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Die Kas­bah du Toub­kal im Imlil Tal, Marok­ko

Kasbah du Toubkal Imlil Tal Marokko, Foto: ©Alan Keohane

Kas­bah du Toub­kal im Imlil Tal.
Bei der Vor­be­rei­tung zu mei­nem Trip nach Marok­ko sto­ße ich immer wie­der auf das Foto der Kas­bah du Toub­kal. Das Hotel liegt so male­risch vor dem Mas­siv des Jbel Toub­kal im Imlil Tal, dass ich ihm unbe­dingt einen Besuch abstat­ten muss. 

Kasbah du Toubkal im Imlil Tal, groß, Marokko

Kas­bah du Toub­kal im Imlil Tal

Nur 60 km ent­fernt von Mar­ra­kesch liegt das Hotel Kas­bah du Toub­kal auf einem Hügel im Schat­ten des Jbel Toub­kal. Mit sei­nen 4.167 Metern ist er der höchs­te Berg Nord­afri­kas.
Nach der hek­ti­schen Betrieb­sam­keit von Mar­ra­kesch bin ich hier in einer kom­plett ande­ren Welt gelan­det. Dies ist der idea­le Ort um zu rela­xen und die Natur auf sich wir­ken zu las­sen.

Das Auto bleibt auf dem Park­platz im klei­nen Ber­ber­dorf Imlil auf 1.740 Metern. Gleich gegen­über liegt das Büro der Kas­bah. Dort wer­de ich freund­lich in Emp­fang genom­men. Mir wird das Gepäck abge­nom­men, und auf einem Maul­tier ver­staut. Dann gehe ich gemäch­lich eine Vier­tel­stun­de durch Wal­nuss­bäu­me berg­auf, bis ich auf 1.820 Metern Höhe das schwe­re Ein­gangs­tor der Kas­bah du Toub­kal errei­che.

Kasbah du Toubkal Imlil Tal, PP mit Maultier, Marokko
Kasbah du Toubkal im Imlil Tal, Gang zum Haupthaus, Marokko

Kasbah du Toubkal Imlil Tal, Innenhof, Marokko
Ein paar Stu­fen wei­ter geht es um eine Ecke und vor mir liegt ein pracht­vol­ler Gar­ten mit einem lan­gen Gang.
Im Haupt­ge­bäu­de durch­que­re ich einen Vor­raum und kom­me zur Rezep­ti­on. Aber vor der Erle­di­gung der For­ma­li­tä­ten bekom­me ich erst­mal einen Minz-Tee und genie­ße die dar­ge­reich­ten Dat­teln.
Danach ver­sorgt mich der freund­li­che Lah­cen in flie­ßen­dem Eng­lisch mit den nöti­gen Infor­ma­tio­nen.

Der Ursprung der Kas­bah du Toub­kal…

In den 50ern war das Anwe­sen die Som­mer­re­si­denz von Caid Soukta­ni, der in dem Gebiet das Sagen hat­te und die Inter­es­sen der fran­zö­si­schen Kolo­ni­al­macht umsetz­te. 1956, infol­ge der Unab­hän­gig­keit Marok­kos gab er das Anwe­sen auf und floh.

Erst 1989 über­nah­men die eng­li­schen Brü­der Chris & Mike McHu­go das Gelän­de, grün­de­ten die Fir­ma Dis­co­ver Ltd. und bau­ten das mitt­ler­wei­le maro­de Gebäu­de mit tra­di­tio­nel­len Mit­teln und den Ber­bern der Umge­bung im Lau­fe der Jah­re schritt­wei­se wie­der auf. Nach­dem 1996 die ers­te Stu­fe fer­tig war, kam Ende 96 der ame­ri­ka­ni­sche Regis­seur Mar­tin Scor­se­se und nutz­te die Umge­bung und das Gebäu­de als Klos­ter für sei­nen Film Kun­dun über die aben­teu­er­li­che Flucht des Dalai Lama.
Zu die­sem Zeit­punkt gab es hier noch kei­ne Elek­tri­zi­tät. Die soll­te erst 1997 Ein­zug hal­ten.
Damals wie heu­te wird aber alles mit Maul­eseln nach oben trans­por­tiert.
Das meis­te kommt der unmit­tel­ba­ren Nach­bar­schaft zugu­te. So wird auch das Hotel kom­plett von der loka­len Ber­ber­ge­mein­schaft geführt.

Kasbah du Toubkal Imlil Tal, Terrasse mit Garten, Totale, Marokko
Kasbah du Toubkal im Imlil Tal, Terrasse mit geschlossenen Schirmen, Marokko
Kasbah du Toubkal Imlil Tal, Terrasse, Ausschnitt, Marokko
Ich genie­ße mei­ne Tage in lan­gen Spa­zier­gän­gen, besu­che den Was­ser­fall und eini­ge der umlie­gen­den Dör­fer.
Ansons­ten ist auch ein­fach mal rela­xen in der Son­ne auf einer der zahl­rei­chen Ter­ras­sen ange­sagt.
Am ers­ten Tag war alles voll mit Tages­aus­flüg­lern, aber schon am Nach­mit­tag und auch am nächs­ten Tag sind wir ganz unter uns.

