Japan
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Koya­san — Die hei­li­ge Berg­re­gi­on in Japan

Torodo-Halle / Halle der Lampen, Koyasan, Japan

Die abge­le­ge­ne Berg­re­gi­on Koya­san in der Prä­fek­tur Waka­ya­ma, süd­lich von Osa­ka, ist seit Jahr­hun­der­ten ein bedeu­ten­des reli­giö­ses und kul­tu­rel­les Zen­trum des Shin­gon-Bud­dhis­mus. Die­ser his­to­risch bedeut­sa­me Ort mit sei­nen zahl­rei­chen Sehens­wür­dig­kei­ten wie dem mys­ti­schen Oku­no­in-Fried­hof, Kon­go­bu­ji-Tem­pel, Dai­mon-Tor und dem Tem­pel­kom­plex Dan­jo Garan ist ein Top-High­light auf mei­ner Japan­rei­se zur Herbst­laub­fär­bung im November.

Anrei­se zum Koyasan

Japanische Anzeigetafel zur Zuganreise nach Koyasan

Die Anrei­se zum Koya­san ist etwas umständ­lich. Des­we­gen soll­test du genü­gend Zeit ein­pla­nen. Wenn du — so wie ich — von Kyo­to anreist, fähsrt du erst­mal mit der JR Tokaido/Sanyo Line oder der Nan­kai Koya Line (Nan­kai Elec­tric Rail­way) nach Osa­ka-Nam­ba. Von Osa­ka (s.u.) sind es unge­fähr zwei bis zwei­ein­halb Stun­den Fahrt.
Mein­Tipp: Eine gute Idee ist es über­schüs­si­ges Gepäck in einem der Schließ­fä­cher in Osa­ka zu las­sen und nur mit einem Day­pack nach Koya­san wei­ter­zu­fah­ren. In der spä­te­ren Seil­bahn­fahrt, vor allem aber im Bus in Koya­san, kann es ansons­ten Pro­ble­me geben!

Tipp: Da Koya­san in höhe­ren Lagen liegt, kann das Wet­ter beson­ders in den käl­te­ren Mona­ten wesent­lich küh­ler sein als in Kyo­to oder Osa­ka. Bei mei­ner Rei­se, Anfang Novem­ber, waren es abends gera­de mal 7 Grad. Tags­über war es son­nig und ange­nehm warm.

Anrei­se von Osaka

Von Osa­ka-Nam­ba (oder auch Shin-Ima­mi­ya) geht es mit einem der fünf täg­li­chen Limi­t­ed Express­zü­ge der Nan­kai Koya Line bis zum End­punkt Goku­ra­ku­ba­shi (es gibt aber auch noch die Express und Rapid Züge bei denen man aller­dings meis­tens in der Hash­i­mo­to Sta­ti­on umstei­gen muss). Von der Tal­sta­ti­on geht es in 5 Minu­ten mit der Koya­san-Seil­bahn (Koya­san-Rope­way) in einer land­schaft­lich schö­nen Fahrt den Berg hin­auf nach Koya­san. Von der Seil­bahn­sta­ti­on in Koya geht es anschlie­ßend noch­mal rund 10 Minu­ten mit dem Bus zu den ver­schie­de­nen Hal­te­stel­len auf dem Berg Koya. Die End­hal­te­stel­le ist der Oku­no­in-Fried­hof.
Die meis­ten Tem­pel und Unter­künf­te auf dem Koya­san sind zu Fuß erreichbar.

Tipp: Beson­ders in den Win­ter­mo­na­ten ist der Koya­san von Nebel oder Schnee bedeckt. Dann kön­nen die Betriebs­zei­ten der Kabel­bahn wet­ter­be­dingt variieren.

