Mauritius entdecken: Die schönsten Orte, Strände und Sehenswürdigkeiten
Mauritius stand schon lange auf meiner Bucketlist. Ich liebe den Mix aus Sonne, schönen Stränden und Meer. Kleine Orte mit einem einfachen Café und Restaurants mit einheimischer Küche machen mich glücklich. Genau deshalb war diese Reise für mich von Anfang an mehr als nur ein klassischer Badeurlaub. Die große Frage war: Ist Mauritius wirklich so paradiesisch, wie es die Reiseprospekte versprechen? Und lohnt sich der Besuch am Ende wirklich?
Die kurze Antwort: Ja, Mauritius ist schön. Aber nicht nur wegen der zahlreichen Strände. Die Insel bietet auch eine Vielfalt an Geschichte, Natur mit Wäldern, Wasserfällen und Aussichtspunkten.
Und Rodrigues Island? Das ist die ruhigere, kleinere, ursprüngliche Schwesterinsel, auf der die Uhren gefühlt noch ein Stück langsamer ticken. Tourismus steckt hier noch in den Kinderschuhen.
- Mauritius: Mehr als nur Sonne und Strand
- Einreise Mauritius: Meine Erfahrung am Flughafen
- Fortbewegung auf Mauritius & Rodrigues
- Mahébourg: Ruhiger Start am Meer
- Port Louis entdecken: Markt, Waterfront und Hauptstadtflair
- Strände Flic en Flac, Tamarin und La Preneuse
- Mauritius Chamarel: Ausflug zum Seven Coloured Earth, Viewpoint und Wasserfall
- Mauritius: Le Morne und der Sklavenfriedhof: Schönheit mit Geschichte
- Mauritius (Südwesten): Prairie Beach mit Wasserflughafen und Maconde Viewpoint
- Botanischer Garten Pamplemousses: Tropische Ruhe im Norden
- Île aux Cerfs: Beliebter Ausflug mit Traumstrand
- Die schönsten Strände auf Mauritius
- Rodrigues Island — die kleine Schwester von Mauritius
- Zurück auf Mauritius …
- Beste Reisezeit für Mauritius und Rodrigues Island
- Praktische Reisetipps für Mauritius und Rodrigues
- Unterwegs mit Mietwagen auf Mauritius
- Wichtige Tipps für Mietwagen auf Mauritius
- Sehenswürdigkeiten & Highlights für Mietwagen-Ausflüge
- Fazit: Mauritius und Rodrigues Island: Lohnt sich der Besuch?
Mauritius: Mehr als nur Sonne und Strand

Wer an Mauritius denkt, denkt zuerst an türkisfarbenes Wasser, Palmen und perfekte Strände. Und ja, das alles gibt es auch. Aber Mauritius ist eben nicht nur hübsche Kulisse & Postkartenidyll. Die Insel hat eine bewegte Geschichte, war lange von Kolonialzeit und Plantagenwirtschaft geprägt und lebt heute stark vom Tourismus.
Ich mag vor allem den Wechsel zwischen Strand, Natur, kleinen Städten und geschichtlichen Orten. Mauritius ist keine Insel, die man einfach nur besucht. Mauritius erlebt man.

Einreise Mauritius: Meine Erfahrung am Flughafen
Ich war sechs Wochen auf Mauritius unterwegs.
Weil ich vorher oft gelesen hatte, dass es bei der Einreise Schwierigkeiten geben kann, wenn man keinen Rückflug oder keine Unterkunft für die gesamte Zeit vorweisen kann, hatte ich vorsichtshalber die ersten Nächte fest gebucht und in das mauritianische Einreiseformular eingetragen. Sicherheitshalber hatte ich erstmal auch weitere Unterkünfte gebucht, allerdings anschließend sofort wieder storniert, da ich nie genau weiß wohin es mich wielange treibt. So konnte ich zumindest bei der Immigration gebuchte Unterkünfte vorweisen.
Am Ende lief die Einreise aber völlig entspannt. Ich sagte bei der Immigration einfach, wie lange ich bleiben werde. Danach wurde ich weder nach Rückflugticket noch nach weiteren Unterkünften gefragt.
Fortbewegung auf Mauritius & Rodrigues
Mein erster Weg führte mich nach Mahébourg. Und wie so oft auf Reisen war schon der Weg dorthin Teil des Erlebnisses. Ich fuhr mit dem lokalen Bus vom Flughafen und war sofort mittendrin im Alltag der Insel. Genau solche Momente liebe ich: unkompliziert, günstig und ein bisschen improvisiert.
In den ersten zwei Wochen habe ich Mauritius auch immer wieder mit dem Bus erkundet. Das funktioniert einigermaßen und ist natürlich viel günstiger als Taxi oder Mietwagen. Für Rodrigues gilt das noch mehr: Hier ist alles kleiner, entspannter und weniger auf schnellen Verkehr ausgelegt.
Aaaaaber: Wer flexibel sein möchte, sollte für einzelne Tage über einen Mietwagen oder Tagesausflüge mit einem Taxi nachdenken.
Ich war die ersten 2 Wochen oft mit dem Bus unterwegs. Danach, auf Rodrigues, hatte ich zwischendurch einen Roller. Die letzten 2 Wochen hatte ich einen Mietwagen.
Mahébourg: Ruhiger Start am Meer

