Ecuador
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Mom­pi­che — Tipps zu High­lights, Strand, sur­fen…. 

Escuela de Surf in Mompiche

Mom­pi­che ist der nörd­lichs­te und letz­te Strand­ort an der Pazi­fik­küs­te Ecua­dors, den ich besu­che. Von hier wer­de ich anschlie­ßend direkt nach Qui­to fah­ren.
Das Wet­ter ist mies und ent­spre­chend ist der Zustand der weni­gen Stra­ßen in Mom­pi­che. Stra­ßen ist in die­sem Fall ein purer Euphe­mis­mus, denn es sind Schlamm­pis­ten, die haupt­säch­lich aus rie­si­gen Pfüt­zen bestehen.
Ich woll­te mir eigent­lich gleich nach mei­ner Ankunft das Hos­tal Ole­a­je anschau­en. Ange­sichts des schlam­mi­gen Weges habe ich das Vor­ha­ben auf spä­ter ver­scho­ben.
Selbst den klei­nen Strand habe ich zuerst nur aus der Distanz gese­hen.

Mom­pi­che — Der Ort

Mom­pi­che ist einer die­ser Orte, der ger­ne als Refu­gi­um für Hip­pies bezeich­net wird. Aller­dings ver­bin­de ich Hip­pies mit einer ande­ren Zeit und Sub­kul­tur. Wie dem auch sei, die Tra­vel­ler, Back­pa­cker und Sur­fer sind auf jeden Fall die Nach­fah­ren. Und die fin­den in Mom­pi­che ihr per­sön­li­ches Shan­gri-La. Auf der kur­zen Haupt­stra­ße gibt es nur ein paar ein­fa­che super­mer­ca­dos mit allem Not­wen­di­gen. Es gibt einen klei­nen Bäcker, der auch gleich­zei­tig als Café funk­tio­niert. Gegen­über gibt es sogar einen Flei­scher. Eine hand­voll ein­fa­cher Restau­rants und erstaun­lich vie­le Unter­künf­te. Die meis­ten sind urig und sehr ein­fach. Mit etwas Glück kann man ein Haus mie­ten. Der Ort ist win­zig und hat nur ein paar hun­dert Ein­woh­ner. Einen Male­con sucht man ver­ge­bens. Der Strand ist nicht über­mä­ßig groß. Die Fischer­boo­te machen deut­lich, wovon hier gelebt wird. Aller­dings gewinnt der Tou­ris­mus zuneh­mend an Bedeu­tung…

Straße nach etwas Regen in Mompiche

Mom­pi­che — Der Strand

Mom­pi­che besteht im Wesent­li­chen aus einer 300m lan­gen Haupt­stra­ße, die zum Meer führt. Von ihr zwei­gen auf der rech­ten Sei­te drei Stra­ßen ab und lin­ker­hand, 50m vor dem Meer, eine kur­ze holp­ri­ge Sand­pis­te, die zum Strand führt. Am Strand lie­gen ein paar Fischer­boo­te.
Es gibt die Mög­lich­keit sur­fen zu ler­nen oder sich auf der Slack­li­ne zu ver­su­chen. Am Ende des Stran­des gibt es eine hand­voll Lie­ge­stüh­le. Wenn man dann noch ein Stück­chen wei­ter­geht führt links vor der Fels­wand ein Weg zu einer Asphalt­stra­ße. Dort geht man ent­lang, wenn man zum klei­nen Playa Negra will.

Fischerboote am Strand von Mompiche

Fischer­boo­te am Strand von Mom­pi­che

Am Sonn­tag­nach­mit­tag fin­det am Strand ein Fuß­ball­tur­nier statt. Es spie­len sowohl männ­li­che als auch weib­li­che Teams. Alle in Tri­kots.
Beson­ders sym­pa­thisch fin­de ich: mit­ten im Spiel will ein Fischer sein Boot zu Was­ser las­sen. Es folgt eine Spiel­un­ter­bre­chung, denn das Boot muss natür­lich durch das Spiel­feld gescho­ben wer­den.
Die Spie­ler bei­der Mann­schaf­ten packen mit an und nach kur­zer Unter­bre­chung und geht das Spiel wei­ter.

