­sichts­punkt auf dem Hema­ku­ta Hill. Das ist ein leich­ter Auf­stieg. Dort befin­det man sich in der Gesell­schaft vie­ler Affen.

Besich­ti­gung des Anja­na Matha Temp­le (Mon­key Temp­le)

Am nächs­ten Mor­gen will ich zum Mon­key Temp­le auf der ande­ren Sei­te vom Fluss.
Gleich nach dem Über­set­zen wer­den einem Scoo­ter ange­bo­ten. Sie wer­den einem qua­si nach­ge­schmis­sen. Der Kon­kur­renz­kampf scheint hart. Ich habe mir also einen für 200 RP aus­ge­lie­hen und bin zum Mon­key Temp­le an der Haupt­stra­ße gefah­ren. Dort muss man end­lo­se Trep­pen hoch­stei­gen, wird dafür aber mit einem tol­len Weit­blick belohnt.  

Plateau vom Monkey Tempel in Hampi

Pla­teau vom Mon­key Tem­pel

 

Hampi: Blick vom Monkey Temple

Blick vom Mon­key Temp­le

Nach mei­ner Rück­kehr nach Ham­pi gehe ich zu Fuss zum Vitt­ha­la Temp­le.
Man biegt in Ham­pi Bazaar vor der Poli­zei­sta­ti­on links ab. Dort ist es noch gut aus­ge­schil­dert und der Weg ist bis zum ers­ten Tem­pel qua­si frisch mit gro­ßen Stei­nen ver­legt. Danach muss man sich immer etwas links hal­ten. Die Beschil­de­rung ist ab hier aber dürf­tig. Vom Bazar sind es viel­leicht 2 Kilo­me­ter.
Beim Tem­pel muss man dann ein Ticket kau­fen, das am sel­ben Tag auch noch für das Roy­al Enclo­sure und das klei­ne Muse­um gül­tig ist. Also auf­he­ben!
Der beein­dru­cken­de Vitt­ha­la Temp­le ist sicher eines der wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten von Ham­pi. Vor allem der Pro­zes­si­ons­wa­gen (Sans­krit: Ratha). Er besteht ganz aus Stein und ist reich mit Figu­ren ver­ziert.
Mein Tipp: Man kann sich auch mit dem Tuk­Tuk auf einer wei­ten Anfahrt durch die schö­ne Land­schaft hier­her­brin­gen las­sen. Das letz­te Stück wird dann mit einem Elek­tro­fahr­zeug zurück­ge­legt.

Vitthala Temple in Hampi
Vitthala Temple in Hampi
Prozessionswagen im Vitthala Temple
Da ich jetzt schon­mal das Tages­ti­cket habe, bin ich mit einem Tuk­Tuk noch­mal zum
Roy­al Cent­re gefah­ren. Die Außen­an­la­gen habe ich schon bei der Rad­tour besich­tigt. Jetzt kommt noch­mal der Ticket­be­reich, das Zana­na Enclo­sure, dazu. Das war frü­her der von Wach­tür­men umge­be­ne Wohn­be­reich der Frau­en. Jetzt gibt es gepfleg­te Rasen­flä­chen, einen Muse­ums­raum, den Wacht­turm, die Ele­phant Sta­bles und vor allem das beein­dru­cken­de Lotus Mahal. Es ist ein Haus, wel­ches der König für sei­ne Köni­gin gebaut hat. Das hat mir in der Abend­son­ne am bes­ten gefal­len.
  Wie­der zu Hau­se beob­ach­te ich beim abend­li­chen Tee von mei­ner Dach­ter­ras­se, wie die Locals ver­su­chen die zahl­rei­chen Affen zu ver­scheu­chen.