Mahébourg war für mich ein guter Ort zum Ankommen. Der Ort ist unaufgeregt und entspannt. Genau das mag ich auf Reisen.
Hier geht es nicht um große Attraktionen, sondern um Atmosphäre. Hafenpromenade, kleine Lokale und das langsame Tempo machen Mahébourg sympathisch. Abends wird es hier früh ruhig, die meisten Geschäfte schließen früh, die Bürgersteige werden hochgeklappt und die Straßen wirken ausgestorben. Wer keinen Trubel braucht, sondern lieber erstmal ankommt, ist hier also genau richtig.
Unterkunfts-Tipp: ChillPill Guest House oder auch Coco Villa. Beide liegen nebeneinander direkt am Meer, haben einen Pool und ein gutes Preis- Leistungsverhältnis.
Port Louis entdecken: Markt, Waterfront und Hauptstadtflair

Von Mahébourg bin ich mit dem Bus zur Hafenstadt Port Louis weiter gefahren.
Port Louis ist die Hauptstadt von Mauritius — tagsüber lebendig und laut, manchmal chaotisch.
Vom zentralen Busbahnhof fahren Busse in alle Ecken der Insel.
Ich bin über den bunten Markt gebummelt, habe das Blue Penny Museum besucht und mir die Caudan Waterfront angeschaut. Gerade den Kontrast zwischen geschäftigem Alltag und abendlicher Ruhe fand ich interessant. Denn auch in Port Louis wird es abends schnell ruhig, und selbst an der Caudan Waterfront schließen die Geschäfte erstaunlich früh.

Port Louis ist (tagsüber) eine wuselige Stadt mit zahlreichen kolonialen Gebäuden. Der Markt bringt Farbe und Leben hinein, Chinatown fand ich allerdings eher enttäuschend. An der Caudan Waterfront kann man spazieren gehen, shoppen, oder in einem der zahlreichen Restaurants & Cafés auch abends einen Kaffe e trinken. Allerdings: sogar in Port Louis ist spätestens um 18:00 Uhr erstaunlicherweise selbst an der Caudan Waterfront das meiste geschlossen. Na gut, die Terrasse vom Luxushotel La Bourdonnais ist geöffnet, hat aber auch nur fünf Gäste an einem Tisch. Einzig ein paar Restauranrs wie das Pizza Hut und das Riva Waterfront Restaurant & Lounge neben dem Place du Caudan waren geöffnet.
Unterkunft-Tipps: Kirin Guest House (Budget) Einfach, zentral, gleich beim Chinatown, nahe Markthallen und um die Ecke vom Busbahnhof.
Alternative Unterkünfte: Le Suffren Hotel & Marina Gehoben; liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Caudan Waterfront. Der kleine Privatstrand ist ein Witz und wenig einladend. Eigener Parkplatz.
Labourdonnais Waterfront Hotel: Das Luxushotel ist quasi Bestandteil der Caudan Waterfront in bester Lage. Pool, diverse Restaurants. Eigener Parkplatz.

