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Unter­wegs im Dou­ro-Tal — Sehens­wür­dig­kei­ten & High­lights, Info + Tipps

Douro Valley: Douro + Weinberge, Titel 1 © PetersTravel

Das Dou­ro-Tal und der Nor­den Por­tu­gals:

Das Dou­ro-Tal im Nor­den Por­tu­gals — mit sei­nen Gra­nit- und Schie­fer­ge­stei­nen eines der größ­ten Wein­an­bau­ge­bie­te der Welt — stand schon lan­ge auf mei­ner Bucket List. Umso mehr freu­te ich mich über eine Ein­la­dung das Welt­kul­tur­denk­mal der UNESCO ken­nen­zu­ler­nen.

Douro Valley: Weintrauben © PetersTravel
Ich muss mir dies­mal kei­nen Kopf über eine Rou­te machen, son­dern will es mir ein­fach gut gehen las­sen. Mal sehen, was sich mein Gast­ge­ber AETUR alles aus­ge­dacht hat.

Erst­mal war­te ich aller­dings am Strand von Por­to auf den Rest der inter­na­tio­na­len Trup­pe und schaue zu wie sich die Ein­hei­mi­schen an einem son­ni­gen Tag die Zeit ver­trei­ben…

Am Strand von Porto, Portugal @ PetersTravel

Am Strand von Por­to

Dann taucht der Bus auf und wir machen uns auf den Weg Rich­tung Dou­ro Val­ley.
Nach ca 50 km machen wir einen Zwi­schen­stop. Wir besu­chen das auf den ers­ten Blick unschein­ba­re Städt­chen Ama­ran­te. Den wah­ren Charme des Ortes ent­deckt man erst im klei­nen Orts­kern: Kir­che und Klos­ter São Gonça­lo, davor ein Floh­markt. Aber vor allem der Besuch der für ihre Süßig­kei­ten bekann­ten Con­fei­ta­ria da Pon­te jen­seits der Brü­cke lohnt den Stop.
Wer hier schon über­nach­ten möch­te, wählt sicher ger­ne das alt­ehr­wür­di­ge Hotel Casa de Calza­da mit sei­nem Ster­ne­re­stau­rant.

Amarante, Kirche und Kloster São Gonçalo © PetersTravel

Ama­ran­te, Kir­che und Klos­ter São Gonça­lo

Portugal, Amarante, Süßigkeiten Brisas do Tamega © PetersTravel

Ama­ran­te, Süßig­kei­ten Bri­sas do Tame­ga

Uns aber zieht es in das 5*Hotel Dou­ro Roy­al Val­ley. Das Hotel ist neu und modern mit einer weit­läu­fi­gen, nüch­ter­nen Lob­by und Restau­rant. ich kann es gar nicht fas­sen, das alle 70 Zim­mer aus­ge­bucht sind. Wo sind all die Gäs­te?
Am nächs­ten Mor­gen gehe ich als ers­tes zur Ter­ras­se, wo ich ein Bad im Infi­ni­ty Pool neh­me und den Blick über das unglaub­li­che Dou­ro Tal und die Wein­ber­ge genie­ße.
Wir besich­ti­gen das Schwes­ter­ho­tel Dou­ro Palace (dem­nächst gibt es einen geson­der­ten Bei­trag über Hotels), das mir per­sön­lich wesent­lich bes­ser gefällt.

Douro-Tal, Pool des Hotel Douro Royal Valley © PetersTravel

Pool vom Hotel Dou­ro Roy­al Val­ley

Douro-Tal, Hotel Douro Palace © PetersTravel

Hotel Dou­ro Palace

Info 5* Hotel Dou­ro Roy­al Val­ley  Spa, Infi­ni­ty Pool, Neu­bau seit Juni 2015. Lage direkt am Dou­ro. 70 Zim­mer. Prei­se je nach Sai­son 135 — 200 €. Etwas hell­hö­rig.
Hotel Dou­ro Palace, 4 Ster­ne, Pool, Spa, 60 Zim­mer, mit­ten in den Wein­ber­gen.
Kon­zept: Akti­vi­tä­ten wie Spa­zier­gän­ge in den Wein­ber­gen, bei der Ern­te zuschau­en etc. 

