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Oudts­ho­orn mit den High­lights Swart­berg Pass + Can­go Caves

Südafrika, Oudtshoorn, Swartberg Pass, Ausschnitt 2 für Titelbild 1200x800

Ich ver­las­se die Gar­den Rou­te für ein paar Tage, und mache einen Abste­cher ins Lan­des­in­ne­re nach Oudts­ho­orn. Die Stadt ist klein und über­schau­bar. Das Reiz­vol­le sind für mich die High­lights wie der Swart­berg Pass und die Can­go Caves.

Über mein Hos­tel, das Oudts­ho­orn Para­di­se and Joy­ri­des orga­ni­sie­re ich einen Aus­flug mit Moun­tain­bike zu den wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten, d.h. ich las­se mich mor­gens zum 54 km ent­fern­ten Swart­berg Pass brin­gen.

Der Swart­berg Pass…

Die letz­ten Kilo­me­ter schraubt sich eine kur­vi­ge Schot­ter­pis­te den Berg hin­auf.
Kein Mensch oder gar ein Fahr­zeug weit und breit.

Oben ange­kom­men ist es frisch und es bläst ein schar­fer Wind. Wäh­rend das Auto oben bleibt und mir erst in einer drei­vier­tel Sun­de fol­gen wird, wapp­ne ich mich mit Helm und fah­re los.
Allein auf wei­ter Flur.

Südafrika, Oudtshoorn, Swartberg Pass 2, Schild

Südafrika, Oudtshoorn, Swartberg Pass 4, Schotterstraße
Das Wet­ter scheint mir ide­al. Strah­len­der Son­nen­schein und kei­ne Wol­ke am Him­mel.
Zuerst noch etwas vor­sich­tig. Dann wer­de ich muti­ger.
Ab und zu hal­te ich um die gran­dio­se Land­schaft zu genie­ßen und zu foto­gra­fie­ren.

Südafrika, Oudtshoorn, Swartberg Pass 3

Unten ange­kom­men, geht es noch ein Stück auf einer stau­bi­gen Pis­te, bis ich die Teer­stra­ße errei­che. Zum Glück fah­re ich meist auf ebe­ner Stre­cke. Allen­falls mal ein leich­te Stei­gung. Trotz­dem kom­me ich jetzt schnell ins Schwit­zen. Ich weiß, dass ich nach eini­gen Kilo­me­tern links abbie­gen muss zu den Can­go Caves. Und dort droht ein sehr stei­ler Anstieg.

Im Joy­ri­des hat­te man mir ver­spro­chen, dass mich das Begleit­fahr­zeug da even­tu­ell hoch­kar­ren kann, falls ich schwä­cheln soll­te.
Ich will den blö­den Helm los wer­den und hof­fe, dass mein Beglei­ter end­lich auf­taucht. Ande­rer­seits, will ich ihm natür­lich zei­gen, wie toll ich bin und wie weit ich schon gekom­men bin. So gebe ich wei­ter Voll­gas und stram­pe­le mich ab.
Mitt­ler­wei­le bin ich ganz schön am keu­chen.
Dann höre ich plötz­lich ein Auto hin­ter mir und lege mich noch mal so rich­tig ins Zeug.
Irgend­wie scheint das mein Beglei­ter in den fal­schen Hals zu krie­gen. Er über­holt mich zügig, winkt mir noch mal zu und ent­schwin­det in der Fer­ne.

Natür­lich bin ich wie meis­tens, ohne Was­ser unter­wegs.
Oh, Mann – ich könn­te kot­zen!

Kurz danach kom­me ich zur Abzwei­gung und der Anstieg beginnt. Es wird tat­säch­lich so steil, dass ich abstei­gen und schie­ben muss.
Dazu kommt: ich habe einen Ter­min in den Can­go Caves! Schließ­lich will ich die Adven­ture Tour machen.
„Die müs­se ich unbe­dingt machen, die nor­ma­le Tour sei lang­wei­lig“ hat­te man mir ans Herz gelegt.
Und die Adven­ture Tour fin­det nur alle paar Stun­den statt.

