Frankreich
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Anti­bes: Tipps zu den schöns­ten Sehens­wür­dig­kei­ten & Stränden

Markthalle von Antibes

Der berühm­te fran­zö­si­sche Urlaubs­ort Anti­bes (75.000 EW) liegt an der Côte d’Azur des Mit­tel­meers zwi­schen Can­nes und Niz­za. Er wird ger­ne in einem Atem­zug mit dem direkt dane­ben­lie­gen­den Bade­ort Juan-Les-Pins genannt.

War­um Anti­bes einen Besuch wert ist…

Anti­bes wur­de um 340 BC von den Grie­chen gegrün­det und ist eine der ältes­ten Städ­te an der Côte d’Azur. In der Alt­stadt fin­den sich noch Res­te des ehe­ma­li­gen Anti­po­lis, wie Anti­bes vor­mals hieß.

Beson­ders sehens­wert ist die male­ri­sche Alt­stadt mit ihren engen und ver­win­kel­ten Gas­sen. Umge­ben wird sie von Befes­ti­gungs­mau­ern aus dem 16ten Jahr­hun­dert. Durch den Schutz die­ser Fes­tung stößt man im Zen­trum von Anti­bes allent­hal­ben auf his­to­ri­sche Schät­ze wie zB die Kathe­dra­le mit einem Altar aus dem Jahr 1515.

Wäh­rend Anti­bes für Kunst und Kul­tur steht, steht das angren­zen­de Juan-Les-Pins für sei­ne schö­nen Sand­strän­de, hip­pe Bars, das Casi­no und ein pul­sie­ren­des Nacht­le­ben. Hier fin­det all­jähr­lich in der zwei­ten Juli­wo­che das inter­na­tio­nal besetz­te, berühm­te Jazz­fes­ti­val “Jazz à Juan” statt.

Place Nationale in der Altstadt von Antibes
Place Natio­na­le
Place Nationale in der Altstadt von Antibes
Place Natio­na­le in der Alt­stadt von Antibes

Anti­bes Sehens­wür­dig­kei­ten & Highlights

Fort Car­ré

Die Fes­tung am Hafen stammt aus dem Jahr 1553. Um 1680 — und im Lau­fe der fol­gen­den Jahr­hun­der­te — wur­de sie von dem Stadt­pla­ner und Bau­meis­ter Vau­ban umge­baut und erwei­tert.  Sie bie­tet einen schö­nen Blick über den nach dem Bau­meis­ter benann­ten Port Vau­ban und die dahin­ter­lie­gen­de Altstadt.

Mar­che Provencal

Allein die Far­ben­pracht und die Düf­te sind einen Besuch des  wun­der­schö­nen über­dach­ten Mark­tes wert. Es  gibt über­wie­gend regio­na­le Ange­bo­te mit Blu­men, Obst, Gewür­ze, Gemü­se, Käse, Fleisch, Würs­ten, Fisch, Honig und frisch zube­rei­te­ter Soc­ca, einer Spe­zia­li­tät aus Niz­za.
Und wer auch nur etwas unent­schlos­sen wirkt, bekommt ger­ne eine Kost­pro­be gereicht.
Hier­her soll­te man auf jeden Fall am Vor­mit­tag gehen.
Anschlie­ßend geht man direkt vom Markt in die angren­zen­de Altstadt!

Markthalle von Antibes
Markt­hal­le von Antibes
Gewürze im Marché Provençal von Antibes

Die Alt­stadt von Antibes

Park­plät­ze sind rar und die Alt­stadt mit ihren engen Gas­sen ist eh viel bes­ser zu Fuß zu erkun­den. Alles ist hier dicht bei­ein­an­der. Und so ist es ist es auch nur ein Kat­zen­sprung vom Markt zum Châ­teau Gri­mal­di mit dem Picas­so Muse­um. Danach bum­melt man gemäch­lich durch die engen Gas­sen und Plät­ze, schaut in Hin­ter­hö­fe oder die Läden mit ihren ver­lo­cken­den Aus­la­gen. Nur all­zu ger­ne nimmt man dann in einem der Cafés, Bis­tros oder Restau­rants Platz und genießt sei­nen Café Lat­te, Cam­pa­ri Bit­ter oder einen Crodino.