Unter­kunft in einem Shu­ku­bo im Kloster 

Vie­le Rei­sen­de ent­schei­den sich dafür in einem der zahl­rei­chen Klös­ter zu über­nach­ten, um die ein­zig­ar­ti­ge spi­ri­tu­el­le Atmo­sphä­re zu erle­ben. Von den über 100 Klos­tern bie­ten rund 50 Unter­künf­te für Pil­ger und Tou­ris­ten, ein „Shu­ku­bo“, an. Ein­fa­che, aber kom­for­ta­ble Zim­mer mit Tata­mi-Mat­ten und Futons.
In einem Vor­raum mei­nes Shu­ku­bo muss­te ich erst­mal mei­ne Schu­he — wie in vie­len japa­ni­schen Haus­hal­ten üblich -  gegen Pan­tof­feln tau­schen. Ent­ge­gen den Infos im Vor­feld hat­te mein Shu­ku­bo im Seki­sho In* sogar ein eige­nes Bad, Hei­zung, Heiz­de­cke, Inter­net und einen Flach­bild­fern­se­her!
Im Auf­ent­halt ein­ge­schlos­sen ist oft ein bereits um 17:30 Uhr statt­fin­den­des vege­ta­ri­sches Abend­essen, das Sho­jin Ryo­ri. Ent­spre­chend früh, näm­lich um 21 Uhr, wird die Unter­kunft geschlos­sen. Abends geöff­ne­te Restau­rants sind aber sowie­so so gut wie nicht vor­han­den. Am nächs­ten Mor­gen habe ich vor mei­ner Bus­ab­fahrt um 9 Uhr auch kein geöff­ne­tes Café gefunden.

Vegetarisches Abendessen, das "Shojin Ryori", im Shukubo in  in meiner Klosterunterkunft in Koyasan, Japan
Vege­ta­ri­sches Abend­essen, das “Sho­jin Ryo­ri” in mei­ner Klosterunterkunft

Im Shu­ku­bo hat man dar­über­hin­aus oft die Mög­lich­keit an den täg­li­chen Mönchs­ge­be­ten, Medi­ta­tio­nen oder der um 7 Uhr statt­fin­den­den, bud­dhis­ti­schen Mor­gen­ze­re­mo­nie teilzunehmen.

Tipp: Da Koya­san sehr beliebt ist, soll­te man die preis­lich oft recht hap­pi­ge Über­nach­tung sehr früh­zei­tig buchen! Das geht bei man­chen Klos­tern direkt oder über Buchungs­por­ta­le wie Booking.com*. Emp­feh­lens­wer­te Tem­pel­un­ter­kunft ist zB das Koya­san Syu­ku­bo Eko­in*. Eine preis­wer­te Unter­kunft ist das ein­fa­che Koya­san Guest­house Kokuu.
Ach­tung: Bei der Buchung dar­auf ach­ten, dass Ihr im Zen­trum von Koya­san wohnt!
Zur Not muss man ins 12 km ent­fern­te Hash­i­mo­to aus­wei­chen, hat dann aber nicht die Atmo­sphä­re!
Oft wird bei ein­fa­che­ren Unter­künf­ten nur Bar­geld akzeptiert.

Vegetarisches Abendessen, das "Shojin Ryori", im Shukubo in Koyasan, Japan
Vege­ta­ri­sches Abend­essen, das “Sho­jin Ryori”

His­to­ri­sche und kul­tu­rel­le Ent­wick­lung von Koyasan

Koya­san, auch bekannt als der Berg Koya, ist ein bedeu­ten­des Zen­trum des Shin­gon-Bud­dhis­mus in Japan und ein wich­ti­ger Ort für die reli­giö­se Pra­xis, Bil­dung und Kul­tur. Die his­to­ri­sche und kul­tu­rel­le Ent­wick­lung von Koya­san ist eng mit der Geschich­te des Bud­dhis­mus und der japa­ni­schen Gesell­schaft ver­bun­den.
Hier ist eine Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Ent­wick­lungs­pha­sen von Koyasan:

Grün­dung: Koya­san wur­de 816 n. Chr. von dem bud­dhis­ti­schen Mönch Kukai, auch bekannt als Kobo Dai­shi, gegrün­det. Er reis­te nach Chi­na, um bud­dhis­ti­sche Leh­ren zu stu­die­ren und brach­te den Shin­gon-Bud­dhis­mus mit nach Japan zurück. Koya­san wur­de der Ort, an dem er eine Klos­ter­an­la­ge errich­te­te und den Shin­gon-Bud­dhis­mus praktizierte.

Klos­ter­kom­plex: Im Lau­fe der Jahr­hun­der­te ent­wi­ckel­te sich Koya­san zu einem wich­ti­gen Zen­trum des Shin­gon-Bud­dhis­mus. Der Klos­ter­kom­plex auf dem Berg Koya besteht aus zahl­rei­chen Tem­peln, Schrei­nen, Pago­den und ande­ren reli­giö­sen Gebäu­den. Die­se archi­tek­to­ni­schen Meis­ter­wer­ke spie­geln die Kunst und Kul­tur ihrer Zeit wider.

