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Paihia Tipps – Was man machen sollte:  Sehenswürdigkeiten, Ausflüge …

Paihia Tipps, Cape Reinga mit Leuchtturm Copyright Peter Pohle PetersTravel

Für meine Paihia Tipps besuche ich u.a. den Waitangi Treaty Ground, die Bay of Islands, Russell, den 90 Mile Beach, den nördlichsten Punkt Neuseelands: Cape Reinga mit Leuchtturm, die Hundertwasser-Toiletten in Kawakawa u.a.m. 

Paihia Tipps Cape Reinga, Neuseeland Copyright Peter Pohle PetersTravel

Paihia Tipps: Cape Reinga

Mit dem Mana Bus fahre ich in vier Stunden von Auckland in den Norden nach Paihia. Mein erster Eindruck von Paihia ist der von einer eher trostlosen Stadt. Die Geschäfte sind geschlossen und die Restaurants wirken dunkel und seltsam leblos. Erst in meinem Hotel erfahre ich, dass die ganze Gegend gerade einen Stromausfall hat und der Schaden  wahrscheinlich erst am Abend behoben sein wird.

Im wesentlichen gibt es die parallel zum Meer verlaufende Hauptstraße mit Hotels und ein paar Restaurants. Von dieser geht, quasi auf Halbzeit – direkt gegenüber der Bushaltestelle, dem iSite und dem Pier – eine lebhafte Geschäftsstraße ab. Hier sind die meisten  Geschäfte, Restaurants, Touranbieter und die Bücherei.
Naja, davor und danach gehen noch ein paar andere, ruhigere Straßen ab, schließlich erstreckt sich der Ort über eine Länge von 3 Kilometern.
Die Backpacker-Straße Kingsroad führt zum Paihia Beach. Weiter südlich und nur zu Fuß erreichbar liegt der ruhigere Sullivans Beach. Weiter im Norden von Paihia liegt direkt neben der Straße der Te Ti Beach, der sich bis zur Brücke nach Waitangi zieht.
Allerdings kommt man nach Paihia nicht wegen der Strände!

Paihia Tipps: Sehenswürdigkeiten und Highlights

Russell und die Bay of Islands

Paihia liegt direkt am Meer. In Sichtweite, nur eine Viertel Fährstunde entfernt, liegt auf der gegenüberliegenden Halbinsel der kleine, zauberhafte Ort Russel. Früher, um 1840 zu Walfängerzeiten, war dieser Ort mal für kurze Zeit die Hauptstadt Neuseelands. Zu dieser Zeit waren hier vorwiegend Kneipen und Puffs. Jetzt herrscht hier Idylle. Alles ist rausgeputzt. Man flaniert auf der Strandpromenade, vorbei an viktorianischen Häusern. Man geht zum Viewpoint oder zur ältesten Kirche Neuseelands und macht an den Gräbern einen Ausflug in das 19te Jahrhundert.
Und von Russel macht man auch (m)einen Segeltrip in die Inselwelt der Bay of Islands.

Paihia Tipps: Russell Strandpromenade Copyright Peter Pohle PetersTravel

Paihia Tipps: Russell Strandpromenade

Paihia Tipps: Waitangi Treaty Ground & Museum

An dieser Stelle wurde am 6. Februar 1840 zwischen 45 Maori Chiefs und Lieutenant-Governor William Hobson als Vertreter der britischen Krone der Treaty of Waitangi – die Gründungsurkunde für Neuseeland – unterzeichnet. Dadurch gehörte Neuseeland offiziell als Kolonie zum Britischen Reich.
Da dieser Tag als Geburtsstunde des heutigen Neuseelands gilt, wird der 6. Februar als Nationalfeiertag im ganzen Land gefeiert.

Von Paihia gelangt man auf das große, gepflegte Gelände über eine 155 Meter lange Brücke über den Waitangi River.
Im Eintrittspreis von 40 $ (24€) sind die Führungen (zu jeder vollen Stunde) eingeschlossen. Geöffnet ist bis 17 Uhr.
Ich hatte das Glück um 15 Uhr eine kulturelle Show im traditionellen Versammlungshaus der Māori (Te Whare Runanga) zu erleben. Das hat sich gelohnt. Die Künstler waren sehr engagiert und standen hinterher noch gerne und geduldig für Fotos zur Verfügung.
Auch der Besuch des kleinen Museums – das ehemalige Wohnhaus – lohnt sich.