Café in der Altstadt von Antibes
Café in der Alt­stadt von Antibes
Gasse in der Altstadt von Antibes

Châ­teau Gri­mal­di mit dem Picas­so Museum

Das Schloss Gri­mal­di stammt ursprüng­lich aus dem 12ten Jahr­hun­dert. Den Namen bekam es, weil es zwi­schen 1385 bis zum Beginn des 17. Jahr­hun­derts zu den Besitz­tü­mern der Fami­lie Gri­mal­di gehör­te. Inzwi­schen im Besitz der Stadt Anti­bes, zog dort 1946 der bereits bekann­te Künst­ler Pablo Picas­so ein. Er hin­ter­ließ 23 Gemäl­de und 44 dort geschaf­fe­ne Zeich­nun­gen. Dar­un­ter befin­den sich das Tri­pty­chon „Satyr, Faun und Zen­taur mit Drei­zack“ und das Gemäl­de „Joy of Living“. Spä­ter kamen noch Kera­mi­ken hin­zu.
Seit 1966 ist es das Picas­so-Muse­um. Durch eine Schen­kung von Jac­que­line Picas­so wur­de der Bestand auf 245 Wer­ke erwei­tert.
Dar­über­hin­aus gibt es u.a. Arbei­ten von Nico­las de Staël, Fer­nand Léger und Hans Har­tung zu sehen.
Öff­nungs­zei­ten: Täg­lich aus­ser Mon­tags
Vom 15 Juni bis 15. Sep­tem­ber: 10:00 ‑18:00 Uhr
Vom 16. Sep­tem­ber bis 14. Juni: 10:00–12:00 und 14:00 — 18:00 Uhr.
Juli und August: Mitt­wochs und Frei­tags bis 20:00 Uhr

Im Picasso Museum in Antibes
Ausblick vom Picasso Museum in Antibes
Blick vom Picas­so Museum

Kathe­dra­le von Antibes

Direkt gegen­über vom Picas­so Muse­um ist die Kathe­dra­le von Anti­bes. Man wird sie leicht über­se­hen, denn sie ent­spricht nicht so dem her­kömm­li­chen Bild, das man bei einer Kathe­dra­le vor Augen hat. Ihr Charme liegt eher dar­in, dass sie wie eine loka­le Kir­che aus­sieht. Erwäh­nens­wert sind der Rosen­kranz­al­tar und der Glo­cken­turm aus dem 12. Jahrhundert.

Yacht­ha­fen Port Vauban

Der nach dem Stadt­pla­ner Vau­ban benann­ten Hafen ist mit ca 2000 Lie­ge­plät­zen einer der größ­ten Euro­pas. Ein Teil des Hafens, der soge­nann­te „Bil­lionaires Quai“ (Mil­li­ar­därs­ha­fen) wur­de 1986 spe­zi­ell für Super­yach­ten gebaut. Es gibt sogar Lie­ge­plät­ze für Luxus­yach­ten bis zu einer Grö­ße von 165 Metern.

Yachthafen Port Vauban von Antibes
Yacht­ha­fen Port Vauban

Unter­künf­te in Anti­bes, Juan-les-Pins und Nizza

Wer nicht unbe­dingt auf einen rei­nen Bade­ur­laub aus ist und hier kei­ne pas­sen­de Unter­kunft fin­det, soll­te sich eine Unter­kunft in Niz­za suchen.
Unter­künf­te in Anti­bes*
Unter­künf­te in Juan-les-Pins*
Unter­künf­te in Nizza*

Strän­de von Antibes

Pla­ge de la Gavot­te: Direkt bei der Alt­stadt — in einer Bucht hin­ter dem Yacht­ha­fen Port Vau­ban — liegt der klei­ne, öffent­li­che Strand Pla­ge de la Gavotte.

Pla­ge de la Salis
Wenn man Rich­tung Cap d’Antibes geht kommt man am öst­li­chen Beginn der Halb­in­sel zum klei­nen Hafen Port de la Salis. Unmit­tel­bar davor befin­det sich der brei­te, fein­san­di­ge und öffent­li­che Strand Pla­ge de la Salis.

Pla­ge de la Garou­pe
Der Pla­ge de la Garou­pe am Cap Anti­bes ist sicher der schöns­te Strand in die­ser Ecke. Wie die meis­ten Strän­de ist auch die­ser aller­dings nicht sehr groß. Es gibt einen klei­ne­ren, öffent­li­chen Teil mit zwei Restau­rants mit eige­nen Lie­gen. Dann gibt es die Pri­vat­strän­de Pla­ge Kel­ler und Pla­ge Joseph, jeweils mit eige­nem Restau­rant. Im Som­mer gibt es eine Ein­bahn­stra­ßen­re­ge­lung an den Zufahrts­stra­ßen zur Bucht.

Der Pla­ge de la Garou­pe ist der Haupt­zu­gangs­punkt zur Wan­de­rung auf dem Sen­tier Lit­to­ral, dem berühm­ten Zöll­ner­weg rund um das Cap Antibes.

Strand von Juan-les-Pins

Die pal­men­ge­säum­te Strand­pro­me­na­de und der Orts­strand  sind zur Hoch­sai­son natür­lich reich­lich über­lau­fen. Er wird aber jeden Mor­gen gerei­nigt. Es gibt öffent­li­che Duschen. Rich­tung Can­nes wird der Strand san­di­ger und brei­ter. An vie­len Abschnit­ten gibt es Lie­ge­stuhl­ver­mie­ter. Par­al­lel zur Küs­ten­stra­ße ver­lau­fen die Bahngleise.