Das Wein-Dorf Prove­sen­de, die Bäcke­rei Fáti­ma und ein tra­di­tio­nel­les Mit­tags­mahl in der Tas­ca Papas Zai­de…

Douro-Tal, Provesende, In der Bäckerei Fátima © PetersTravelDouro-Tal, Provesende, Bäckerei Fátima, fertiges Brot © PetersTravelWir fah­ren in das klei­ne 300-See­len-Dorf Prove­sen­de. Hier war­tet schon Con­cei­cao vor der Bäcke­rei Fáti­ma auf uns. Ihr Tage­werk hat sie längst hin­ter sich, schließ­lich steht sie bereits seit halb fünf in der Back­stu­be, um das Brot für den Ort und die Umge­bung auf tra­di­tio­nel­le Art zu backen. Tra­di­tio­nell bedeu­tet hier jeden Tag im 60 Jah­re alten Ofen, der mit Kie­fern­rei­sig beheizt wird, 190 Lai­be Brot zu backen. Jedes Brot mit der Hand geformt und einem Gebet beglei­tet.
700 Gramm, 45 Minu­ten ein­la­den und 60 Minu­ten backen. Man­che hel­ler, ande­re dunk­ler. Der Lohn pro Brot: 1,20 €uro. Und wer es nicht zur Bäcke­rei schafft, der bekommt es ins Haus gelie­fert.
Tag­ein, tag­aus.
Urlaub?
Da müs­se sie erst­mal mit ihrem Mann reden, ob sie für ein paar Tage ihren Sohn in der Schweiz besu­chen kann.

Douro-Tal, Provesende © PetersTravel

Prove­sen­de

Ich erkun­de das Dorf und sei­ne Umge­bung bis es Zeit zum Mit­tag­essen ist. Und das gibt es heu­te im obe­ren Stock der Tas­ca Papas Zai­de. Der ist offen­sicht­lich den Tou­ris­ten vor­be­hal­ten.
Ich füh­le mich wie bei Groß­mut­tern im Wohn­zim­mer.
Und so lecker schmeckt es dann auch. Vor allem dem Scho­ko­la­den­ku­chen kann man ein­fach nicht wider­ste­hen.

Das Städt­chen Pin­hao, unter­wegs mit dem his­to­ri­schen Zug und danach mit einem Rabelo auf dem Dou­ro Fluß.

Douro-Tal, Bahnhof von Pinhão mit Gleisen © PetersTravel

Dou­ro-Tal, Bahn­hof von Pin­hão

Douro-Tal, Azulejos am Bahnhof von Pinhão, Kacheln, © PetersTravel

Azu­le­jos am Bahn­hof von Pin­hão

Nach einem klei­nen Ver­dau­ungs­spa­zier­gang fah­ren wir — dies­mal in einem schmu­cken Old­ti­mer­bus — tal­ab­wärts zum Bahn­hof von Pin­hao. Hier­her kom­men auch vie­le Aus­flüg­ler mit dem Zug direkt von Por­to.
Wir wol­len von hier mit dem his­to­ri­schen Zug fah­ren. Unser Ziel ist die End­hal­te­stel­le Tua.
Laut pfei­fend ver­kün­det der Zug sei­ne Ankunft. Bevor es wei­ter­geht, muss er dann aber erst­mal mit Was­ser betankt wer­den. Ein dank­ba­rer Auf­ent­halt für die Foto­gra­fen.
Wer den rich­ti­gen Wag­gon erwischt, kommt schon im Zug in den Genuss einer tra­di­tio­nel­len Musik­grup­pe. Spä­tes­tens im Bahn­hof von Tua gibt es dann noch ein Ständ­chen für alle.