Lotus Mahal in Hampi

Lotus Mahal

Unter­künf­te & Hotels in Ham­pi

Es gibt in Ham­pi Bazar ca 30 — 35 Unter­künf­te über­wie­gend ein­fa­cher Natur. Luxus-Unter­künf­te oder auch nur „geho­be­ne“ soll es aber auch in der Umge­bung geben.
Über­sicht über Unter­künf­te in Ham­pi

Ich habe im Gopi Guest House gewohnt (gutes Eck­zim­mer Nr. 9 im ers­ten Stock, mit Fan, ohne AC 1.500 RP). Die AC-Zim­mer lie­gen im Haupt­haus. Die Zim­mer ohne AC, schräg gegen­über im Eck­haus.
Direkt gegen­über liegt das popu­lä­re Rocky GH.
Am Ende die­ser Gas­se liegt das Archa­na Guest House River View. Es hat 10 Zim­mer in 2 Häu­sern mit Non AC & AC (1.200 / 1.500 Rupi­en). Freund­li­cher Besit­zer. Hat mir gut gefal­len, vor allem das Roof­top-Restau­rant im ers­ten Stock mit Blick auf die Bana­nen­stau­den, den Fluß und die gegen­über­lie­gen­de Sei­te von Ham­pi. Ein paar Häu­ser wei­ter, an einer Ecke, liegt das ein­fa­che, aber bei Back­pa­ckern belieb­te Fun­ky Mon­key Home Stay.

Verkaufsstand in Virupapura Gaddi

Restau­rants in Ham­pi

Geges­sen habe ich — abge­se­hen vom Gopi GH — u.a. im Old Chill Out mit Blick auf die Bana­nen­stau­den. Es gibt Tische und die übli­chen Matrat­zen auf dem Boden.
Ravi’s Rose: Dass sie mich in die­sem Roof­top-Restau­rant als ers­tes frag­ten, ob ich ein Bier wol­le, fand ich erst­mal ganz sym­pa­thisch. Als der bestell­te “kal­te Kaf­fee” aber lau­warm war und mein Shak­s­hu­ka lieb­los und unter aller Sau war, habe ich gezahlt und bin gegan­gen. Die Mos­ki­to­bis­se (oder Flö­he?) hat­te ich da schon fast ver­ges­sen.

Das Man­go Tree Restau­rant läuft wie Bol­le und ist eigent­lich immer gut besucht. Man kann auf Stüh­len an Tischen sit­zen oder auf  Matrat­zen an fla­chen Tischen lagern. Ich kann mich noch gut dar­an erin­nern, wie es bei mei­nem letz­ten Auf­ent­halt vor vie­len Jah­re ein male­ri­sches Café auf meh­re­ren Ter­ras­sen am die­sei­ti­gen Ufer des Tung­a­b­a­dra Flus­ses war.  2012 muss­te die­se Loca­ti­on aus „poli­ti­schen“ Grün­den auf­ge­ge­ben wer­den. Dann hat es im Ort wie­der auf­ge­macht. Es ist zwar nach wie vor ein Hot­spot, aber bei wei­tem nicht mehr so schön und idyl­lisch wie frü­her. Scha­de!

Unter­künf­te auf der ande­ren Fluss­sei­te in Viru­pa­pura Gad­di

In Viru­pa­pura Gad­di, also auf der ande­ren Sei­te vom Fluss, ist offen­sicht­lich mehr die Back­pa­cker Frak­ti­on ver­tre­ten. Die­se Sei­te scheint etwas chil­li­ger zu sein.

Sai Pla­za Guest House & River View Restau­rant liegt gleich am Anfang, hat einen schö­nen Gar­ten & Restau­rant mit Aus­sicht. Güns­ti­ge Prei­se!

Das Gol­den Beach Resort hat bun­te Hüt­ten direkt am Reis­feld. Die Eigen­tü­mer haben aber nicht den bes­ten Ruf. 

Die meis­ten Unter­künf­te lie­gen auf der dem Fluss zuge­wand­ten Sei­te, zB hat das R.K. Resi­den­cy ein Restau­rant (natür­lich mit Matrat­zen am Boden) und Zim­mer mit Fan/Bad zu einem Reis­feld und zur Fluß­sei­te für 1.000 RP bzw. zum Innenhof/Garden View für 600 Rupi­en. Sie betreu­en seit neu­es­tem auch das schräg gegen­über­lie­gen­de Restau­rant vom Gol­den Beach Resort.