Strand mit Fischerboot in Mompiche
Lan­ge Strand­spa­zier­gän­ge kann man in Mom­pi­che nur bei Ebbe unter­neh­men. Dafür geht es dann in nörd­li­cher Rich­tung unend­lich weit. Ver­ein­zelt ste­hen hier in gro­ßen Abstän­den ein paar ein­sa­me Häu­ser, sogar Unter­künf­te. Einen Land­weg hier­her scheint es aber nicht zu geben! Ent­spre­chend unbe­wohnt sehen die­se Häu­ser aus.

Mom­pi­che für Sur­fer

Es gibt meh­re­re Stel­len für Surf­board-Aus­lei­he und eine Escue­la de Surf am Strand
Ein Sur­fer, der die bes­ten Sur­fer­or­te an der Pazi­fik­küs­te Ecua­dors aus Erfah­rung kennt, sagt mir Mon­ta­ñi­ta steht für kon­stan­te Wel­len, Ayam­pe und Playa Negra in Mom­pi­che für strong waves. Wo anders lese ich, dass „die wohl bes­te Wel­le von Ecua­dor nörd­lich des Äqua­tors in Mom­pi­che ist, ein Point­break mit einer sehr schö­nen Lin­ken. Ein wei­te­rer sehr guter Spot in die­ser Regi­on ist Ata­ca­mes, ein Beach­break mit vie­len schö­nen Lin­ken und Rech­ten“. Ande­re wie­der­um sagen, dass es hier auch gut für Surf-Anfän­ger sein soll.
Auf jeden Fall sehe ich per­ma­nent Sur­fer mit ihren Boards durch den Ort lau­fen. Und wenn sie nicht am Orts­strand sur­fen, fah­ren sie mit dem Moto für 1 Dol­lar zum Playa Negra.

Playa Negra bei Mompiche

Playa Negra

Aus­flü­ge zum Playa Negra und Playa Por­te­te

Zum Strand Playa Negra geht man auf der Asphalt­stra­ße unge­fähr eine Drei­vier­tel­stun­de Rich­tung Süden. Wesent­lich schnel­ler geht es, wenn man bis zum abso­lu­ten Ende des Stran­des geht und dann links den Weg nimmt.
Alter­na­tiv kann man sich natür­lich auch für 2 Dol­lar ein Tuk­Tuk neh­men.
Tipp: am Anfang die­ses Weges — gleich beim Strand — gibt es eine Reit­mög­lich­keit.

Playa Por­te­te: Mit Moto­ta­xi von Mom­pi­che für 2$. Wenn man der oben erwähn­ten Stra­ße wei­ter folgt, gelangt man zum All inclu­si­ve Hotel Resort Deca­me­ron. Bald danach endet die Stra­ße an einem Fluss­aus­läu­fer. Dort lässt man sich für 50 Cent zum wun­der­schö­nen Post­kar­ten­strand Playa Por­te­te über­set­zen. Gut für Spa­zier­gän­ge oder zum Baden.
Es gibt ein paar Restau­rants. Das größ­te davon ist aller­dings nur für Gäs­te des Deca­me­ron Hotels.

Strand von Mompiche

Strand von Mom­pi­che

ATM / Caje­ro Automá­ti­co

Es gibt kei­nen!

Mos­qui­tos

Hier bin ich noch am meis­ten gepie­sackt wor­den.