Douro-Tal, Historischer Zug in Pinhão © PetersTravel

His­to­ri­scher Zug in Pin­hão

Douro-Tal: Weinberge im September, vom Zug aus gesehen... © PetersTravel

Dou­ro-Tal: Wein­ber­ge im Sep­tem­ber, vom Zug aus gese­hen.…

In Tua ange­kom­men, gehen wir die paar Schrit­te bis zum Ufer des Dou­ro, wo schon ein Rabelo Boot — ein Nach­bau des Boots­typs, der frü­her zum Trans­port von Wein­fäs­sern ein­ge­setzt wur­de — auf uns war­tet. In einer Stun­de geht es dann wie­der gemäch­lich zurück nach Pin­hao.
Und wenn man ent­spre­chend vor­ge­sorgt bzw. gebucht hat, kann man auf der unver­gess­li­chen Boots­fahrt nicht nur die wun­der­vol­le Land­schaft mit den Wein­ber­gen und Quin­tas zu bei­den Sei­ten an sich vor­bei­glei­ten las­sen, son­dern auch ein Pick­nick genie­ßen.
PS Das Sah­ne­häub­chen zum Abschluss war dann in Pin­hao die Besich­ti­gung des alt­ehr­wür­di­gen 5-Ster­ne Vin­ta­ge Hou­se Hotel. Very Bri­tish. Hier lässt es sich aus­hal­ten!  

Douro-Tal, Rabelo auf dem Douro Fluß © PetersTravel

Rabelo auf dem Dou­ro Fluß

Info: Von Por­to nach Pin­hao sind es ca 120km. Die Fahrt mit dem nor­ma­len Zug dau­ert ca 2 Stun­den. Der his­to­ri­sche Zug mit Dampf­lo­ko­mo­ti­ve und alten Wag­gons aus dem Jahr 1925 ver­kehrt nur im Som­mer — Juni bis Okto­ber — von Régua über Pin­hao nach Tua an den Wochen­en­den; Platz­re­ser­vie­rung ist rat­sam; rechts sit­zen. Für 300 € darf man sogar auf der Loko­mo­ti­ve mit­fah­ren.
Von Tua mit dem his­to­ri­schen Rabelo auf dem Dou­ro zurück in 1 Stun­de, 10 €
Ach­tung: Das Boot fasst nur 45  Per­so­nen! Also sinn­vol­ler­wei­se reser­vie­ren.
Man kann natür­lich auch von Pin­hao mit dem Boot nach Tua fah­ren und zurück mit dem Zug oder auch mit einem Kajak, das man bei der Reser­vie­rung gebucht hat!
Kon­takt: Magni­fi­co Dou­ro / Ricar­do Cos­ta ricardo@magnificodouro.pt

Das Museu do Dou­ro in Régua und ein wun­der­vol­les Essen in der Casa Cal­cos do Tan­ha bei den „5 Schwes­tern“.

Douro-Tal, Obststand © PetersTravel

Douro-Tal: Ausflugsboote in Régua © PetersTravel

Dou­ro-Tal: Aus­flugs­boo­te in Régua

Unter­wegs im Alto Dou­ro laden immer mal wie­der ein klei­ner Obst­stand oder Mira­dou­ros (Aus­sichts­punk­te) mit spek­ta­ku­lä­rer Aus­sicht zu einem Foto­s­top ein.
Wir sind auf dem Weg zum Museu do Dou­ro in Régua.
Das Städt­chen ist mit gut 17.000 Ein­woh­nern, dem Bahn­hof und gut orga­ni­sier­ten Boots­tou­ren für Aus­flugs­schif­fe offen­sicht­lich ein Magnet für Tou­ris­ten.

Im Muse­um bekommt man einen guten Über­blick über den Anbau der Reben, die Wein­pro­duk­ti­on und über den Trans­port in frü­he­ren Zei­ten ver­mit­telt.
Fas­zi­nie­rend und zugleich des­il­lu­sio­nie­rend fin­de ich die „Geruchs­sta­ti­on“: fas­zi­nie­rend, weil man die ver­schie­de­nen Geschmacks­rich­tun­gen des Port­weins rie­chen kann, des­il­lu­sio­nie­rend, weil die­ser Geruch natür­lich künst­lich her­ge­stellt wird! Bei der anschlie­ßen­den, kos­ten­lo­sen Wein-Pro­be auf der Ter­ras­se bin ich aber wie­der schnell ver­söhnt.

