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Myan­mar: Lake Inle + das mys­ti­sche Kak­ku

Fischer auf dem Inle Lake

Täg­li­che Kon­ver­sa­ti­on:
“(Hel­lo Mis­ter) Whe­re you from”?
Egal wel­ches Land man jezt angibt, die Ant­wort wird meis­tens lau­ten: “Oh, nice coun­try”
Oft war‘s das denn auch schon. Falls es dann wider Erwar­ten wei­ter­ge­hen soll­te, folgt even­tu­ell noch ein “What your name?” oder “Whe­re (are) you going?”.
Falls man auf die letz­te­re Fra­ge ernst­haft ant­wor­ten soll­te, bringt man den Gesprächs­part­ner meis­tens in Ver­le­gen­heit, weil er nicht mehr fol­gen kann.
Die­se Fra­ge wird einem auch sehr ger­ne im Vor­bei­fah­ren vom Motor­rad zuge­ru­fen, qua­si als Gruss.….

Inle Lake, Shwe Yan Pyay Pagoda nahe Nyaungshwe

Shwe Yan Pyay Pago­da

Lake Inle
Bin in Nyaungs­hwe, dem Haupt­ort des gleich­na­mi­gen Distrik­tes, not­ge­drun­gen vom Princess Gar­den Hotel ins auch zen­tral gele­ge­ne May Guest House (hell­hö­rig, aber ok) gezo­gen. Das Aqua­ri­us mach­te auch einen sehr guten Ein­druck, war aber lei­der voll.

Es emp­fiehlt sich ein Rad zu mie­ten. Ich bin zB nach Mine Thauk (11 km) gera­delt. Dort kann man links den Berg hoch zu einer Pago­de + Klos­ter, von wo man einen schö­nen Blick über den See hat. Rechts geht es über einen ewig lan­gen Holz­steg zu den im See ste­hen­den rest­li­chen Häu­sern des Dor­fes.

Myanmar, Inle Lake, Bootsableger in Mine Thauk

Boots­ab­le­ger in Mine Thauk

Von hier kann man sich mit dem Rad in einem Kanu auf die ande­re Sei­te des Sees nach Khaung Daing über­set­zen las­sen und zurück­ra­deln.

Ein wei­te­rer Tag auf dem Lake Inle…

Der See ist berühmt für sei­ne Fischer, die in ihrem Boot auf einem Bein ste­hen und mit dem ande­ren Bein rudern. Die Aus­beu­te der Fische erscheint mir sehr kläg­lich und wenn wir auf einen Fischer zuhal­ten, fängt er sofort an für ein Foto zu posen.
Viel­leicht wer­den ja von der Regie­rung inzwi­schen Models ange­stellt?

Fischer auf dem Inle Lake

Fischer auf dem Inle Lake

Heu­te war ich Hahn im Korb, weil ich mit 4 Mädels unter­wegs war (Spa­ni­en, Schweiz, 2x Frank­reich). Unser Boots­mann sprach kein ein­zi­ges Wort eng­lisch, sodass wir die eigent­lich geplan­te Tour nicht wirk­lich zustan­de brach­ten.
Wir besuch­ten u.a. die dres­sier­ten(!) Kat­zen im Klos­ter The Jum­ping Cats 🙁 / Nga Phe Kyaung Klos­ter und bei einem wei­te­ren Stop meh­re­re Langhalsfrauen/“Giraffen(Hals)Frauen”/Long-Neck-Frau­en. Das sind Frau­en der Paduang, die aus Tra­di­ti­on  Mes­sing-Rin­ge bzw. -Spi­ra­len um den Hals tra­gen — dadurch wird der Hals gedehnt und der Kopf wirkt etwas klei­ner als nor­mal. Ich fand es sehr depri­mie­rend. Hat­te das Gefühl die Frau­en waren dort als Köder für Tou­ris­ten aus­ge­setzt.
Da sie nor­ma­ler­wei­se an der Gren­ze zu Thai­land leben, sind vie­le von ihnen wegen poli­ti­scher Unru­hen auch dort­hin geflüch­tet.
In Thai­land gibt es in der Nähe der Gren­ze offen­bar sogar Schau­dör­fer(!) in denen man sie gegen Dol­lar besich­ti­gen kann!
Die Mäd­chen bekom­men die ers­ten Ringe/Spiralen schon mit 5–9 Jah­ren und spä­ter ist es dann eine Spi­ra­le mit ins­ge­samt 25 “Rin­gen”, die den Hals lang deh­nen. Das gan­ze ist sau­sch­wer, 2 Kilo! Tag und Nacht, bis zum Lebens­en­de. Schreck­lich.