Letzt­lich kom­me ich aber doch recht­zei­tig an.
Nach dem Ticket­kauf stür­ze ich erst­mal meh­re­re Fla­schen eis­kal­tes Was­ser in mich rein. Dadurch kom­me ich fast doch noch zu spät.
Als letz­ter sto­ße ich zu der über­schau­ba­ren Grup­pe von 5 Per­so­nen.

Die Can­go Caves…

… sind eines der schöns­ten Höh­len­sys­te­me der Welt. Sie haben eine Län­ge von 4 (!) km. Aller­dings sind nicht alle Abschnit­te für die Öffent­lich­keit zugäng­lich.
Im Rah­men der nor­ma­len Füh­rung wird ledig­lich die ers­te und größ­te Kam­mer besich­tigt: sie ist etwa 90 Meter lang, 50 Meter breit und bis zu 18 Meter hoch. Es herrscht hohe Luft­feuch­tig­keit und natür­lich gibt es gro­ße Tropf­ste­in­for­ma­tio­nen.

Südafrika, Oudtshoorn, Cango Caves, Totale

Südafrika, Oudtshoorn, Cango Caves, Halbtotale

Südafrika, Oudtshoorn, Cango Caves, Detail 1

Die Adven­ture Tour erkun­det 1,2 km und dau­ert 90 Minu­ten. Dabei muss man zwi­schen­durch in den ver­schie­de­nen Pas­sa­gen gebückt oder auf allen vie­ren gehen, krie­chen und manch­mal sogar rob­ben.
Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung und beson­ders tri­cky wird dabei für mich der Devils Chim­ney, in dem man sich 5 m in einem engen Kamin hoch­win­den muss. Dabei sieht man nicht, wo es hin­geht. Das ist für mich die pro­ble­ma­tischs­te Stel­le und ich kom­me deut­lich an mei­nen Gren­zen und befürch­te kurz es nicht zu schaf­fen. Aber zurück­win­den kann ich mich erst recht nicht.
Es ist dun­kel, feucht und glit­schig.
Geschafft kom­me ich oben an.
Der Rest der Grup­pe (incl. einer Frau) meis­tert es bes­ser als ich.

Ich gebe zu, am Ende der Tour bin ich erleich­tert und ein wenig stolz, dass ich es durch­ge­stan­den habe.
Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich es gemacht habe!

Eine ähn­li­che Tour habe ich mal in Beli­ze gemacht. Dort habe ich die ATM Cave besucht. Sie wur­de erst 1989 frei­ge­ge­ben und ist laut Natio­nal Geo­gra­fic die Welt­wei­te Num­mer 1 der Kult­höh­len.

29 km Hit­ze­fahrt nach Oudts­ho­orn…

Nach ver­las­sen der Höh­le bestei­ge ich wie­der mein Rad und genie­ße den Fahrt­wind auf der Abfahrt.
Viel zu schnell ist sie zu Ende.
Jetzt habe ich noch 29 km nach Oudts­ho­orn vor mir.

Inzwi­schen ist es unsag­bar heiß gewor­den. Schon bald ver­flu­che ich den wol­ken­lo­sen Him­mel und die strah­len­de Son­ne, die jetzt nur noch sticht. Zum Glück ist die Stre­cke nach wie vor wei­test­ge­hend eben. Aber nach eini­gen Kilo­me­tern ist auch das nur noch ein schwa­cher Trost, denn die Son­ne brennt ein­fach zu erbar­mungs­los.

Südafrika, Oudtshoorn, Unterwegs zu den Cango Caves

Mein Ziel für eine Pau­se ist der Tee-Gar­ten im Coun­try House ManorOue Werf“ Den hat­te ich auf dem Hin­weg bei einer klei­nen Kir­che in der Fer­ne erahnt — in der Nähe der Strau­ßen­farm, einer wei­te­ren Attrak­ti­on in die­ser Ecke. Aber die will ich nicht besu­chen, geschwei­ge denn auf Straus­sen rei­ten!