Douro-Tal, Casa Calços do Tanha, Gedeckter Tisch, © PetersTravel

Mit­tag­essen in der Casa Calços do Tan­ha

Douro-Tal, Casa Calços do Tanha, Wein im Kübel, © PetersTravelDouro-Tal, Casa Calços do Tanha, Leite Creme, © PetersTravelEin beson­de­res Erleb­nis war dann der Besuch der nur 5 Kilo­me­ter ent­fern­ten Casa Calços do Tan­ha. Das Haus ist als Anlauf­punkt der Port­wein Rou­te bei Tou­ris­ten beson­ders beliebt. Ins­ge­samt gibt es 5 Schwes­tern: alle haben die „Maria“ in ihrem Namen und alle küm­mern sich um das Fami­li­en­un­ter­neh­men.
Sel­ten wur­de ich mit einer sol­chen Herz­lich­keit emp­fan­gen und habe mich so wohl gefühlt. Bei die­ser Herz­lich­keit gerie­ten die Wein­ver­kos­tung und das köst­li­che Mahl mit den regio­na­len Spe­zia­li­tä­ten fast zur Neben­sa­che.

Info zur Casa Calços do Tan­ha, Vilar­in­ho dos Frei­res
 Für Grup­pen wer­den auf der Ter­ras­se und in den his­to­ri­schen Räu­men der Wein­pres­se Mit­tag­essen ange­bo­ten. Es gibt auch Gäs­te­zim­mer. Ger­ne wird man von Sus­a­na vom Bahn­hof in Régua abge­holt.

Dou­ro-Tal — Aus­flug in die his­to­ri­sche Ver­gan­gen­heit: Tarou­ca, Ucan­ha und Sal­ze­das…

Douro Valley: Zisterzienserabtei São João de Tarouca © PetersTravel

Dou­ro Val­ley: Zis­ter­zi­en­ser­ab­tei São João de Tarou­ca

Douro Valley Turm + Stadttor von Ucanha © PetersTravel

Turm &; Stadt­tor von Ucan­ha

Beim Besuch der 3 Orte Tarou­ca, Ucan­ha und Sal­ze­das bleibt der Wein außen vor. Hier geht es aus­schließ­lich um einen Aus­flug in die his­to­ri­sche Ver­gan­gen­heit. Über­all wur­de in den letz­ten Jah­ren gebud­delt und sehr erfolg­reich auf­wen­dig und wun­der­schön restau­riert, zB in der ehe­ma­li­gen Zis­ter­zi­en­ser­ab­tei São João de Tarou­ca, deren Bau im Jahr 1168 begon­nen wur­de, oder das Klos­ter Mostei­ro de San­ta Maria de Sal­ze­das. Alles kann man besich­ti­gen.
Und da wir heu­te soviel his­to­ri­sches gese­hen haben, gibt es zum abend­li­chen Abschluss ein Mönchs­din­ner in der Casa do Paço de Dal­va­res.
Das aller­dings scheint für den nor­ma­len Tou­ris­ten eher uner­reich­bar. Dafür kann man sich ein­mal im Jahr für ein abend­li­ches fest­li­ches Din­ner mit Klas­si­scher Musik im Innen­hof des Mostei­ro de San­ta Maria de Sal­ze­das anmel­den.
Unser Haupt bet­ten wir heu­te in der Quin­ta do Casal Dron­ho.

Douro Valley, Mosteiro de Santa Maria de Salzedas, © PetersTravel

Mostei­ro de San­ta Maria de Sal­ze­das

Douro Valley, Weinberge im September bei meinem Hotel Quinta do Casal Dronho © PetersTravel

Wein­ber­ge im Sep­tem­ber bei mei­nem Hotel Quin­ta do Casald­ron­ho

Dou­ro-Tal — Die Ruta do Vin­ho do Por­to: Quin­ta Casa Ama­re­la und die Quin­ta do Val­la­do
Heu­te begin­nen wir den Tag — qua­si zum Auf­wär­men — mit einem Besuch des Fami­li­en­be­trie­bes Quin­ta Casa Ama­re­la. Das Ober­haupt Gil Reguei­ro erzählt, dass sie seit 1885, jetzt in der 4ten Gene­ra­ti­on, Wein pro­du­zie­ren und in mitt­ler­wei­le 15 Län­der expor­tie­ren.
80.000 Fla­schen im Jahr, sogar nach Ango­la.
In einem Wein­kel­ler prä­sen­tiert er sei­nen gan­zen Stolz: ein altes Fass mit 7.650 Litern. Die ruhen hier seit 80 Jah­ren.
Im Hin­ter­grund spielt 24 Stun­den lang dezen­te, klas­si­sche Musik. Vivaldi’s 4 Jah­res­zei­ten.