Paihia Tipps: Waitangi Treaty Ground, Neuseeland

Paihia Tipps: Waitangi Treaty Ground

Daytrip zum Cape Reinga

Im Rahmen einer organisierten Tagestour für 134,50 NZ$ (80€) incl. Mittagessen werde ich um 7:30 Uhr abgeholt und besuche die folgenden Orte:

Puketi Kauri Forest 

Wenn man mit dem eigenen Wagen fährt, scheint es etwas tricky zu sein zum Puketi Kauri Forest zu finden. Liegt ein Stück weg von der Hauptstraße. Wenn man den Eingang gefunden hat, kann man einen 5-Minuten Rundweg im Wald machen. Die ältesten der  mächtigen Kauri-Bäume hier sind 500 Jahre alt.
Wenn man mehr Zeit hat, sollte man die Gelegenheit nutzen den 2000 Jahre alten Tane Mahuta im Waipoua Forest an der Westküste zu besuchen.

90 Mile Beach 

Der 90 Mile Beach ist in Wirklichkeit 55 Meilen (88 Kilometer) lang. Er erstreckt sich von Kaitaia bis zum Cape Reinga.
Früher – im Jahr 1932 – diente er als Landebahn für einen der ersten Luftpostdienste zwischen Australien und Neuseeland.
Heute dient er zwar nicht mehr als Landebahn, gehört aber offiziell zum Fernstraßennetz. Allerdings gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h und überall stehen Warnschilder, die auf die Risiken hinweisen. Und das aus gutem Grund: allzu leichtsinnige Fahrer bleiben schon mal im Sand stecken und mit etwas Pech verlieren sie ihr Auto in der aufkommenden Flut, da es keinen Abschleppdienst gibt.
Erstaunlicherweise war selbst unser Fahrer unsicher und blieb prompt stecken. Alle Versuche den Bus freizubekommen schlugen fehl. So wurden wir erst nach einer längeren, ungeplanten Zwangspause wieder rausgeschleppt.

Paihia Tipps: "Rettung" an der 90 Mile Beach, Neuseeland Copyright Peter Pohle PetersTravel

Paihia Tipps: „Rettung“ an der 90 Mile Beach

Paihia Tipps: Warntafel an der 90 Mile Beach, Neuseeland Copyright Peter Pohle PetersTravel

Cape Reinga Lighthouse

Leider spielt das Wetter bei meinem Besuch nicht so richtig mit. Schlechte Sicht und ganz feiner Regen trüben die Sicht und die Stimmung an diesem touristischen Highlight.
Ursprünglich stand der Leuchtturm seit 1879 auf Motuopao Island vor Cape Maria van Diemen. Dieser Standort wurde 1939 aufgegeben und seit 1941 steht das von Wellington ferngesteuerte Lighthouse an der jetzigen Stelle, am Cape Reinga.
Da es eine heiliger Ort ist, gibt es am nahe gelegenen Parkplatz (von dort noch 10 Minuten) lediglich Toiletten, also keinen Kiosk o.ä.

Paihia Tipps Cape Reinga Lighthouse, Neuseeland Copyright Peter Pohle PetersTravel

Paihia Tipps: Cape Reinga Lighthouse

Sandboarding

Bei einem weiteren Stop fahren wir in ein Gebiet mit riesigen Dünen. Hier bekommen die Sportlichen Zeit und Bretter, um sich beim Sandboarding auszutoben.

Paihia Tipps, Sandboarding, Neuseeland Copyright Peter Pohle PetersTravel

Ancient Kauri Kingdom 

Unser letzter Stop ist eine Kaffeepause im Laden des Ancient Kauri Kingdom. Souvenirs und Holzarbeiten aus dem Kauribaum. Im Showroom stehen die Reste eines gigantischen Kauri-Baumes, in dessen Stamm eine Wendeltreppe zum oberen Raum führt.
Für 2,5 Mio NZ$ (1.484 Millionen €) kann man diesen tonnenschweren Stamm kaufen.
Wohl eher ein symbolischer Preis!