Bes­te Rei­se­zeit für die Pazi­fik­küs­te Ecua­dors

Die Haupt­sai­son geht von Dezem­ber bis Mai. Tags­über jede Men­ge Son­ne. Oft Regen in der Nacht und mit­tags. Die wärms­ten Mona­te sind April und Mai mit einer Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur von 29 Grad. Die küh­le­re Neben­sai­son geht von Juni bis Novem­ber. Dann ist es auch tro­cke­ner und es herrscht oft ein grau­er Wol­ken­him­mel. Am käl­tes­ten ist es im August und Sep­tem­ber mit durch­schnitt­lich 20 Grad.
Ich war Mit­te Febru­ar in Mom­pi­che. Tags­über waren es um die 25 Grad. Hohe Luft­feuch­tig­keit. Lei­der auch viel Regen, der die Stra­ßen in Schlamm­pis­ten ver­wan­del­te.

Unter­künf­te in Mom­pi­che

Über­blick über Unter­künf­te in Mom­pi­che
Aus Bequem­lich­keit bin ich in das direkt an der End­hal­te­stel­le vom Bus lie­gen­de Hotel Los Bal­co­nes de Mom­pi­che gegan­gen. Das stand eh auf mei­ner Lis­te und so bin ich gleich hier geblie­ben. Pool. Schö­nes & gro­ßes Eck­zim­mer im zwei­ten Stock zur Stra­ße. Gutes Preis- Leis­tungs­ver­hält­nis. WLAN ist sub­op­ti­mal, aber das bezieht sich auf ganz Mom­pi­che.
Mein Tipp: Wem es nicht zu ris­kant ist, der soll­te über ein Por­tal nur die ers­ten 1–2 Tage buchen. Die anschlie­ßen­den Tage vor Ort buchen — sie sind oft wesent­lich preis­wer­ter. Ich habe mit han­deln im Los Bal­co­nes zB ca 20$(!) bezahlt.
La Facha liegt 30m vom Meer in der zwei­ten Rei­he. Da der hilfs­be­rei­te Wirt „Tito“ eigent­lich Koch ist, bekocht er abends sei­ne Gäs­te (und ande­re). Preis­güns­tig.
Hos­tal Ole­a­je ist am Ende einer Sei­ten­stra­ße. 300m vom Zen­trum. Preis­güns­tig & sym­pa­thisch. Von hier geht es nur bei Ebbe auf die ande­re Sei­te von Mom­pi­che. Dort will man aber eigent­lich gar nich hin, weil man abg­ge­schnit­ten vom Ort ist.
Iru­ña / Las Pigua­les wird bei Boo­king­Com mit „250m vom Zen­trum“ gelis­tet. Das ist total irre­füh­rend, denn es liegt ganz am Ende von (der Regi­on) Mom­pi­che. Man kommt dort nur mit einem Boot hin, bei Ebbe mit dem Moto­ta­xi oder zu Fuß Rich­tung Nor­den, schät­zungs­wei­se 3 Kilo­me­ter! Und dann ist man dort allei­ne, abge­schnit­ten vom Rest der Welt.
Mein Tipp: Toll fand ich sowohl das uri­ge Casa Coral und vor allem La Jun­g­la am Ein­gang des Stran­des.  

Unterkunft La Jungla in Mompiche

Unter­kunft La Jun­g­la

Essen

Am Anfang der Stra­ße zum Strand: Für einen Kaf­fee oder klei­nen Snack war ich ger­ne im Café Mon­chies (Avo­ca­do Toast!).
Mein Tipp: Das schräg gegen­über lie­gen­de La Cho­co­la­ta gehört einem Argen­ti­ni­er. Gute Abwechs­lung zur lan­des­üb­li­chen Küche. Auch lecke­ren Kuchen & Nach­tisch.
Das Restau­rant Atar­de­cer de Mom­pi­che an der Ecke zum Strand hat Sea­food und loka­le Küche.
Eben­falls an der Ecke der Stra­ße zum Strand ist das El Rincon de Jua­ni­to. Mein Tipp: Abends wird es zu einer Piz­ze­ria und fir­miert unter dem Namen El Goro­di­to magi­co. Die von Coco zube­rei­te­te Piz­za ist sehr lecker!
Tags­über und auch abends habe ich immer wie­der ger­ne auf der Haupt­stra­ße (gegen­über vom Flei­scher) vor dem Bäcker­la­den einen Kaf­fee getrun­ken.
Und zu guter letzt: natür­lich gibt es auch lecke­re Street­food!