Gil Regueiro vor seinem ganzen Stolz: 7.650 Liter ruhen hier seit 80 Jahren.... © PetersTravel

Gil Reguei­ro vor sei­nem gan­zen Stolz: 7.650 Liter ruhen hier seit 80 Jah­ren.…

Wir machen einen Sprung zum nächs­ten Wein­gut auf der Ruta do Vin­ho do Por­to, zur Quin­ta do Val­la­do, eines der ältes­ten und berühm­tes­ten Wein­gü­ter im Dou­ro-Tal­Hier ist alles ein paar Num­mern grö­ßer: 900.000 Fla­schen im Jahr! Die Quin­ta exis­tiert zwar schon seit 1716, der ganz gro­ße Schritt kam aber erst 1997!
Im Jahr 2011 wur­de sogar einer der Wei­ne von dem ein­fluss­rei­chen ame­ri­ka­ni­schen Maga­zin Wine Spec­ta­tor unter die „Top 100 Wines“ auf Platz 7 ein­ge­reiht!
Aber nicht nur die Wei­ne sind gut. Sogar der sty­li­sche Neu­bau aus Schie­fer vom Archi­tek­ten Fran­cis­co Viei­ra de Cam­pos hat mir sehr gut gefal­len!
Info: Hier gehts zur eng­lisch­spra­chi­gen Home­page der Quin­ta do Val­la­do  Füh­run­gen um 11:30 und 15 Uhr. Es gibt auch ein schö­nes Hotel.

Douro Valley, In den Kellern der Quinta do Vallado, © PetersTravel

In den Kel­lern der Quin­ta do Val­la­do

Douro-Tal: Weinkeller in der Quinta do Vallado, © PetersTravel

Wein­kel­ler der Quin­ta do Val­la­do

Douro-Tal: Weinprobe in der Quinta do Vallado, © PetersTravel

Wein­pro­be in der Quin­ta do Val­la­do

Pick­nick am Mira­dou­ro São Leo­nar­do da Galaf­u­ra

Ein Wow-Erleb­nis hat man unwei­ger­lich, wenn man in der Nähe des Dor­fes Galaf­u­ra zum Kirch­lein São Leo­nar­do und dem Mira­dou­ro (Aus­sichts­punkt) hin­auf­fährt. Aus gutem Grund gibt es hier auch ein paar Bän­ke. Der Blick ins Tal, auf den tief unten lie­gen­den, ruhig dahin­flie­ßen­den Dou­ro und die gegen­über­lie­gen­den Wein­ber­ge mit ihren Quin­tas und Sola­res (Her­ren­häu­sern) ist sicher der Höhe­punkt die­ses Tages. Wenn man dann noch ein Pick­nick dabei hat, fühlt man sich wie Gott in Frank­reich bzw. in Por­tu­gal….

Douro Valley: Blick vom Miradouro bei Galafura © PetersTravel

Dou­ro Val­ley: Blick vom Mira­dou­ro bei Galaf­u­ra

Sabro­sa und die Casa Bar­ros — Auf den Spu­ren von Oli­ver Stone

Sabro­sa ist ein klei­ner Ort mit 1.200 Ein­woh­nern, nur 15 km von Vila Real ent­fernt. Wenn man den Ort ein­fach links lie­gen lässt — was einem leicht pas­sie­ren kann — ver­passt man die Casa Bar­ros, ein sehr char­man­tes Bed & Bre­ak­fast mit nur 14 Bet­ten und einem schö­nen Pool im ursprüng­li­chen Gar­ten. Das Her­ren­haus stammt aus dem Jahr 1730(!). Die stol­ze Besit­ze­rin Tere­sa erzählt uns von den bri­ti­schen Vor­fah­ren und führt uns durch die Räu­me. Die rie­si­ge Küche ist ein­fach ein Traum, wie aus einem Mär­chen der Gebrü­der Grimm. Kein Wun­der, dass der Regis­seur Oli­ver Stone bei sei­nem Besuch unbe­dingt nur hier essen woll­te.
Die nor­ma­len Gäs­te tafeln aber nicht weni­ger schlecht in einem geschmack­voll reno­vier­ten Raum, direkt neben den alten Gra­nit-Becken, in denen frü­her der Wein gestampft wur­de.
Wäre ich allei­ne oder in klei­ner Grup­pe unter­wegs, dann wäre ich jetzt sicher hier geblie­ben.