Pil­ger­ort: Koya­san wur­de zu einem wich­ti­gen Pil­ger­ort für Anhän­ger des Shin­gon-Bud­dhis­mus und zieht immer noch Gläu­bi­ge aus ganz Japan und der Welt an. Der Shin­gon-Bud­dhis­mus ist mit sei­nen 12 Mil­lio­nen Anhän­gern heu­te eine der bedeu­tends­ten Reli­gi­ons­grup­pen Japans. Pil­ger kön­nen den Oku­no­in-Fried­hof besu­chen, der als der größ­te Fried­hof in Japan gilt und die Hei­mat des Mau­so­le­ums von Kobo Dai­shi ist.

Bil­dungs­zen­trum: Koya­san wur­de auch zu einem wich­ti­gen Bil­dungs­zen­trum für den Bud­dhis­mus und ande­re Wis­sen­schaf­ten. Die Grün­dung der Koya­san-Uni­ver­si­tät im Jahr 1875 unter­strich die Bedeu­tung des Ber­ges als Bildungseinrichtung.

Kul­tu­rel­le Bedeu­tung: Neben sei­ner reli­giö­sen Bedeu­tung hat Koya­san auch einen star­ken kul­tu­rel­len Ein­fluss auf Japan aus­ge­übt. Die Tem­pel und Kunst­wer­ke in Koya­san tra­gen zur Bewah­rung und För­de­rung der tra­di­tio­nel­len japa­ni­schen Kul­tur bei.

Welt­kul­tur­er­be: Im Jahr 2004 wur­de der Koya­san-Kom­plex von der UNESCO zum Welt­kul­tur­er­be erklärt, was sei­ne his­to­ri­sche und kul­tu­rel­le Bedeu­tung für die Mensch­heit unterstreicht.

Die wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten von Koyasan

Wie bereits erwähnt gehört Koya­san zum UNESCO Welt­kul­tur­er­be. Es gibt unglaub­lich vie­le Sehens­wür­dig­kei­ten und High­lights.
Ich beschrän­ke mich jetzt nur auf die wich­tigs­ten Sehenswürdigkeiten.

1. Oku­no­in-Fried­hof

Okunoin-Friedhof in Koyasan, Japan
Okunoin-Friedhof in Koyasan, Japan

Da ich ger­ne Fried­hö­fe besu­che, steht natür­lich der Koya­san-Fried­hof, auch bekannt als Oku­no­in-Fried­hof, bei mir an ers­ter Stel­le. Er ist einer der hei­ligs­ten Orte in Koya­san und gilt mit sei­nen 200.000 Grab­stät­ten und Gedenk­stei­nen als der größ­te Bud­dha­f­ried­hof in Japan. Er beher­bergt die Grab­stät­ten von Tau­sen­den von Mön­chen, Kai­sern, Sho­gu­nen, Adli­gen, Schrift­stel­lern, Schau­spie­lern und ande­ren wich­ti­gen Per­sön­lich­kei­ten. Sogar gro­ße Fir­men wie Toyo­ta, Pana­so­nic oder Nis­san haben hier Gedenk­stät­ten zu Ehren ver­stor­be­ner Mit­ar­bei­ter errich­tet. Kuri­os wird es, wenn ein Pes­ti­zid-Her­stel­ler ein Grab­denk­mal für alle getö­te­ten Insek­ten auf­stel­len lässt.
Lei­der sind die dazu­ge­hö­ren­den Erklä­rungs­ta­feln nur auf japanisch.

Ich habe den Oku­no­in wäh­rend mei­nes kur­zen Auf­ent­hal­tes sogar 3 mal besucht. Gleich nach mei­ner Ankunft, nach dem Abend­essen bei Dun­kel­heit und am nächs­ten Mor­gen um 7 Uhr. Bei jedem mei­ner Besu­che herrsch­te durch die unter­schied­li­chen Licht­stim­mun­gen eine ganz eige­ne, mys­ti­sche Stim­mung, die noch ver­stärkt wur­de durch die ver­ein­zel­ten Rufe der Krä­hen.
Tipp: Abends gibt es oft Füh­run­gen! Beim abend­li­chen Besuch ist eine Taschen­lam­pe nützlich.

