Berlin und Umgebung, Berlin, Tipps und ....., Deutschland, Home, Reiseziele
Kommentare 4

Das RAW-Gelän­de: Hot-Spot in Ber­lin Fried­richs­hain

RAW-Gelände Berlin, Eingang, Totale, ©PetersTravel

RAW-Gelän­de in Ber­lin Fried­richs­hain.
Auf dem rie­si­gen Are­al befin­den sich zahl­rei­che Food-Mar­kets, Bier­gär­ten, Sport­stät­ten, Kon­zert­hal­len und Clubs.
Das bei Tou­ris­ten aus aller Welt belieb­te RAW-Gelän­de hat aller­dings ab und zu nega­ti­ve Schlag­zei­len gemacht.
Lohnt sich der Besuch? Was erwar­tet den Besu­cher und auf was soll­te er ach­ten?

RAW-Gelände in Berlin, Street Art mit einsamer Wache

RAW-Gelän­de: Street Art

RAW-Gelände in Berlin, Street Art / Graffiti MONGOL

Auf dem 70.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Are­al befin­den sich jede Men­ge Sport­stät­ten (Klet­ter­fel­sen & Boul­dern, Ska­ter­hal­le), Knei­pen, Bier­gär­ten, Kon­zert­hal­len, Live-Clubs, Food-Mar­kets, Open Air Kino und mit dem Hau­ben­tau­cher sogar ein Club mit Schwimm­bad.
Am Sams­tag & Sonn­tag kommt noch ein Floh­markt dazu.
Beson­ders am Wochen­en­de herrscht Par­ty­stim­mung bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den.

Wäh­rend der Fuss­ball Euro­pa­meis­ter­schaft darf natür­lich das Public Viewing nicht feh­len.

RAW-Gelände in Berlin, Freiluftkino

RAW-Gelän­de, Frei­luft­ki­no

RAW-Gelände, Kletterhalle + Bouldern

RAW-Gelän­de: Klet­ter­hal­le + Boul­dern

RAW-Gelände, Skaterhalle

RAW-Gelän­de: Ska­ter­hal­le

Kri­mi­na­li­tät auf dem RAW-Gelän­de

Aller­dings wur­de die nor­ma­ler­wei­se gute Stim­mung in den letz­ten Jah­ren durch die zuneh­men­de Kri­mi­na­li­tät getrübt.
Haupt­säch­lich han­delt es sich dabei um Delik­te wie Dro­gen­han­del, Dieb­stäh­le, Sexu­al­de­lik­te und Schlä­ge­rei­en. Gab es 2013 noch 553 die­ser Taten, waren es im Jahr 2015 bereits 732 Vor­fäl­le.
In einer von den Anwoh­nern ein­ge­reich­ten Peti­ti­on heißt es bezüg­lich des gestie­ge­nen Dro­gen­han­dels „ … zu man­chen Tages­zei­ten ste­hen bis zu 60 Dea­ler auf den rund 600 Metern zwi­schen Bahn­hof War­schau­er Stra­ße und der Reva­ler Stra­ße.“
Durch den Druck der umlie­gen­den Anwoh­ner sind mitt­ler­wei­le ein Son­der­er­mitt­ler und ein Son­der­staats­an­walt für das RAW-Gelän­de zustän­dig.
Zusätz­lich wur­de die Secu­ri­ty auf­ge­stockt und zusätz­li­che Strei­fen ein­ge­setzt.

RAW-Gelände, Neue Heimat, Außenbereich

Neue Hei­mat

RAW-Gelände, Biergarten

Das RAW-Gelän­de — Ver­gan­gen­heit und Zukunft
Das Reichs­bahn­Aus­bes­se­rungs­Werk ( kurz RAW) ist der ältes­te Betrieb in Fried­richs­hain. Es stammt aus dem Jahr 1867 und gehör­te zur preus­si­schen Ost­bahn. Es wur­de ursprüng­lich als “König­lich-preus­si­sche Eisen­bahn­haupt­werk­statt Ber­lin” bezeich­net. Die Umbe­nen­nung in Reichs­bahn­aus­bes­se­rungs­werk geschah zum Ende des Ers­ten Welt­kriegs.
Bis 1994 wur­den dann dort noch Bah­nen repa­riert.

Zwi­schen 1991 und 1995 wur­de die Werk­statt suk­zes­si­ve still­ge­legt und zu die­ser Zeit lang­fris­tig an den Fried­richs­hai­ner Kul­tur­ver­ein RAW-tem­pel e.V. ver­pach­tet. In den Fol­ge­jah­ren wech­sel­te das Gelän­de mehr­fach den Eigen­tü­mer.