Strände Flic en Flac, Tamarin und La Preneuse
Für mich ging es von Port Louis in einer Stunde mit dem Bus an die Westküste nach Flic en Flac.
Die Westküste gehört für mich zu den angenehmsten Gegenden von Mauritius. Der Strand von Flic en Flac ist lang, weit und perfekt für Spaziergänge. Parallel zum Strand, an der Coastal Road, gibt es eine große Auswahl an Restaurants und Unterkünften. Unter der Woche wirkt der touristische Ort entspannt und fast ruhig, am Wochenende kommen zwar mehr Menschen an den Strand, aber nie so, dass es unangenehm wird.
Ich bin am Strand bis nach Tamarin gelaufen. Das sind ca 4 Kilometer, also rund eine Stunde. Man kommt an schönen und gepflegten Hotel-Stränden vorbei, unter anderem von den Luxus-Hotels Sugar Beach , Sands Beach und La Pirogue, alles sehr schöne Anlagen.
Achtung: Das letzte Stück vor Tamarin muss man ein kurzes Stück durch eine Lagune waten, wobei mir das Wasser bis zum Bauchnabel ging!
Zurück nach Flic en Flac bin ich dann allerdings mit dem Bus gefahren.
Unterkunft-Tipps Flic en Flac: Es gibt jede Menge Apartments und kleine Hotels an der langgezogenen Coastal Road gegenüber dem Strand. Auch in der zweiten und dritten Reihe.
Aanari Hotel & Spa Mittelklasse-Hotel in zentraler Lage beim Strand; neben großem Supermarkt.
C‑view Apartments: gutes Preis- Leistungsverhältnis; moderne Apartments, Balkon mit Blick zum Strand gegenüber der Coastal Rd. Nahe kleinem Supermarkt. Bushaltestelle in 50 m Entfernung.
Restaurant-Tipp: Chez Pepe, Coastal Rd.

Mein nächster Übernachtungsstop war Tamarin bzw La Preneuse.
Von Flic en Flac bin ich für 1000 Rupien (18€) mit dem Taxi zu meinem nächsten Hotel La Mariposa in Tamarin / La Preneuse gefahren.
Dort gefiel mir vor allem die ruhige Lage direkt am Strand. Es war für mich genau die richtige Mischung aus Meer, Ruhe und Strand. Ich mag solche Orte, an denen man morgens am Wasser entspannt spazieren kann, tagsüber badet und abends in Ruhe essen geht.
Mein kleines Boutique Hotel Mariposa mit Pool traf genau meinen Geschmack, so dass ich nach den ersten 3 Tagen sogar nochmal um 4 weitere Tage verlängerte. Hier hatte ich Halbpension, was empfehlenswert und sehr praktisch war. Bis zur Hauptstraße sind es maximal 10 Fußminuten. Dort findet man den riesigen London Supermarkt, kleine Einkaufszentren, Cafés und Restaurants. Schön schattig sitzt man im Garten des Open Air Café Le Kiosk — Ruisseau Creole. Dort lande ich dann auch schon mal zum Absacker nach dem Abendessen bei entspannter live Jazzmusik.
Ich habe zweimal in Tamarin / La Preneuse. gewohnt. Einmal ohne und das andere Mal mit Mietwagen. Wobei ich den Mietwagen empfehle, da man viele empfehlenswerte Ausflüge (s.u.) in die Umgebung machen kann.
Unterkunft-Tipps: Hotel Mariposa und Hotel The Bay. Ich habe in beiden gewohnt und kann sie wärmstens empfehlen. Beides sind kleine, sympathische Boutiquehotels mit Pool in direkter Strandlage. Das The Bay mit einem sensationellen Frühstück ist etwas gehobener. Mietwagen ist ratsam!
Auch das Veranda Hotel in Tamarin ist beliebt.
Mauritius Chamarel: Ausflug zum Seven Coloured Earth, Viewpoint und Wasserfall


Der Ausflug nach Chamarel war für mich eines der schönsten Erlebnisse im Südwesten von Mauritius. Schon die Fahrt dorthin macht Spaß, weil sich die Landschaft verändert und immer grüner, hügeliger und eindrucksvoller wird.
Der Seven Coloured Earth Park ist eines der bekanntesten Naturphänomene auf Mauritius. Die farbigen Erdschichten sind durch vulkanische Prozesse entstanden und wirken je nach Licht besonders intensiv. Das ist kein riesiger Park, aber ein sehr besonderer Ort, den man einmal gesehen haben sollte. Es gibt auch ein paar Riesenschildkröten und ein Café.
Der Chamarel Viewpoint bietet einen herrlichen Weitblick auf die grünen Wälder der Umgebung. Ich liebe solche Aussichtspunkte, an denen man einfach die Landschaft auf sich wirken lassen kann.
Der Chamarel Wasserfall rundet den Ausflug ab. Er liegt eindrucksvoll inmitten der Natur und passt perfekt in diese grüne, ruhige Ecke der Insel.