Okunoin-Friedhof am Abend vor der Gokusho-Opferhalle, Koyasan, Japan
Oku­no­in-Fried­hof: vor der Gokus­ho-Opfer­hal­le am Abend 

Auf dem Oku­no­in-Fried­hof ruht der Grün­der des Shin­gon-Bud­dhis­mus Kukai, der nach sei­nem Tod den Ehren­titel Kōbō Dai­shi (Meis­ter der Lehrver­brei­tung) bekam, in einem Mau­so­le­um hin­ter der Later­nen­hal­le. Die Gläu­bi­gen sind über­zeugt, dass Kobo Dai­shi in einem ewi­gen Zustand der Medi­ta­ti­on ver­harrt und ihre Gebe­te erhört. Des­halb wird sein Mau­so­le­um zwei mal täg­lich mit fri­schem Essen und Tee ver­sorgt. Die­ses Ritu­al, bekannt als “Ewi­ger Dienst”, wird seit über 1.000 Jah­ren ohne Unter­bre­chung durch­ge­führt.
Umge­ben ist der Fried­hof von einem beein­dru­cken­den Zedern­wald, der eine mys­ti­sche und fried­li­che Atmo­sphä­re schafft. Die rie­si­gen, moos­be­wach­se­nen Zedern­bäu­me sind Hun­der­te von Jah­ren alt und tra­gen zur spi­ri­tu­el­len Aura des Ortes bei. Die Pago­den und Mau­so­leen, die sich zwi­schen den Bäu­men erstre­cken, sind Meis­ter­wer­ke der tra­di­tio­nel­len japa­ni­schen Bau­kunst.
Beson­ders ins Auge fal­len mir immer wie­der die  Jizō Bosa­tsu, Mönchs­sta­tu­en mit roten Kin­der­lätz­chen. Die­se Sta­tu­en wer­den von Eltern früh ver­stor­be­ner oder abge­trie­be­ner Kin­der auf­ge­stellt. Jizo, der Schutz­pa­tron früh ver­stor­be­ner Kin­der, erkennt die­se „Was­ser­kin­der“, die nur kurz in der Zwi­schen­welt des Mut­ter­lei­bes leb­ten, an die­sen roten Lätz­chen und gelei­tet sie zum Trost der Eltern sicher über den Fluss der Unter­welt ins Paradies.

Jizō Bosatsu auf dem Okunoin Friedhof in Koyasan
Jizō Bosa­tsu auf dem Oku­no­in Friedhof

Nahe der Ichi-no-hashi-Brü­cke, dem offi­zi­el­len Ein­gang zum Tem­pel­ge­län­de, liegt die Gokus­ho-Opfer­hal­le. Hier kön­nen die Besu­cher an den ver­schie­de­nen Bud­dha Sta­tu­en mit einer Kel­le Was­ser über die Mizu­mu­ke gie­ßen und so für ver­stor­be­ne Vor­fah­ren beten und um Glück bitten. 

Etwas wei­ter folgt die Gobyo-no-hashi-Brü­cke. Ab hier beginnt das Inners­te des Tem­pel­be­reichs. Hier liegt die Toro­do-Hal­le, die „Hal­le der Later­nen“ (s.u.).

Tipp: Ein Muss und High­light glei­cher­ma­ßen ist der Besuch der am Ende des 2 Kilo­me­ter lan­gen Weges durch den Fried­hof lie­gen­den Toro­do-Hal­le. Das ist die Haupt­hal­le für die im Lau­fe des Tages statt­fin­den­den Got­tes­diens­te. Die Toro­do-Hal­le beher­bergt in meh­re­ren Gän­gen vom Boden bis zur Decke ein Lich­ter­meer von weit über 10.000 gestif­te­ten Later­nen, die auf Ewig­keit leuch­ten. Drei von ihnen sol­len nie­mals erlo­schen sein: zwei von japa­ni­schen Kai­sern und eine von einer mit­tel­lo­sen Frau gespen­de­te Later­ne, die ihr Haar ver­kauf­te, um ihren ver­stor­be­nen Eltern die letz­te Ehre zu erwei­sen. Da die Later­nen­hal­le ab dem spä­ten Nach­mit­tag geschlos­sen ist, habe ich am nächs­ten Mor­gen in mei­nem Shu­ku­bo auf die Mor­gen­ze­re­mo­nie ver­zich­tet und bin in aller Frü­he dort­hin und war allei­ne dort. Sie ist ab 5 oder spä­tes­tens 6 Uhr geöff­net.
Unmit­tel­bar dahin­ter befin­det sich das Mau­so­le­um des hei­li­gen Kobo Dai­shi. Jeden Mor­gen um 6 Uhr und 10:30 Uhr brin­gen Mön­che von der Lam­pen­hal­le Spei­sen zu sei­ner Grab­stät­te. 