Wanderung um das Cap Ferrat an der Cote d’Azur: Das Große Cap
Wan­de­rung um das Cap Fer­rat an der Cote d’Azur

Umge­bung & Aus­flü­ge von Antibes

Auf der bewal­de­ten Halb­in­sel Cap d’Antibes, die Anti­bes von Juan-les-Pins trennt, befin­den sich zahl­rei­che luxu­riö­se beein­dru­cken­de Vil­len und Luxus­ho­tels. Lei­der kann man sie von der Stra­ße meist nur erahnen.

Wenn man mit dem Auto unter­wegs ist, soll­te man unbe­dingt das nahe­bei gele­ge­ne male­ri­sche Berg­dorf St Paul de Vence besu­chen.
Anti­bes ist auch ein guter Aus­gangs­punkt — mit Auto, Bus oder Zug —  für einen Tages­aus­flug zu den Sehens­wür­dig­kei­ten von Niz­za.

Da ich mei­ne Wan­de­rung um das Cap Fer­rat in sehr guter Erin­ne­rung habe, möch­te ich bei mei­nem nächs­ten Besuch in Anti­bes ger­ne den berühm­ten Zöll­ner­weg, der auch “Tire-Poil‟ (“Draht­zie­her­weg‟) genannt wird, wan­dern. Er ist 5 Kilo­me­ter und führt am gesam­ten Kap ent­lang.
Ich ver­spre­che mir einen Weg durch Kie­fern­wald mit herr­li­chen Bli­cken auf mon­dä­ne Vil­len, das Mit­tel­meer und ver­steck­te, male­ri­sche Buch­ten. Unter ande­rem kommt man am berühm­ten 6* Hotel Eden Roc vor­bei. Das Restau­rant ist öffent­lich zugäng­lich, wenn man sich aus­wei­sen kann.
Hof­fent­lich kann ich bald davon berichten!

Saint Paul de Vence
Gas­se in St Paul de Vence

Bes­te Reisezeit

Die bes­ten Mona­te für gutes Wet­ter sind von April bis Okto­ber.
Die bes­ten Mona­te zum Baden sind von Juni — Sep­tem­ber, dann herr­schen ange­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren. Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur für Anti­bes liegt im Janu­ar bei 11 Grad und im Juli bei 26 Grad.
Den meis­ten Regen gibt es im November.

Rei­se von / nach Antibes

Vom Flug­ha­fen Niz­za
Der Lini­en-Express-Bus 250 ver­bin­det den Flug­ha­fen von Niz­za mit Anti­bes (Fahr­zeit etwa 25 Minu­ten). Fahr­preis 10€

Züge nach Can­nes (8 Minu­ten), Niz­za (15 Minu­ten, ca 41 Ver­bin­dun­gen), Mar­seil­le (2:15 Std.). Fahr­preis ab 2,40 €.
Der Stadt­teil Juan-les-Pins hat einen eige­nen Bahn­hof, der aber nur vom Regio­nal­ver­kehr bedient wird.
Hier geht es zur Infor­ma­ti­on & Buchung

Bus­se
Die Klein­bus­se des Envi­bus fah­ren loka­le Stre­cken und ins nähe­re Umland, wie zB nach Juan les Pins, Biot oder St Paul für 1€.
Bus­se der Linie 200 von Rapi­des Côte d’Azur fah­ren nach Can­nes und Niz­za für 1,50€.

Die­ser Bei­trag ent­hält Emp­feh­lungs­links*. Wenn du über die­se Links etwas buchst, erhal­te ich eine klei­ne Pro­vi­si­on. Du hast kei­ne Mehr­kos­ten, unter­stützt aber dadurch mei­ne Arbeit. Dafür bedan­ke ich mich.

Eure Beloh­nung für mei­nen Bei­trag ist es, wenn Ihr ihn auf Eurem Social Net­work teilt. Danke!

4 Kommentare

  1. Ich will jetzt nicht sagen, dass da Kind­heits­er­in­ne­run­gen auf­kom­men, aber mei­ne Rei­se nach Anti­bes ist jetzt immer­hin schon 30 Jah­re her und ich fand das Städt­chen genial!

    • Sabine Janisch sagt

      So geht es mir, war paar mal da, auf dem Camp du Pylo­ne. Hat­te es 1975 im ADAC Fueh­rer für schö­ne Cam­ping Plät­ze in Süd­frank­reich ent­deckt und wir fuh­ren immer wie­der hin , auch wg dem herr­li­chen Hin­ter­land, Gor­ges du Loup, Vence, Biot, Ver­dun, Grasse.…

  2. Soraya sagt

    Dan­ke für den Bei­trag. Wie lan­ge emp­fiehlst du in Anti­bes zu ver­brin­gen? 1–2 Tage?

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