Haus auf dem Lake Inle

Haus auf dem Lake Inle

Immer­hin kam es dann doch noch zu einem High­light: als der Boots­mann mit­tags sein übli­ches Restau­rant ansteu­ern woll­te, lehn­te ich dies ab und bat ihn uns in das gegen­über­lie­gen­de Restau­rant zu fah­ren. Dort waren offen­sicht­lich vie­le Locals und es gab live-Musik. Es war bre­chend voll, sodass wir uns einen Platz im hin­te­ren Teil such­ten. Alles fand auf dem Boden statt. Es gab unter­schied­li­che, reich­li­che Spei­sen in klei­ne­ren Schüs­seln, rund um einen gro­ßen Topf Reis arran­giert.
Kaum hat­ten wir Platz genom­men, erläu­ter­te uns jemand den Inhalt der ver­schie­de­nen Schüs­seln. Wäh­rend wir kräf­tig zulang­ten und es uns schme­cken lie­ßen, erklär­te er uns, dass wir auf einer Hoch­zeit sei­en und herz­lich ein­ge­la­den wären.
Was für eine Über­ra­schung!
Nach dem Essen wur­den wir in den ers­ten Stock geführt und dem Braut­paar vor­ge­stellt.
Natür­lich haben wir uns artig bedankt!

 

Myanmar, Lake Inle, Brautpaar

Lake Inle, Braut­paar

Tages­aus­flug nach Kak­ku

Myanmar, Kakku, …rund 2.500 Stupas auf engstem Raum, Tagesausflug von Lake Inle

Kak­ku, …rund 2.500 Stu­pas auf engs­tem Raum

Mit dem Taxi (50.000 Kt., obli­ga­to­ri­scher Gui­de 5 $, Ein­tritt 3$) ging es zuerst zu einem der zwei Wein­gü­ter in Myan­mar. Geführt wird es seit 5 Jah­ren von einem Deut­schen, der in Mün­chen Pasing eine Vino­thek hat­te. Sei­ne Erfah­run­gen der letz­ten 5 Jah­re waren span­nend — er rede­te ohne Punkt und Kom­ma.

Myanmar, Kakku

Myan­mar, Kak­ku

Myanmar, Kakku

Myan­mar, Kak­ku

Nach Auf­nah­me eines weib­li­chen Gui­de (stu­dier­te eigent­lich eng-lisch) ging es dann nach Kak­ku Bin sehr froh, dass ich die­sen Aus­flug gemacht habe.
Rund 2.500 Stu-pas auf engs­tem Raum.

Sowie ein leich­ter Wind geht, wis­pern auf den Spit­zen die Glo­cken­spie­le. Ganz anders als das, was ich bis­her gese­hen habe.

High­light auf dem Rück­weg: Shwe Yan Pyay Pago­da (auch als kur­zer Spa­zier­gang von Nyaungs­hwe mach­bar).