Douro Valley: Casa Barros in Sabrosa, © PetersTravel

Dou­ro Val­ley: Casa Bar­ros in Sabro­sa

So aber machen wir uns auf den Weg zum Hotel Dou­ro Sca­la.
Dabei fah­ren wir nach dem Ein­gangs­tor den letz­ten Kilo­me­ter berg­auf durch die haus­ei­ge­nen Wein­ber­ge. Im Her­ren­haus sind mit der Rezep­ti­on groß­zü­gi­ge Räu­me erhal­ten geblie­ben. Auch eine klei­ne Kapel­le gibt es im Haus. Dazu ist ein moder­ner Trakt ent­stan­den, in dem man sich auf den lan­gen Gän­gen ger­ne mal ver­läuft. Wenn man dann hil­fe­su­chend das Per­so­nal nach dem Weg fra­gen möch­te, stellt man fest, dass das Per­so­nal in die­sem Haus Man­gel­wa­re zu sein scheint.
Mein Zim­mer ist groß und eigen­wil­lig gestal­tet, dabei ist das in den Raum inte­grier­te Bad zwar inter­es­sant aber ver­mut­lich nicht jeder­manns Geschmack.
Aller­dings ist der Pool in der frei­en Natur mit der atem­be­rau­ben­den Aus­sicht unschlag­bar.
Info: Gebucht wer­den kann die Casa dos Bar­ros in Sabro­sa in der Rua Mada­le­na über die übli­chen Buchungs­por­ta­le oder unter Bed & Breakfast.eu

Douro Valley: Hotel Douro Scala am Abend, ©PetersTravel

Hotel Dou­ro Sca­la am Abend

Der Pala­cio de Mateus, ein tou­ris­ti­sches High­light bei Vila Real…

 

Douro Valley, Der Palacio de Mateus mit Spiegelung, © PetersTravel

Douro Valley, Der Palacio de Mateus, groß, © PetersTravel

Casa de Mateus, Garten mit Bassins, Portugal ©PetersTravelCasa de Mateus, Garten 1, Portugal ©PetersTravelCasa de Mateus, Garten 2, Mit Gebäude, Portugal ©PetersTravelDie Schlan­ge von Bus­sen lässt erah­nen, dass wir ein High­light besu­chen wer­den. Durch einen Park nähern wir uns dem 1745 erbau­ten Mateu­s­pa­last. Offen­sicht­lich ist das mir bereits von der Abbil­dung der gleich­na­mi­gen Bocks­beu­tel mit Roséwein bekann­te Her­ren­gut das nobels­te im gan­zen Lan­de. Erbaut wur­de es von Nico­lau Naso­ni, der auch schon in Por­to für ein High­light — den Clé­ri­go-Turm — zustän­dig war.
Zum Palast gehö­ren das Haupt­ge­bäu­de, ein Wein­kel­ler, eine Kapel­le und vor allem ein wun­der­schö­ner Park.
Her­aus­ra­gend sind die baro­cken Innen­räu­me mit herr­li­chen, geschnitz­ten Holz­de­cken, einer reich­hal­ti­gen Biblio­thek und Möbeln aus Por­tu­gal, Spa­ni­en und Frank­reich.
Wobei mir per­sön­lich die Sänf­ten sehr gut gefal­len haben, wird einem doch erst dadurch vor Augen geführt, wie klein die Leu­te in den ver­gan­ge­nen Zeit waren.
Info
Die Casa de Mateus befin­det sich in Mateus, 5km von Vila Real. Der Mateu­s­pa­last ist nur im Rah­men einer Füh­rung zu besich­ti­gen. Zum Unmut vie­ler Besu­cher wird offen­sicht­lich hap­pi­ger Ein­tritt ver­langt, sowohl für den Gar­ten als auch für das Haupt­ge­bäu­de. Dazu kommt, dass im Palast selbst kei­ne Fotos gemacht wer­den dür­fen. Viel­leicht  will man so all­zu gro­ßen Besu­cher­an­drang ver­mei­den.