Harurufalls

Die Haruru Falls sind ein fünf Meter hoher Wasserfall des Waitangi River.
Von Paihia kann man in ca 1 1/2 Stunden eine Wanderung zu den Harurufalls machen. Der Rückweg entlang der Straße ist nicht empfehlenswert – es sei denn man trampt!
Ich wollte vom Waitangi Treaty Ground dorthin gehen, da ich einen Wegweiser gesehen hatte. Obwohl der Weg durch den Wald schön sein soll, bin ich umgekehrt, da ich mich irgendwie verfranzt habe. Das lag auch daran, dass die Fälle an sich nicht besonders aufregend sein sollen.

Küstenwanderung nach Opua

In lockeren 3 Stunden geht man einen schönen Wanderweg entlang die 7 Kilometer nach Opua. Der schattige Pfad führt meistens am Wasser entlang durch ruhige Buchten, ein kleiner Teil durch einen Farnwald und auf Holzplanken über Mangroven.

Hundertwasser-Toiletten in Kawakawa

Bei meinen Reisevorbereitungen zu Neuseeland erfahre ich, dass der in Europa vor allem in den 1970er Jahren bekannte österreichische Künstler, Architekt und Umweltaktivist Friedensreich Hundertwasser einen großen Teil seines Lebens in Kawakawa, Neuseeland gelebt und seine Spuren hinterlassen hat. Dieser Ort ist nur 17 km südlich von Paihia (Richtung Auckland) entfernt. Berühmt ist dieses ansonsten eher unspektakuläre kleine Kaff vor allem wegen seiner von Hundertwasser gestalteten öffentlichen Toilette.
Ohne eigenes Auto ist es nicht ganz einfach dorthin zu kommen, da es keine lokalen Busse gibt. Mir gelingt es aber schließlich mit einer Taxifahrerin beim iSite einen Deal auszuhandeln: 40 NZ$ hin und zurück. Dafür wartet sie und zeigt mir sogar noch den Bahnhof, der 3mal in der Woche touristisch genutzt wird.
Zu den Toiletten gibt es noch meinen Beitrag: „Warum du in Kawakawa unbedingt auf’s Klo musst“

Paihia Tipps: Kawakawa Hundertwasser-Toilette, Sitzklo Neuseeland @PetersTravel

Kawakawa: Hundertwasser-Toilette

Info zu Paihia Tipps

Busse nach Auckland vom iSite in Paihia
Mana Bus / Naked Bus
fährt u.a. um 8 Uhr morgens.
Intercity Bus
um 8/10:15/1:35 Uhr
Mit dem Bus braucht man ca 4 Stunden. (Von Auckland nach Paihia fährt zB der Mana Bus/Naked Bus um 7:30 von der 172 Quay Street, gegenüber dem Ferry Building, ca 37 NZ$ (22€)
Die Preise schwanken stark, je nachdem, wann man bucht.
Wlan/Internet: Kostenlos bei der Bibliothek
Paihia Viewpoint: Es gibt einen Aussichtspunkt, wenn man den kleinen Hügel am Meer im Zentrum hochgeht (ein paar Meter hinter dem Hubschrauberlandeplatz für die Rundflüge).
Organisierte Ausflüge:
Es gibt jede Menge von organisierten Ausflügen wie die oben beschriebene Bustour zum Cape Reinga, Schiffstouren, Trips mit Segelyachten durch die Bay of Islands,  zB mit der Segelyacht Phantom, Tucker Thompson, She’s a Lady, Zig Zag etc.
Unterkünfte:
Ich war sehr zufrieden im Seabed BP, wo das Zimmer im ersten Stock mit Blick und Bad tatsächlich nur 65 $ (39€) kostete. Auch die Lounge mit Küche ist gut. Geradezu ein Schnäppchen.
Ich habe mir ein paar Backpacker Unterkünfte angeschaut wie The Base, Mousetrap und YHA. Keine davon hat mich so richtig überzeugt!

Paihia Tipps, Neuseeland, Ortsschild, Copyright Peter Pohle PetersTravel

Ich freue mich immer über nette Reaktionen!

2 Kommentare

  1. Margit Reichelt-Jordan sagt

    Hallo Pepo,
    Danke für Deinen interessanten Bericht und die wirklich guten Photos. Lese immer alles sehr gerne.
    Herzliche Grüße (z.Zt. aus Papua New Guinea) und guten Rutsch für übermorgen….
    Margit

    • Hallo Margit,
      Papua Neuguinea hört sich sehr spannend an. Soll nicht ganz preiswert sein 🙂 Kann man bzw. ich das auch individuell bereisen + lohnt es sich?
      LG, Peter

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