Mauritius: Le Morne und der Sklavenfriedhof: Schönheit mit Geschichte

Die Halbinsel Le Morne im Südwesten mit ihrer weithin sichtbaren Kulisse des Morne Brabant gehört für mich zu den eindrucksvollsten Orten auf Mauritius. Der Strand Public Beach ist traumhaft schön, die Kulisse mit dem Berg imposant und die ganze Halbinsel hat eine besondere Atmosphäre. Gleichzeitig ist dieser Ort eng mit der Geschichte der Sklaverei verbunden.
Der kleine Sklavenfriedhof ist ein stiller, bewegender Ort des Gedenkens am Fuß des 556m hohen Morne Brabant. Das Weltkulturerbe der UNESCO erinnert an die unrühmliche Vergangenheit als die Menschen auf Mauritius versklavt wurden und unter schweren Bedingungen litten. Der Berg diente als Zufluchtsort für geflohene Sklaven von denen sich einige in ihrer Verzweiflung hinabstürzten. Nachdem die Briten 1810 die Kontrolle über Mauritius übernommen hatten, wurde die Sklaverei erst 1835 abgeschafft.
Gerade dieser Ort zeigt, dass Mauritius nicht nur eine Insel der Schönheit ist, sondern auch eine Insel mit einer tiefen und oft schmerzhaften Vergangenheit. Für mich gehört dieser Stopp zu einem verantwortungsvollen Mauritius-Besuch dazu.


Mauritius (Südwesten): Prairie Beach mit Wasserflughafen und Maconde Viewpoint
Wenn man schon in Le Morne ist, sollte man auf der Küstenstraße unbedingt noch ein kleines Stück weiter gen Süden fahren, denn hier liegen noch zwei weitere Top-Sehenswürdigkeiten von Mauritius:
Prairie Beach mit Wasserflughafen

Nach 2 Kilometern passiert man einen Flughafen. D.h. ein Flughafen im herkömmlichen Sinn ist es eigentlich nicht und daher leicht zu übersehen. Am ehesten erkennt man ihn noch am Windsack, der mitten in der Landschaft am Prairie Beach steht. Noch einfacher ist es natürlich, wenn gerade vor dem Strand ein Wasserflugzeug im Meer liegt. Die starten und landen hier im Minutentakt. Der Grund dafür ist der unmittelbar vor Le Morne liegende Unterwasser-Wasserfall.
Ja, richtig gelesen!
Ein faszinierendes Phänomen, das ich mir natürlich auch gerne aus der Luft angeschaut hätte. Nur zu dumm, dass die Rundflüge von LagoonFlight die ganzen nächsten Tage ausgebucht waren. Also frühzeitig reservieren!
Hier geht es zu Touren mit dem Wasserflugzeug bei Get your Guide.

Maconde Viewpoint
Danach geht es nochmal ein kleines Stück gen Süden. Mein südlichster Punkt auf diesem Ausflug auf der Küstenstraße ist der Maconde Viewpoint. Das Foto von der Spitzkehre ist in den meisten Reiseführern abgebildet. Also musste ich dort natürlich auch einen Fotostopp einlegen.

Botanischer Garten Pamplemousses: Tropische Ruhe im Norden
Der Botanische Garten von Pamplemousses gehört zu den bekanntesten botanischen Gärten im Indischen Ozean. Besonders berühmt ist er für seine riesigen Seerosen, darunter die Victoria amazonica. Dazu kommen Palmen, tropische Pflanzen und viele weitere exotische Gewächse.

Ich fand den Garten vor allem deshalb schön, weil er einen ruhigen Gegenpol zu Strand und Küste bildet. Man spaziert entspannt durch die Anlage, schaut sich die Pflanzen an und bekommt einen ganz anderen Eindruck von Mauritius. Wer Natur mag, sollte diesen Stopp unbedingt einplanen.