Restaurant Atardecer in Mompiche

Restau­rant Atar­de­cer

Anrei­se & Wei­ter­rei­se nach/von Mom­pi­che

Bus­ver­bin­dun­gen in Ecua­dor
Von Esme­ral­das: 2 Stun­den, 74 km
Von Ata­ca­mes nach Mom­pi­che: es gibt direk­te Bus­ver­bin­dun­gen, ca 2 Stun­den, 2–3$. Alter­na­tiv: einen Bus nach Cha­man­ga neh­men und an der Abzwei­gung nach Mom­pi­che aus­stei­gen; wei­ter mit Collec­tivo-Taxi.
Von Coji­mí­es nach Mom­pi­che: Es ist etwas umständ­lich! Ich habe eine klei­ne Odys­see mit dem Bus gamacht: Ers­te Teil­stre­cke ging bis Peder­na­les. Neu­er Bus nach Cha­man­ga. Von dort geht es wei­ter mit dem Bus, der nach Esme­ral­das fährt. Zu guter letzt wird man an der Abzwei­gung nach Mom­pi­che raus­ge­las­sen. Dort stand dann bereits ein wei­te­rer Bus, der einen die letz­ten 4 Kilo­me­ter nach Mom­pi­che brach­te.
Ins­ge­samt habe ich 4 Stun­den für die 126km gebraucht.
Mit Boot von Coji­mies:
Ein Blick auf die Kar­te zeigt, dass Mom­pi­che eigent­lich nur einen Kat­zen­sprung ent­fernt ist und schräg gegen­über  von Coji­mí­es liegt. Man kann also im Hafen auch einen Fischer anspre­chen und sich für 50$ in 40 Minu­ten mit einem Boot nach Mom­pi­che brin­gen las­sen. Alter­na­tiv: Mit Boot von Coji­mí­es nach Dau­le 15$, wei­ter mit Moto­ta­xi für 1$ zur Fern­stra­ße und mit dem Bus der von Cha­man­ga kommt nach Mom­pi­che.
Von Mom­pi­che nach Canoa: ca 4–5 Stun­den, 7–8 $. Rou­te geht über die Umstei­geor­te Cha­man­ga und Peder­na­les.
Von Mom­pi­che nach Qui­to: Ich bin um 6 Uhr mor­gens über Esme­ral­das (umstei­gen) gefah­ren. Fahr­zeit ca 8 Stun­den.

Strand von Mompiche

Fazit und Rei­se­tipps für die Pazi­fik­küs­te Ecua­dors

Nach mei­nem Besuch auf den Gala­pa­gos Inseln bin ich nach Gua­ya­quil geflo­gen. Von dort habe ich dann — von Süden nach Nor­den — die fol­gen­den Küs­ten­or­te besucht und ent­spre­chen­de Bei­trä­ge geschrie­ben. All die­se Orte haben wei­te Strän­de und ihren eige­nen Cha­rak­ter. Für jeden Typ ist also etwas dabei. Mein per­sön­li­cher Favo­rit ist Ayam­pe, aber die ande­ren Orte fol­gen ganz dicht dahin­ter (mit Coji­mí­es als Schluss­licht).
Mon­ta­ñi­ta & Olon — Tipps zu Strand, Par­ty, sur­fen, Unter­künf­te…
Ayam­pe — Ent­schleu­ni­gung pur, chil­len. Yoga, sur­fen…
Puer­to López mit Playa Los Frai­les & Isla de La Pla­ta
Canoa — Tipps zu Strand, Anrei­se, Unter­künf­te… 
Coji­mí­es — Lohnt sich ein Abste­cher?

Surfer am Strand von Montañita

Sur­fer am Strand von Mon­ta­ñi­ta

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