Restau­rant Laug­hing Bud­dha

 

Restaurant Laughing Buddha in Virupapura Gaddi

Laug­hing Bud­dha in Viru­pa­pura Gad­di

 Mein Favo­rit ist das ruhig gele­ge­ne Restau­rant Laug­hing Bud­dha (sie haben auch 3 oder 4 ein­fa­che Zim­mer). Ich hät­te hier ger­ne auch abends geges­sen. Das ist aber ungüns­tig, weil die letz­te „Fäh­re“ bereits um 17:30 Uhr nach Ham­pi Bazar zurück­fährt. (Ach­tung: man kann even­tu­ell auch noch spä­ter fah­ren, muss dann aber einen hor­ren­den Preis bezah­len!) So habe ich dort am Nach­mit­tag ein zwei­tes, lecke­res Früh­stück, Fruit Müs­li mit Curd & Honey genos­sen und gechil­led. Schö­ner Blick auf den Fluss und das gegen­über­lie­gen­de Ufer mit dem Viru­pak­s­ha Temp­le im Hin­ter­grund.

Laughing Buddha in Virupapura Gaddi

Anrei­se nach Ham­pi / Wei­ter­rei­se von Ham­pi

Zug
Wenn du von wei­ter ent­fern­ten Städ­ten hier­her kommst, zB von Chen­nai, Mum­bai, Ban­ga­lo­re, Delhi oder Kolka­ta ist das nächst­ge­le­ge­ne Ziel der Ver­kehrs­kno­ten­punkt Hos­pet Jn (HPT). Von dort sind es nur 12 km bis Ham­pi.

Bus
Bus­se kann man online über die Web­sei­te von red­bus buchen.
Tipp: Bei Slee­per­bus­sen unbe­dingt dar­auf ach­ten, dass man eine Ein­zel­lie­ge bucht! Mög­lichst die unte­re Lie­ge.

Flug­zeug
Mei­ne Anrei­se war über den nächs­ten Flug­ha­fen: Hub­li (der hat wegen der Namens­um­stel­lun­gen in Indi­en auch noch ande­re Namen!). Aller­dings sind es von Hub­li noch 160 km bis Hos­pet.

Ich kam nach­mit­tags um Vier­tel nach 5 an. Zum Glück konn­te man mir gleich sagen, wann noch ein Zug nach Hos­pet geht. Es war dann easy die mit dem Taxi (die Tuk­Tuks ste­hen 300 m wei­ter an der Haupt­stra­ße) in die Stadt zum Bahn­hof zu gelan­gen (rund 10 km, 150 Rupi­en). Mit dem Tuk­Tuk hät­te ich das nicht recht­zei­tig geschafft! Mit Glück und ohne Schlan­ge am Schal­ter — mein Zug soll um 18:20 Uhr nach Hos­pet fah­ren — habe ich für 60 RP ein Ticket ohne Platz­re­ser­vie­rung bekom­men. Nach 4 Stun­den errei­che ich Hos­pet.
Es gibt auch jede Men­ge KTCL-Bus­se von Hub­li (Fahr­zeit 5 Stun­den)

Ver­kehrs­kno­ten­punkt Hos­pet
Von Hos­pet nach Ham­pi (ca 12 km) mit Tuk­Tuk für 250 Rupi­en.

Wei­ter­rei­se von Ham­pi
Eine Über­sicht für Bus­fahr­ten fin­dest du bei Red­bus 
Man kann mit dem Zug ab Hos­pet fah­ren oder den Flie­ger ab Flug­ha­fen Hub­li (ca 160 km) neh­men.
Bus Ham­pi — Ban­ga­lo­re um 22:20 Uhr von Ham­pi Bazar
Bus Ham­pi — Mys­o­re um 22:00 Uhr von Ham­pi Bazar

Von Ham­pi nach Goa

Bus­se von Pau­lo Tra­vels fah­ren um 19:30 ab Hos­pet. Obwohl es über die Web­sei­te güns­ti­ger war, habe ich über mei­ne Unter­kunft gebucht und 1.400 RP für Nachtbus/Sleeper/AC bezahlt. 