Île aux Cerfs: Beliebter Ausflug mit Traumstrand
Die Île aux Cerfs vor der Nordostküste ist einer der beliebtesten Ausflüge auf Mauritius. Die kleine Insel vor Trou d’Eau Douce steht für feinsandige Strände, türkisfarbenes Wasser und klassisches Inselgefühl. Dazu kommen Wassersport wie Parasailing, Bootsausflüge mit einem Katamaran und jede Menge fotogene Postkartenmotive. Es gibt einen rummeligen Hauptstrand, mehrere ruhigere, idyllische Strände und einen großen Golfplatz!
Die Insel ist kein Geheimtipp, aber genau das, was viele sich unter Mauritius vorstellen. Wer Lust auf einen klassischen (und touristischen) Tagesausflug mit Strand, leichten Waldwegen und Lagunenfeeling hat, wird hier glücklich.

Die schönsten Strände auf Mauritius
Mauritius hat viele schöne Strände, und je nachdem, was man sucht, gefallen einem ganz unterschiedliche Abschnitte. Die Strände sind alle öffentlich, auch vor den Hotels. Die Strände im Westen fand ich besonders angenehm, weil sie sich gut für lange Spaziergänge eignen. Le Morne mit seinem Public Beach ist landschaftlich einer der schönsten Punkte der Insel. Trou aux Biches und Blue Bay sind klassische Badeorte mit entsprechendem Tourismus. Wenn man die Insel wirklich erleben will, lohnt sich eine Mischung aus mehreren Regionen.
Zu meinen Favoriten gehören:

- Flic en Flac (Westküste, ewig langer Strand, viele Hotels, Restaurants, Geschäfte, Supermarkt )
Unterkunft-Tipps: s.o. unter “Strände Flic en Flac, Tamarin und La Preneuse” - Die Küstenabschnitte rund um Tamarin & La Preneuse
Westküste, Restaurants, Cafés, Geschäfte, Supermarkt; Hoteltipps s.o. The Bay, La Mariposa, Shanti Ghar Guest House und Veranda Tamarin. - Le Morne, (Westküste) Public Beach — Neben diesem wirklich sehr schönen Strand für jedermann liegen jede Menge exclusive Luxus-Hotels mit eigenen Stränden. Die sind allerdings nur für gut Betuchte.
- Bel Ombre / Südwesten (Südspitze). Ca 30km südlich von Tamarin, bei Baie du Cap, liegt der Strand von Bel Ombre. An diesem schönen Strand liegen die gehobenen Hotels Outrigger und das Tamassa Bel Ombre. Ich war zwei Nächte im Tamassa Bel Ombre. Die Hotels liegen alleine, es gibt also keine Cafés oder irgendwas zum Bummeln in dieser Ecke. Wenn man All-Incl-Resorts mit mehreren großen Pools mag und mit Kindern unterwegs ist, wird man hier glücklich. Diese Art von Resort ist allerdings nicht so mein Ding.
- Blue Bay Beach, Südosten, ideal zum Schnorcheln im kristallklaren Wasser (Marinepark); gut mit Bus von Mahébourg zu erreichen.
- Trou aux Biches und Pointe aux Canonniers (Touristen-Hotspots im Nordwesten; Unterkünfte von Budget bis Luxus; familienfreundlich, schöner Sand, flaches Wasser
Unterkunft-Tipp: Be Cosy by LOV Apart Hotel mit Pool; gutes Preis- Leistungsverhältnis, liegt zentral im Ortskern. - Mont Choisy Beach (Nordwesten, langer, weißer Sandstrand mit Toiletten, Duschen, Umkleidekabinen und Foodtrucks vor dem Touristen-Hotspot Pointe aux Canonniers)
- Grand Baie (Touristen-Hotspot im Norden)
- Grand-Gaube / Calodyne (Nordspitze)
Mein Hotel-Tipp: Sea Diamond Boutique Hotel - Belle Mare (Nordosten, langer, feiner Sandstrand)
- Trou d’Eau Douce (Nordosten) als Ausgangspunkt für Bootsausflüge zur Île aux Cerfs
Unterkunft: Blue Ocean Luxory Apartment
Restaurant-Tipp: Sowohl das Le Four Achaud Restaurant als auch das Green Island Beach Restaurant sind sehr empfehlenswert! - Île aux Cerfs
Ostküste, kleine, sehr beliebte, leicht von Trou d’Eau Douce (s.o.) erreichbare Insel mit schönen Stränden und Golfplatz.
Hier geht es zur Tour Île aux Cerfs Katamaran-Lagunenerlebnis + Barbecue bei Get your Guide

