Curacao, Home, Karibik, Reiseziele
Schreibe einen Kommentar

Mein Tagesausflug zur Insel Klein Curacao

Klein Curacao, Copyright Peter Pohle

Wenn man Urlaub auf Curacao macht, scheint ein Ausflug nach Klein Curacao obligatorisch zu sein. Was erwartet einen? Muss man da wirklich hin?

Heute geht es früh raus, denn ich mache einen Tagesausflug nach Klein Curacao.
Startpunkt ist die Marina in Spanish Water (Spaanse Water) an der Südostküste, nicht weit von Willemstad. Um kurz nach sieben verlässt das Motorboot Miss Justine den Yachthafen. Das Boot ist picke-packe-voll und wir sind froh auf dem oberen Deck einen Platz ergattert zu haben. Bis auf meine kleine Deutschen-Gruppe sind alles Holländer an Bord. Deswegen wundert es auch nicht, dass Skipper Pieter seine komplette Einführung wie selbstverständlich auf holländisch runterrattert. Erst auf Nachfrage klappt es dann auch mit einer englischen Fassung.
Die zweistündige Bootsfahrt ist etwas rau und schon bald wird klar, dass das nicht alle heil überstehen werden. Deckhand Niels verteilt seine Tüten.
Nach der Ankunft ist dann aber alles schnell wieder gut. Wir steigen in das Beiboot und werden in kleinen Gruppen an Land gebracht.

Klein Curacao, Hütte und Leuchtturm, Copyright Peter Pohle

Klein Curacao, Totale vom Strand mit Schattenplätzen Copyright Peter Pohle

Klein Curacao ist dann so, wie man sich in seinen Träumen einen Inseltraum in der Karibik vorstellt: naja, zumindest der Strand, denn der ist weitläufig und schneeweiß.
Ich vermisse die Palmen, die sich im Wind wiegen.
Und auch der Rest der unbewohnten kleinen Insel ist einfach nur karg.

Klein Curacao ist 1 Kilometer breit und knapp 3 Kilometer lang. Die Insel diente in früheren Zeiten als Quarantänestation für Sklaven, die hier 40 Tage verbracht haben sollen. Im Mittelpunkt gibt es einen pittoresken, aber maroden Leuchtturm aus dem Jahr 1849. Auf der gegenüberliegenden Seite vom Badestrand sind zwei vor sich hinrostende Schiffswracks den tosenden Brechern ausgeliefert.

Klein Curacao, Rückansicht vom Leuchtturm, Totale, Copyright Peter Pohle
Klein Curacao, Schiffswrack, Copyright Peter Pohle

Klein Curacao – Aktivitäten 

Abgesehen von dem Spaziergang zum Leuchtturm und auf die andere Seite zu den Schiffswracks, kann man am wunderschönen Strand spazierengehen, in der Sonne faulenzen, baden, schnorcheln und – wenn man Glück hat – neben Fischen auch Meeresschildkröten bewundern.

Wieder zurück geht es dann so um 16 Uhr.
Diesmal benötigen wir nur 1 Stunde. Nicht zuletzt der Rum Punch lässt die Fahrt wie im Flug vergehen…

Klein Curacao – Info

Klein Curacao wird täglich von bis zu 20 Booten für Tagesausflüge angelaufen. Selbst von Venezuela, das nur einen Katzensprung entfernt liegt, kommen sie offenbar hierher.
Es gibt mehrere Gesellschaften, die den Kuchen unter sich aufteilen. MissAnnBoatTrip und die Mermaid haben auf der Insel jeweils einen nebeneinander liegenden Strandabschnitt mit Liegen.
Die „Mermaid“ fährt Dienstags, Mittwochs, Donnerstags, Freitags und Sonntags.
„Miss Ann“ nur Mittwochs, Freitags und Sonntags.
Ich war mit „Miss Justine“ der Fa MissAnn unterwegs.

Preise: Zwischen 80 und 100 Euro, incl. Frühstück, Mittagessen mit Salaten, Softdrinks, Liegen und Schnorchel-Ausrüstung.
Rum Punsch auf der Rückfahrt.

Entfernung: 15 Meilen.
Hinfahrt ab Spaanse Water (kann rau sein) um 7 Uhr: 1,5-2 Stunden, Rückfahrt um 16 Uhr: 1-1,5 Stunden. Die Rückfahrt ist ruhiger.

Es gibt noch andere Anbieter wie zB „Breeze“, den Katamaran „Jona Lisa“ (Abfahrt vom „Pirates Nest“, Spanish Water)  oder mit dem Powerboot ab Zanzibar (Jan Thiel) , die ähnliche Tagesausflüge anbieten.

Die Infotafeln auf Klein Curacao sind leider nur auf holländisch. Nicht sehr geschickt, wenn man den internationalen Tourismus fördern will.

Fazit
Für mich hat sich der Ausflug auf jeden Fall gelohnt!
Ich habe die Insel sogar fast umrundet. Es ist halt Entspannung pur!

Ich war auf Einladung vom Curacao Tourist Board unterwegs.

Klein Curacao, Leuchtturm 1 Copyright Peter Pohle

Klein Curacao, Von oben mit 3 Schattenplätzen Copyright Peter Pohle
Hat Dir der Beitrag gefallen?
Schreibe Deine Meinung in die Kommentare.
Teile den Beitrag gerne auf den Sozialen Netzwerken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.