Der Bus hat am nächs­ten Mor­gen 4 Stops: 

  1. Chau­di (oder Cana­co­na?) für Palo­lem, Agon­da, Cola etc. 
  2. Mar­gao 
  3. Pan­jim 
  4. Mapu­sa (zB für Anju­na)

Direkt ab Ham­pi Bazar gibt es um 19 Uhr auch einen Non AC-Slee­per-Bus nach Pan­jim (Ankunft: 6 am).

Mei­ne Tipps zu den 6 schöns­ten Sehens­wür­dig­kei­ten  von Ham­pi

  1. Viru­pak­s­ha Temp­le
    Der direkt im Zen­trum von Ham­pi Bazaar gele­ge­ne Viru­pak­s­ha Temp­le hat ein beson­de­res Flair. Da er ein noch akti­ver Tem­pel ist, zieht er zahl­rei­che Pil­ger an. Ich habe hier tags­über und auch in der Dun­kel­heit meh­re­re Fes­ti­vi­tä­ten und Pro­zes­sio­nen erlebt. Der Haupt­tem­pel liegt im zwei­ten Innen­hof. Neben den fre­chen Affen gibt es auch die Ele­fan­ten­da­me Lak­sh­mi. Gegen einen klei­nen Obo­lus legt sie den Besu­chern ihren Rüs­sel auf den Kopf. Was wie ein seg­nen aus­sieht und für vie­le ein High­light zu sein scheint, hat mich aber run­ter­ge­zo­gen. Ist nicht so mein Ding!
    Blick vom Laughing Budddha zum Virupaksha Temple

    Blick vom Laug­hing Budd­dha zum Viru­pak­s­ha Temp­le

    Virupaksha Temple, Detail

    Viru­pak­s­ha Temp­le: Detail

  2. Rad­tour zu den High­lights
    Bei der wei­ter oben beschrie­be­nen Rad­tour zu den High­lights bekommt man einen guten Über­blick und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zur Tem­pel­rui­nen­stadt Vija­ya­na­gar. Start der Tour beim Ein­gang vom Viru­pak­s­ha Temp­le. Am Vor­abend buchen oder ein­fach am Mor­gen um 9:30 Uhr (ohne Gewähr) bei der Ein­füh­rung vor Ort sein. In den Kos­ten von 600 RP sind auch die Räder und ein von der Frau des Gui­de gekoch­tes Lunch ent­hal­ten. Dau­er ca 4–5 Stun­den. Gui­de She­kar Gou­da Tel.: +91 94803 87145
  3. Vitt­ha­la Temp­le
    Neben der Rad­tour emp­feh­le ich den Vitt­ha­la Temp­le zu besu­chen. Weil er eine der bedeu­tends­ten Sehens­wür­dig­kei­ten ist, kos­tet er 600 Rupi­en Ein­tritt. Man kann — wie oben beschrie­ben — zu Fuß dort hin­ge­hen oder mit einem Tuk­Tuk bzw. Taxi fah­ren. Da die­ses Ticket auch für das Roy­al Enclo­sure gül­tig ist, soll­te man sich — in wel­cher Rei­hen­fol­ge auch immer — bei­de Orte anschau­en.

    Prozessionswagen im Vitthala Temple

    Pro­zes­si­ons­wa­gen im Vitt­ha­la Temp­le

  4. Roy­al Enclo­sure
    Das Roy­al Enclo­sure kos­tet Ein­tritt, wobei das Ticket am sel­ben Tag auch für den o.a. Vitt­ha­la Temp­le gül­tig ist. Die Außen­an­la­ge ist kos­ten­frei und habe ich bereits im Rah­men der Rad­tour besich­tigt. Inner­halb des kos­ten­pflich­ti­gen Bereichs liegt ein ein­fa­cher Muse­ums­raum, die Ele­fan­ten­stäl­le, der Wacht­turm und das Lotus Mahal.
    Lotus Mahal im Royal Enclosure in Hampi