Rodrigues Island — die kleine Schwester von Mauritius
Ausführlicher Beitrag folgt demnächst:
Rodrigues Island: Mauritius wie es früher war…
Zurück auf Mauritius …
Nachdem ich von Rodrigues zurück auf Mauritius war, habe ich mir für die letzten zwei Wochen am Flughafen einen Mietwagen genommen und bin erstmal wieder zum Strand von Tamarin ins Hotel The Bay gefahren. Von dort habe ich einige der o.a. Ausflüge im Südwesten von Mauritius gemacht.
Anschließend für 3 Nächte in den Nordwesten nach Trou aux Biches.
Ausflug von Trou aux Biches zum Pointe aux Cononniers, Grand Baie Zentrum und Cap Malheureux mit Kirche Notre Dame Auxiliatrice und Ausflug zum Botanischen Garten Pamplemousses.
Nächster Übernachtungsstopp: Grand-Gaube im Norden von Mauritius im sehr schönen Sea Diamond 5* Boutique Hotel.

Tages-Ausflug: Vom Hotel Sea Blue Diamond habe ich mit dem Speedboot einen Tagesausflug zu drei Inseln gemacht: baden, schnorcheln, am Strand spazieren und die eleganten, pfeilschnellen Weißschwanz-Tropikvögel bewundern.
Für die nächsten 2 Nächte ging es in den Nord-Osten nach Trou d‘Eau Douce ins Blue Ocean Luxory Apartment. Schönes, großzügiges Apartment. Angenehm ruhig, obwohl es direkt an der Fernstraße liegt. Es gibt zwei sehr empfehlenswerte Restaurants im Ort: das Le Four Achaud und das Green Island Beach Restaurant. Beide waren allerdings ausgebucht. Das lag nicht zuletzt daran, dass es Valentine Day war. Fragt mich nicht wie ich es geschafft habe, auf jeden Fall ist es mir dann doch noch gelungen, in beiden Restaurants jeweils ein vorzügliches Abendessen zu genießen. Glück muss der Mensch haben.
Tagesausflug: Von Trou d‘Eau Douce machte ich einen Ausflug zur vorgelagerten kleinen Insel Ile aux Cerfs (1.000 MUR Hin- und Rückfahrt). Die Insel gehört zu den beliebtestenn Sehenswürdigkeiten von Mauritius.
Ile aux Cerfs bietet schöne Strände, einen Golfplatz (der den größten Teil der Insel einnimmt) und ein einfaches Open Air Restaurant für Tagestouristen. Verschiedene Aktivitäten wie zB Parasailing. Beliebt ist die Tour mit einem Katamaran, die auch ein Barbecue und den Besuch eines Wasserfalls beinhaltet (ca 45€).
Mein Tipp: Sonntagsmarkt in Flacq
Bevor ich mich von Trou d‘Eau Douce für die letzte Nacht auf den Weg nach Mahébourg mache, mache ich noch einen Abstecher zum Sonntagsmarkt in Flacq. Ich war heilfroh, dass ich den Markt noch eingeplant hatte. Er war den kleinen Umweg wert, denn er war mit Abstand der größte Markt, den ich auf Mauritius erlebt habe!

Mahébourg
Die letzte Nacht habe ich direkt am Meer im preisgünstigen & empfehlenswerten ChillPill Guest House in Mahébourg verbracht. Schließlich musste ich bereits am nächsten Morgen um 6 Uhr früh zum Flughafen.
Beste Reisezeit für Mauritius und Rodrigues Island
Die beste Reisezeit für Mauritius und Rodrigues ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober/November. Hauptreisezeit. In diesen Monaten herrschen angenehme Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit und wenig Niederschlag. Ideal für Strandurlaub, Wandern und Wassersport. Kühlerer Wind. Geringes Zyklonrisiko.
September bis November/Dezember sind besonders warm und beliebt. Badeurlaub/Wassersport.
Rodrigues: ideal für Kitesurfen & Tauchen.
Dezember – April: Nebensaison/Regenzeit: Heiß, schwül, Zyklonrisiko (Februar/März).
Achtung: In der Regenzeit kann es zu schweren Regenfällen und Zyklonen kommen, die Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen können.
Ich war im Januar und Februar auf Mauritius und Rodrigues unterwegs. Dann kann das Wetter unbeständig sein. Es war warm und an vielen Tagen um die 29 bis 30 Grad oder gefühlt sogar mehr. Die Luftfeuchtigkeit machte Spaziergänge am Tag ziemlich schweißtreibend. Es war oft bewölkt, manchmal angenehm windig. Laut Wetteranzeige sollte es ständig regnen — in der Praxis waren es aber meist nur kurze Schauer oder leichter Nieselregen. Auf Rodrigues gab es zwischendurch mal kräftigere Regenschauer, insgesamt war das Wetter aber gut. Wer mit tropischer Wärme und etwas wechselhaftem Wetter leben kann, findet in dieser touristenärmeren Zeit dennoch sehr gute Bedingungen.