Myanmar, Inle Lake, Shwe Yan Pyay Pagoda, kleine Statuen in Nischen

Inle Lake, Shwe Yan Pyay Pago­da nahe Nyaungs­hwe

Kalaw in den Ber­gen ist ein schö­ner Start­ort für Trek­king­tou­ren…

Myanmar, In der Nähe von Kalaw

Myan­mar, In der Nähe von Kalaw

Mor­gens mit dem Zug in einer sehr lang­sa­men Fahrt wei­ter nach Kalaw. Der Ort liegt auf 1.340m, hat ein ange­neh­mes Kli­ma, liegt schön in den Ber­gen (meh­re­re Aus­flugs­zie­le) und ist Aus­gangs­punkt für Trek­king­tou­ren (z.B. in 3 Tagen nach Lake Inle).

Quar­tier im Gol­den Lily Guest House (das bes­te dar­an ist die gro­ße Veran­da; Ach­tung: die Schlüs­sel pas­sen bei meh­re­ren Zim­mern!).

Auf dem Markt habe ich die net­te Ruby (hat dort einen Laden gegen­über vom Cen­tral Hotel; ihrer Fami­lie gehört das Win­ner Hotel) und eine Deut­sche (Moni­ka Proksch) ken­nen­ge­lernt, die sich dort um Wai­sen­kin­der küm­mert. Ihr Pro­jekt habe ich dann gleich mit ihr besucht. Anschlie­ßend war ich mit den bei­den dann noch bei dem viet­na­me­si­schen Mönch Hori Tran , der 7 Aus­län­der bei sich leben hat, die er in Medi­ta­ti­on unter­rich­tet (Auf­ste­hen um 4:30 Uhr!).

Er darf dies aller­dings nur, wenn man als Aus­län­der ein ent­spre­chen­des Visum bean­tragt hat. Man muss vor­her eine schrift­li­che Ein­la­dung von ihm bekom­men. Mit die­ser geht man dann zur Bot­schaft in sei­nem Land. Die Regie­rung passt sehr genau auf, dass dies ein­ge­hal­ten wird und wer bei ihm lebt.

Bis­her über Myan­mar erschie­nen:
Von Yan­gon nach Chaung Tha ans Meer
In Teil 3 geht’s nach Bagan

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4 Kommentare

  1. Michael Flug sagt

    Hal­lo Peter,

    dein unnö­ti­ges Mit­leid für die Long­neck-Frau­en lässt mich doch nur fra­gen, ob du dir bewusst bist, dass das hun­der­te Jah­re alte Kul­tur ist.(ebenso wie die Tel­ler­lip­pen in Afri­ka). Es ist gerad­zu respekt­los hier einen ver­weicht­lich­tes west­li­che Groß­stadt-Mit­leid anzu­brin­gen, denn es ist ihre Kul­tur. Das ins­be­son­de­re in Thai­land ein Geschäft dar­aus gemacht wird hat aber auch zwei Sei­ten der Medail­le, einer­seits ist es schon Show, ande­rer­seits wird damit aber der Erhalt der Tra­di­ti­on ermög­licht, der unmög­lich wäre wenn man in einer zuneh­mend moder­nen Welt denkt dass man so etwas umsonst zu sehen bekommt. Ein biss­chen Recher­che und Anpas­sungs­wil­le im Bewusst­sein dass du als West­ler dort Gast bist und nicht dar­über die Nase zu rümp­fen hast, hät­te dir gut getan.

  2. Margarete Gebhardt sagt

    Hal­lo,
    wir waren 2002 in Myan­mar, zu einer Zeit, wo der Tou­ris­mus noch eher in den Kin­der­schu­hen steck­te. Auch wir haben damals die Lang­hals­frau­en “besich­tigt”, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes. Pro Per­son wur­den 10$ Ein­tritt ver­langt. Durch eine Tür gelang­te man in einen Hof, wo sich die Frau­en sofort zum Beschau­en und Foto­gra­fie­ren in eine Rei­he stell­ten. Unse­ren Besuch emp­fand ich als schlecht — wie in einem Zoo. Das she ich als das wirk­li­che Übel. Was kommt bei den Frau­en über­haupt an?

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