    Lotus Mahal

    Lotus Mahal in Hampi

    Lotus Mahal

  5. Anja­na Matha Temp­le (Mon­key Temp­le)
    Um den Mon­key Temp­le (mein Titel­bild) zu besu­chen, muss man mit dem klei­nen Boot auf die ande­re Sei­te von Ham­pi.
    Rol­ler mie­ten, an der Stra­ße etwas Ben­zin tan­ken und dann geht es auf der Haupt­stra­ße zum Anja­na Matha Temp­le. Der Mon­key Temp­le gilt als die Geburts­stät­te des indi­schen Got­tes Hanu­man. Es lohnt sich die 575 Stu­fen empor­zu­stei­gen.
    Für mich war das eigent­lich Erleb­nis nicht unbe­dingt der Tem­pel, son­dern die atem­be­rau­ben­de Aus­sicht über die umlie­gen­den Täler und die Fels­land­schaft von Ham­pi.
    Ein beson­de­res Erleb­nis ist es sicher hier oben den Son­nen­auf oder ‑Unter­gang zu erle­ben.
    Blick vom Monkey Temple in Hampi

    Blick vom Mon­key Temp­le

    Ach­tung: wenn man abends noch zurück nach Ham­pi Bazaar muss, hat man ein Pro­blem bei der Fluss­über­que­rung!

  6. Son­nen­auf­gang & Son­nen­un­ter­gang in Ham­pi
    Für den Son­nen­auf­gang oder ‑unter­gang, kommt hier noch­mal mei­ne Emp­feh­lung den Matan­ga Hill zu bestei­gen oder direkt im Zen­trum beim Viru­pak­s­ha Temp­le zum View­point auf den Hema­ku­ta Hill zu gehen.
    Ich könn­te jetzt gar nicht sagen, wel­chem von bei­den ich den Vor­zug geben wür­de. Bei­de haben ihren eige­nen Reiz!
    Wenn man auf der ande­ren Seit vom Tung­a­b­a­dra Fluss wohnt, bie­tet sich für bei­des natür­lich der Mon­key Temp­le an!

    Blick vom Matanga Hill am Abend

    Blick vom Matan­ga Hill am Abend

Bei­trä­ge über Strän­de in Goa

Mein Lieb­lings­strand Palo­lem Beach
Agon­da Beach und Umge­bung
Cola Beach — Goa-Strand für Indi­vi­dua­lis­ten
Anju­na Beach — Was wur­de aus dem Hip­pie­pa­ra­dies?

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4 Kommentare

  1. Sehr schö­ne Erin­ne­run­gen, die da zurück kom­men. Ich bin von Anju­na aus nach Ham­pi gefah­ren und dann wei­ter nach Gokar­na. In Ham­pi hab ich alles zu Fuß erle­digt, auch die etwas wei­ter ent­fern­ten Tem­pel.

  2. Hal­lo Peter! Total inter­es­sant und bestimmt eine Rei­se wert! Las­se mich ger­ne durch solch tol­le Arti­kel inspi­rie­ren. Dan­ke­schön.

    Lie­be Grü­ße, Jörg vom Wan­der- und Rei­se­b­log Outdoorsuechtig.de

  3. Barbara sagt

    Dann bin ich ja mal sehr gespannt, was du über die Anda­ma­nen denkst und schreibst … Ich hat­te mit dir zu Beginn des Jah­res mal gemailt, als wir von den Anda­ma­nen kamen und ich über die Phil­ip­pi­nen eine Info von dir gebraucht hat­te. Dei­nen Tipp mit dem Sugar Beach auf Negros haben wir übri­gens umge­setzt. DAA­AN­KE dafür! War so geni­al!!! Dort würd ich sofort wie­der hin .… die Anda­ma­nen müs­sen aus unse­rer Sicht nicht noch­mal sein.

    bes­te grü­ße
    bar­ba­ra

  4. Hal­lo Bar­ba­ra,
    kann mich an dei­ne Mail mit der akri­bi­schen Recher­che gut erin­nern. Ich hof­fe, dass ich die Anda­ma­nen noch die­sen Monat ein­stel­len kann, bin aber gera­de unter­wegs.
    Es freut mich, dass Euch Sugar Beach auch so gut gefal­len hat wie mir.
    BG, Peter

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