Praktische Reisetipps für Mauritius und Rodrigues
- Für Mauritius lohnt sich eine Mischung aus mehreren Standorten, damit man Strand, Kultur und Natur gut verbinden kann.
- Für Rodrigues sollte man mehr Zeit und weniger Komforterwartung mitbringen. Fahrbarer Untersatz ist dringend zu empfehlen!
- Busfahren ist auf Mauritius günstig und oft einfacher als gedacht. Es gibt zwei Arten von Bussen in Mauritius, Standard- und Expressbusse (= schneller + AirCon).
- Ein Mietwagen (deutscher Führerschein hat gereicht) kann sehr hilfreich sein. Alternativ kann man zB eine Tagestour zu einem Festpreis mit einem Taxi unternehmen.
- Viele Restaurants, aber vor allem Geschäfte, schließen ziemlich früh, also schon am späten Nachmittag!.
- Wer Natur mag, sollte auf Mauritius unbedingt Chamarel in Black River (Südwesten), den Botanischen Garten Pamplemousses (Norden) und die Halbinsel Le Morne (Südwestküste) besuchen.
- Wer ruhige & schöne Strände liebt, wird im Westen von Mauritius besonders glücklich.
Unterwegs mit Mietwagen auf Mauritius
Mauritius lässt sich hervorragend auf eigene Faust mit einem Mietwagen erkunden. Die Insel ist sicher und überschaubar klein. Öffentliche Busse sind zwar eine günstige Alternative, allerdings nicht zu meinen aufgeführten Sehenswürdigkeiten & Highlights.

Wichtige Tipps für Mietwagen auf Mauritius
- Ein Mietwagen ist die flexibelste Option. Ich habe meinen Mietwagen über Localrent gebucht. Mein deutscher Führerschein war ausreichend.
- Verkehr: Es herrscht Linksverkehr, und die Straßen können eng sein.
- Reiseplanung: 7–14 Tage sind ideal, um die Inselvielfalt in verschiedenen Regionen zu entdecken.
- Sicherheit: Mauritius gilt als sicher, man sollte dennoch auf persönliche Wertsachen achten.
Sehenswürdigkeiten & Highlights für Mietwagen-Ausflüge
- Südwesten: Trou aux Cerfs (ruhender Vulkankrater) in einem Waldgebiet, Ganga Talao (heiliger See): heiligste Pilgerstätte der Hindus auf Mauritius mit 33m hoher Shiva Statue, Black River Gorges Nationalpark, Besuch der Rumdestillerie, Seven Coloured Earth Park, Chamarel Wasserfall, Vanilla Village, Le Morne mit Sklavenfriedhof, Maconde Viewpoint.
- Hauptstadt: Port Louis: den Wagen am besten (im Parkhaus) bei der Caudan Waterfront abstellen und die Stadt zu Fuß erkunden.

Fazit: Mauritius und Rodrigues Island: Lohnt sich der Besuch?
Ja, aber du solltest den Urlaub nicht nur an einem der schönen Strände verbringen, sondern unbedingt auch Ausflüge zu meinen o.a. Sehenswürdigkeiten & Highlights unternehmen.
Mauritius stand schon lange auf meiner Bucketlist. Ich liebe den Mix aus Sonne, Naturhighlights, schönen Stränden und Meer. Kleine Orte mit ein paar einfachen Cafés und Restaurants mit einheimischer Küche machen mich glücklich. Genau das habe ich hier gefunden — und noch viel mehr.
Rodrigues Island war für mich die stille Ergänzung zu Mauritius: ursprünglicher, langsamer und fast wie eine Reise in ein anderes Mauritius. Zusammen ergeben beide Inseln eine Reise, die ich nicht so schnell vergessen werde.