2015 wur­de das Are­al von neu­en Inves­to­ren über­nom­men. Lang­fris­tig scheint es von einem der Inves­to­ren geplant zu sein dort Stu­den­ten­woh­nun­gen hoch­zu­zie­hen.
Aller­dings dürf­te es noch eine gan­ze Wei­le dau­ern bis es dazu kommt…

RAW-Gelände in Berlin, leere Halle

RAW-Gelände in Berlin, Street Art / Graffiti Cassiopeia
RAW-Gelän­de: Zurück ins letz­te Jahr­hun­dert

Wenn man das RAW-Gelän­de betritt, fühlt man sich in eine ande­re Zeit zurück­ver­setzt. Hier scheint die Zeit ste­hen­ge­blie­ben zu sein. Alles ist ver­ranzt und scheint dem Ver­fall preis­ge­ge­ben. Auf dem Boden im Nichts ver­lau­fen­de Glei­se. Die Wän­de über­sät mit Graf­fi­tis und Street Art.
Lee­re, ver­fal­le­ne Gebäu­de, Back­stein­rui­nen und maro­de Fabrik­hal­len strah­len einen mor­bi­den Charme aus.
Alles zusam­men bil­det ein dank­ba­res Foto­mo­tiv.

RAW-Gelände in Berlin, Graffiti an Hallenwand

RAW-Gelände in Berlin, rote Graffiti an Mauer
Kul­tur- und Sport­ein­rich­tun­gen auf dem RAW-Gelän­de

Sui­ci­de Cir­cus (Club)
Urban Spree (Gale­rie, Bier­gar­ten)
Astra Kul­tur­haus
Hau­ben­tau­cher: 7.000 qm. 20m-Pool, Bier­gar­ten. Lounge-Bereich. Restau­rant. Bar. Sehr ange­sagt! Hip – jung – modisch! Bis zu 1.000 Leu­te. Täg­lich ab 12 Uhr. Wenn es heiß ist, mög­lichst früh kom­men. Es gibt lan­ge Schlan­gen! Im Herbst Pop-Up Restau­rant, Weih­nachts­markt, Jan/Feb geschlos­sen. Yoga am Mittwoch/Samstag.
Cas­sio­peia (Bier­gar­ten, Frei­luft-Kino, dane­ben Ska­ter­hal­le, Klet­ter­ke­gel & Boul­dern)
Bade­haus Szim­p­la (Live-Club)
Neue Hei­mat Am Wochen­en­de Food­mar­ket

RAW-Gelände, Haubentaucher, Schwimmbad mit Haubentaucher

Hau­ben­tau­cher

RAW-Gelände, Flohmarkt vor Badehaus

Floh­markt vor dem Bade­haus

Adresse/Anfahrt:

Ber­lin Fried­richs­hain, Reva­ler­stra­ße 99; S & U-Bahn­hof War­schau­er Stra­ße

In der Nach­bar­schaft:

Der belieb­te Fried­richs­hai­ner Kiez der Simon-Dach-Stra­ße mit all sei­nen 1.000 Knei­pen.
Am Wochen­en­de gibt es den schö­nen Floh­markt Box­ha­ge­ner Platz (hier geht’s zu mei­nem Bei­trag).
Auch zur East Side Gal­le­ry / Ber­li­ner Mau­er und der Ober­baum­brü­cke über die Spree sind es nur gut 5 Minu­ten.

Café in der Simon-Dach-Straße, Berlin Friedrichshain

Café in der Simon-Dach-Stra­ße, Ber­lin Fried­richs­hain

Wart Ihr schon mal auf dem RAW-Gelän­de, dem Simon-Dach-Kiez oder dem Box­ha­ge­ner Platz?
Was sind Eure Erfah­run­gen?

Eure Beloh­nung für mei­nen Bei­trag ist es, wenn Ihr ihn auf Eurem Soci­al Net­work teilt. Dan­ke!

4 Kommentare

  1. Ich kann­te das gar nicht. War zwar schon ein paar Mal in Ber­lin, aber vom RAW-Gelän­de habe ich noch nichts gehört. Viel­leicht schaue ich beim nächs­ten Besuch mal rein 🙂

  2. Chris sagt

    Bin Ber­li­ner und wie es so ist, man ver­lässt sel­ten sei­nen Kiez.. Neu­lich wars wie­der soweit wg B-Day Fei­er dort und wur­de gleich auf der War­schau­er Brü­cke von “Neu­an­kömm­lin­gen” ange­spro­chen, nach mei­ner Abfuhr auch in Grup­pen ver­folgt.. Bin aber eben nicht wehr­los und es war am Ende ein doch noch net­ter Abend

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.