Koyasan: Mausoleum von Kobo Daishi
Mau­so­le­um von Kobo Daishi 

2. Der Kon­go­bu-ji-Tem­pel 

Eingangstor des Kongobu-ji Tempel, Koyasan, Japan
Ein­gangs­tor des Kon­go­bu-ji Tempel

Der Kon­go­bu-ji-Tem­pel wur­de im Jahr 816 von Kobo Dai­shi gegrün­det. Er ist der Haupt­tem­pel von Koya­san und das spi­ri­tu­el­le Zen­trum des Shin­gon-Bud­dhis­mus in Japan. Der Tem­pel­kom­plex beher­bergt vie­le wert­vol­le reli­giö­se Arte­fak­te. Er besteht aus meh­re­ren Gebäu­den, dar­un­ter das Haupt­ge­bäu­de des Tem­pels, die Kon­go­bu-ji-Hal­le, und den Ban­ryu­t­ei-Stein­gar­ten, der beson­ders bekannt ist für sei­ne Sym­bo­le und Dar­stel­lun­gen des Bud­dhis­mus. Er wur­de von Kobo Dai­shi selbst gestal­tet und ent­hält 140 Stei­ne, die einen Dra­chen darstellen.

3. Dan­jo Garan Tempelkomplex

Die rote Konpon Daito Pagode im Danjo Garan Tempel Komplex, Koyasan, Japan
Die rote Kon­pon Dai­to Pago­de im Dan­jo Garan Tem­pel Komplex

Der Dan­jo Garan ist ein gro­ßer Tem­pel­kom­plex mit über 20 Tem­peln und Gebäu­den. Er beher­bergt beein­dru­cken­de Gebäu­de wie zB die rie­si­ge, rote Kon­pon Dai­to Pago­de, die das Zen­trum des Dan­jo Garan bil­det. Sie sym­bo­li­siert den hei­li­gen Berg Meru und reprä­sen­tiert das Zen­trum des bud­dhis­ti­schen Kos­mos. Wei­te­re Sehens­wür­dig­kei­ten sind die Kukai gewid­me­te Fudo-do-Hal­le, die eine eine beein­dru­cken­de Sta­tue von Fudo Myoo, einem zor­ni­gen Bod­hi­s­att­va ent­hält. 

Die Grün­der­hal­le Mie­do gilt als der hei­ligs­te Ort auf dem Berg Koya. Sie ist aus­schließ­lich Kobo Dai­shi zur Medi­ta­ti­on vor­be­hal­ten. Nur am 21. März dür­fen Besu­cher nach einem beson­de­ren Got­tes­dienst das äuße­re Hei­lig­tum betre­ten und auf das Abbild des Grün­ders blicken.

Die aktu­el­len Bau­ten stam­men aus dem Jahr 1932, da vie­les zwi­schen­zeit­lich mehr­fach durch Brän­de zer­stört wur­de. 

4. Dai­mon-Tor

Daimon Tor in Koyasan, Japan © PetersTravel Peter Pohle
Dai­mon Tor

Das impo­san­te Dai­mon-Tor dient als Ein­gang zur Stadt Koya­san und ist ein beein­dru­cken­des Bei­spiel für die Archi­tek­tur des Bud­dhis­mus und ein belieb­ter Ort für Tou­ris­ten­fo­tos. Ursprüng­lich stand es wei­ter unten im Tal. Nach einem Brand wur­de es 1705 am jet­zi­gen Stand­ort wie­der aufgebaut.