Die Stre­cke zieht sich. Es geht kilo­me­ter­lang gera­de­aus. Mir klebt die Zun­ge am Gau­men. Ich habe das Gefühl, Oudts­ho­orn über­haupt nicht näher zu kom­men. Nach qual­vol­len Kilo­me­tern sehe ich ein Schild zu mei­nem Rast­haus. Ich muss run­ter von der Stra­ße, auf einen hol­pe­ri­gen Feld­weg. Einen wei­te­ren Hin­weis gibt es nicht. Irgend­wie kommt mir das komisch vor.
Dann sehe ich einen ein­sa­men Mann auf einem Feld wer­keln. Ich fra­ge nach mei­nem Tea-Gar­den.  Er deu­tet mir den Weg – noch ein Stück gera­de­aus und dann links den Hügel hoch. Dort steht dann auch tat­säch­lich ein Restau­rant. Es ist aber nicht das Gesuch­te.
Egal, ich stür­ze ein paar Glas Was­ser run­ter und fra­ge erneut nach dem Weg. Die Ant­wort macht einen guten Ein­druck: in 3 Kilo­me­tern bei der Strau­ßen­farm rechts abbie­gen und nach 200 Metern vor der klei­nen Kir­che noch mal rechts. Dann soll ich da sein.

Frisch gestärkt mache ich mich auf den Weg und alles sieht gut aus.
Ich errei­che das wun­der­schö­ne Hotel/Restaurant „Oue Werf“. Umge­ben von Fel­dern und einem schö­nen Gar­ten mit Pool. Ich bin der ein­zi­ge Gast und bestel­le mir einen köst­li­chen Toast.

Südafrika, Oudtshoorn, Toast im „Oue Werf“

Bevor ich auf­bre­che, fragt mich die Besit­ze­rin besorgt, ob ich nicht den Nach­mit­tag am Pool aus­ru­hen möch­te. Jetzt sei es doch viel zu heiß. Ich leh­ne dan­kend ab.
Natür­lich hat sie Recht, aber das sehe ich erst nach 2 wei­te­ren Kilo­me­tern in der glü­hen­den Son­ne ein…

PS Spä­ter erfah­re ich, dass es über 40 Grad waren!

Info zu Süd­afri­ka

Wäh­rung: 1 € = 13,00 Rand (Stand 30.04. 2015)
Rei­se­zeit: Ende Janu­ar
Wet­ter: Über­wie­gend schö­nes Wet­ter.

Info zu Oudts­ho­orn

Unter­künf­te
Hlanga­na Lodge, 51 North St, mit Pool
Queens Hotel, sehr zen­tra­le Lage beim Muse­um, aber nicht so dol­le.
Oudts­ho­orn Back­pa­ckers Para­di­se and Joy­ri­des, Inha­ber Mari­us + Petra Wil­ken. Am Ende der Haupt­stra­ße (Baron van Ree­de St) Rich­tung Can­go Caves rechts abbie­gen.
88 Baron van Ree­de Guest­house, zen­tral + gut in der 88 Baron van Ree­de St.
River­si­de Lodge, 84 Church St
Coun­try House Manor „Oue Werf“ außer­halb (sie­he Bericht)

Restau­rants
MEIN TIPP
Nost­al­gie, 74 Baron van Ree­de Street
Jemima’s Restau­rant, 94 Baron van Ree­de Street
Bel­lo Cibo, 79 St Saviour Street (bei Baron van Ree­de Street)
Buf­fels­drift Game Lodge (s.u.)
TIPP: Im Schoem­anshoek Val­ley liegt das Coun­try House Manor (Hotel/Restaurant) „Oue Werf“-Tea Gar­den mit Pool + schö­nem Gar­ten.
Rich­tung Can­go Caves und dann gegen­über der Strau­ßen­farm (links) die Stra­ße neh­men; nach ca 200 m vor der klei­ner Kir­che rechts rein.

Südafrika, Oudtshoorn, Nachtisch

Sehens­wür­dig­kei­ten in der Umge­bung

Swart­berg Pass Zum Pass ist der letz­te Teil eine Schot­ter­stra­ße mit gran­dio­sem Blick.
Can­go Caves. Rie­si­ges Höh­len­sys­tem ca 29 km von Oudts­ho­orn.
Strau­ßen­farm Rich­tung Can­go Caves; mit Füh­run­gen.
Buf­fels­drift Game Farm: 7 km Rich­tung Can­go Caves, dann rechts durch Schran­ke 500m von der Stra­ße. Dort kann man auch nur zum Abend­essen hin­fah­ren, in einem Restau­rant am Was­ser­loch. Soll sehr schön sein.

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