Kas­bah du Toub­kal Info

Zim­mer

14 Zim­mer ver­schie­de­ner Preis­klas­sen und 2 kom­plett ein­ge­rich­te­te Sui­ten mit eige­ner Küche, Wasch­ma­schi­ne und Kamin.
Zim­mer ab 168 € pro Nacht.
Die ein­fachs­te Kate­go­rie kann etwas eng sein.
Da es frisch wer­den kann, hän­gen im Zim­mer Kaf­ta­ne bereit.
Laut Web­sei­te muss man min­des­tens 2 Näch­te buchen, dies scheint aber nicht so streng gehand­habt zu wer­den, lässt sich zumin­dest über Buchun­s­por­ta­le umge­hen.

Kasbah du Toubkal Imlil Tal, Mein Zimmer Marokko
Kasbah du Toubkal Imlil Tal, Badezimmer, Marokko

Kasbah du Toubkal Imlil Tal, Wohnzimmer der Suite mit Kamin, Marokko

Wohn­zim­mer der Sui­te mit Kamin

Mahl­zei­ten

Früh­stück ist im Zim­mer­preis inbe­grif­fen.
Mit­tag­essen ca 15 € / Abend­essen ca 20 €
Kein Alko­hol­aus­schank (man kann sich alko­ho­li­sche Geträn­ke selbst mit­brin­gen), aber köst­li­ches Quell­was­ser!
Vor dem Abend­essen wäscht man sich tra­di­tio­nell die Hän­de in einer Scha­le.

Kasbah du Toubkal Imlil Tal, Vor dem Abendessen, Marokko

Kas­bah du Toub­kal: Vor dem Abend­essen…

Inter­net

Frei­es Inter­net in den Salons.

Ausflüge/Wanderungen/Trekking

Die Kas­bah du Toub­kal liegt ide­al für kur­ze und län­ge­re Wan­de­run­gen. Täg­lich wer­den um 10 und 15 Uhr kos­ten­lo­se Füh­run­gen von 1 ½ bis 2 Stun­den in die Umge­bung ange­bo­ten. Immer unter­schied­li­che Tou­ren.
Außer­dem wer­den län­ge­re Trek­king-Tou­ren ange­bo­ten. Auch auf den Jbel Toub­kal.
Kurz nach der Kas­bah gibt es links den Hang hoch auf dem Weg zum Dorf Armed klei­ne Was­ser­fäl­le mit ein paar ein­fa­chen Teestuben/Restaurants.

Kasbah du Toubkal im Imlil Tal, Guide Omar, Marokko

Gui­de Omar, im Hin­ter­grund die Kas­bah du Toub­kal

Kasbah du Toubkal Imlil Tal, Gegenüberliegender Ort Armed, Marokko

Kas­bah du Toub­kal: Gegen­über­lie­gen­der Ort Armed

Kasbah du Toubkal Imlil Tal, Dorf Armed, Marokko

Rei­se­zei­ten

Bes­te Zeit März – Mai (Blü­te­zeit) und Sep­tem­ber bis Mit­te Novem­ber.
Für Ski­fah­rer Janu­ar + Febru­ar

Man kann die Hotel­an­la­ge und die Ter­ras­sen auch besu­chen, wenn man nicht dort wohnt. (5 € Ein­tritt incl Getränk).
Ich wur­de vom Hotel ein­ge­la­den. Das Titel­bild des Bei­tra­ges stammt von ©Alan Keoha­ne.

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1 Kommentare

  1. Pete Bergens sagt

    Tja, Peter, das kann man nun so oder so sehen. Natür­lich ist die Kas­bah ziem­lich aus­ser­ge­wöhn­lich und auch sehr male­risch gele­gen. Aber eini­ges stört schon sehr: So wie sie auf den offi­zi­el­len Bil­dern aus­sieht, sieht sie eben nicht mehr aus. Der Kom­merz hat halt auch hier Ein­zug gehal­ten, was zur Fol­ge hat, dass noch ein paar Zim­mer und Sui­ten zusätz­lich ange­baut wur­den, was den Gesamt­ein­druck stark ver­än­dert. Die Ter­ras­se wur­de auch ver­grö­ßert, um den Ansturm der Tages­gäs­te opti­mal nut­zen zu kön­nen. Die “nor­ma­len” Zim­mer sind für den Preis (168€ pro Nacht) zu klein und zu umkom­for­ta­bel, und für 20€ pro Per­son habe ich in Marok­ko auch wesent­lich bes­ser geges­sen. Fazit: kann man machen, muss man aber nicht, schon gar nicht län­ge­re Zeit.

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