Wei­te­re Koyasan-Sehenswürdigkeiten

Es ist für mich unmög­lich alle Sehens­wür­dig­kei­ten von Koya­san auf­zu­zäh­len, geschwei­ge denn zu besich­ti­gen. Natür­lich habe ich mehr als die o.a. High­lights gese­hen. Mein Rat ist, sich ein­fach trei­ben und die Umge­bung auf sich wir­ken zu las­sen. Ein paar wei­te­re Sehens­wür­dig­kei­ten will ich den­noch zum Schluss auflisten:

Jizō Bosatsu auf dem Okunoin Friedhof in Koyasan
Jizō Bosa­tsu auf dem Okunoin-Friedhof
  • Koya­san-Rei­hō­kan-Muse­um: Die­ses Muse­um beher­bergt eine beein­dru­cken­de Samm­lung bud­dhis­ti­scher Kunst und reli­giö­ser Arte­fak­te, dar­un­ter Gemäl­de, Sta­tu­en und Schriftstücke.
  • Ren­ge­join-Tem­pel: Die­ser Tem­pel ist bekannt für sei­ne beein­dru­cken­de Holz­ar­chi­tek­tur und den schö­nen Lotusgarten.
  • Koya­san-Uni­ver­si­tät: Die­se Uni­ver­si­tät ist eine wich­ti­ge Bil­dungs­ein­rich­tung für den Shin­gon-Bud­dhis­mus und bie­tet Ein­bli­cke in die reli­giö­se Kul­tur und Geschich­te der Region.
  • Oku­no­in-Gokus­ho-Mönchs­un­ter­künf­te: Wenn Sie ein authen­ti­sches Erleb­nis suchen, kön­nen Sie in einer der Mönchs­un­ter­künf­te in der Nähe des Oku­no­in-Fried­hofs über­nach­ten und an den mor­gend­li­chen Gebets­ri­tua­len teilnehmen.
  • Jizo-in-Tem­pel: Die­ser klei­ne Tem­pel ist bekannt für sei­ne Stein­fi­gu­ren von Jizo, einem bud­dhis­ti­schen Schutz­pa­tron der Kin­der und Rei­sen­den. Die vie­len Sta­tu­en sind berüh­rend und geben einen Ein­blick in die bud­dhis­ti­sche Ver­eh­rung von Jizo.
  • Eko-in-Tem­pel: Ein Tem­pel, der auch Gäs­te­häu­ser für Pil­ger und Besu­cher bie­tet. Hier kön­nen Sie an Medi­ta­ti­ons­sit­zun­gen und Ritua­len teilnehmen.
  • Rok­ka­ku Kyu­zo: Die­ser klei­ne Tem­pel ist für sei­nen kreis­för­mi­gen Grund­riss bekannt und bie­tet eine ein­zig­ar­ti­ge archi­tek­to­ni­sche Erfahrung.
  • Toku­ga­wa-Mau­so­le­um: Die­ses Mau­so­le­um beher­bergt die Grä­ber von Mit­glie­dern der Toku­ga­wa-Fami­lie, einer der ein­fluss­reichs­ten Fami­li­en in der japa­ni­schen Geschichte.
Mausoleum of the Tokugawas, Koyasan, Japan
Mau­so­le­um of the Tokugawa

Mei­ne Rück­fahrt nach Osa­ka: Mit dem loka­len Bus zur Koya­san Sta­ti­on. Wei­ter mit der Zahn­rad­bahn zur Tal­sta­ti­on. Von dort mit dem Zug nach Hash­i­mo­to (End­sta­ti­on, ca 50 Minu­ten). Wei­ter mit Zug vom gegen­über­lie­gen­den Gleis bis zur End­sta­ti­on Osa­ka Nam­ba (ca 40 Minuten).

*Die­ser Bei­trag ent­hält Emp­feh­lungs­links. Wenn du über die­se Links etwas buchst, erhal­te ich eine klei­ne Pro­vi­si­on. Du hast kei­ne Mehr­kos­ten, unter­stützt aber dadurch mei­ne Arbeit. Dafür bedan­ke ich mich.

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2 Kommentare

  1. Hal­lo!
    Ich bin eine Japa­ne­rin, die kommt aus Osa­ka und jetzt in Ber­lin woh­ne. Ihe­re tol­le Bil­der haben mich an mei­ne Schul­rei­se zurück­den­ken gelas­sen. Ich habe eine Freun­din von mir, die nach Japan rei­sen möch­te. Ich habe total Koya­san ver­ges­sen! Ich möch­te sie unbe­dingt Koya­san emp­feh­len. Haaa, ich ver­mis­se Japan sehr… Danke!
    Vie­le Grüße
    N

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