Letz­te Sta­ti­on Por­to…

Wir fah­ren zurück nach Por­to, wo wir noch ein­mal einen letz­ten Wein­kel­ler besu­chen, den 1890 gegrün­de­ten Graham’s Wine­ry. Er liegt oben am Berg auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te von Por­to in Vila Nova de Gaia. Es ist jedes­mal beein­dru­ckend die­se Kel­ler zu besich­ti­gen, die Ent­ste­hungs­ge­schich­te zu hören und die Port­wei­ne anschlie­ßend zu ver­kos­ten. In die­sem Fall bleibt es aber nicht bei der Ver­kos­tung. Es gibt in der Abend­däm­me­rung einen Sun­dow­ner mit Blick auf den Dou­ro und die Lich­ter von Por­to, gefolgt von einem fest­li­chen Mahl im haus­ei­ge­nen Restau­rant.…

Graham's Winery in Gaia, Gewölbe mit Fässern 1, ©PetersTravel

Graham's Winery in Gaia, Schatzkammer mit den ältesten Weinen, ©PetersTravel

Graham’s Wine­ry: Schatz­kam­mer mit den ältes­ten Wei­nen

Unter­stützt wur­de die­se Rei­se von AETUR  Mein beson­de­rer Dank geht an Mar­ta Mar­ques und Moni­ca Mara­butt.

Por­to auf eige­ne Faust…

Ich habe beschlos­sen in den nächs­ten Tagen Por­to auf eige­ne Faust zu erkun­den und über die Sehens­wür­dig­kei­ten, Aus­sichts­punk­te, High­lights, Restau­rants und Unter­künf­te zu schrei­ben.

Blick vom Graham's auf Porto, Brücke Dom Luis I und Gaia, ©PetersTravel

Blick vom Graham’s auf Por­to, Brü­cke Dom Luis I und Gaia

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6 Kommentare

  1. Pia & Cris sagt

    Hal­lo Peter,

    span­nen­der Arti­kel über das Dou­ro. Cris war selbst im Rah­men einer Stu­di­en­rei­se schon ein­mal im Tal, wobei der Haupt­fo­kus sich auf den Port­wein rich­te­te. Mateus und auch Gra­hams stan­den damals auch auf der Lis­te. Die Grup­pe hat auch gut ein­ge­kauft und daheim noch­mal ver­kos­tet. Cris kann von gutem Port gar­nicht genug bekom­men.

    Dein Arti­kel schreit aller­dings nach einem wei­tern Besuch, auch abseits der Wein­gü­ter. Die vie­len klei­nen und auch grö­ße­ren Städt­chen schei­nen sei­ne Besu­cher in ihren eige­nen Bann zu zie­hen. Die klei­ne Bäcke­rei klingt rich­tig gut. Wobei uns 1,70 Euro für die­se Hand­ar­beit und Ser­vice schon sehr güns­tig ist. Aber das ist das Preis­ni­veau Por­tu­gals.

    Lie­be Grü­ße
    Pia & Cris

    • Hal­lo Pia & Chris,
      ja, die klei­nen Dör­fer & Städt­chen sind sehr reiz­voll! In ein paar Tagen geht es aber für mich erst­mal ins Alen­te­jo. Muss auch eine sehr reiz­vol­le Ecke sein.
      BG, Peter
      PS Das Brot kos­tet sogar nur 1,20€

  2. Ein super hilf­rei­cher Arti­kel! Vie­len Dank dafür. Wir sind im März auch in Por­to und wol­len uns das Dou­ro Tal genau­er anse­hen 🙂
    Bes­te Grü­ße,
    Sophia

  3. Zimmermann sagt

    Hal­lo peter
    super bericht
    wer­den wir nach­ah­men 🙂
    Wis­sen Sie ob und wo buch­bar man auf dem Fluss eine 2 tägi­ge Schiffs­fahrt machen kann , Über­nach­tung in einem Gäs­te­haus oder Hotel und wie­der zurück

    • Hal­lo Herr(?) oder Frau(?) Zim­mer­mann,
      in mei­nem Bei­trag gibt es doch einen Link zu Boots­tou­ren für Aus­flugs­schif­fe. Wenn man den anklickt kommt man zu einer por­tu­gie­si­schen Sei­te. Wenn man auf die­ser nach ganz unten geht, kann man ver­schie­de­ne Spra­chen ein­stel­len.
      BG, Peter

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