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Eine Wan­de­rung auf den Mount Roy in Wana­ka — Soll ich mir das wirk­lich antun?

Mount Roy in Wanaka, Neuseeland, Titelbild 1, ©www.PetersTravel.de

Mount Roy in Wana­ka, Neu­see­land.

Zuge­ge­ben: Ich bin jetzt nicht der gro­ße Wan­der­freak. Obwohl, vor ein paar Jah­ren bin ich schließ­lich 800 Kilo­me­ter auf dem Jakobs­weg gegan­gen. Aber jetzt will ich even­tu­ell höher hin­aus. Auf den Mount Roy in Wana­ka in Neu­see­land. Ich bin skep­tisch. Mount Roy in Wanaka, 1, Neuseeland ©www.PetersTravel.de
Die Fotos die ich gese­hen habe zei­gen eine ver­lo­ckend schö­ne Land­schaft mit tol­ler Fern­sicht auf den Lake Wana­ka und den Aspi­ring Natio­nal­park.
Die loka­le Wer­bung sagt: „Hard but worth it“
Offi­zi­el­ler Zeit­auf­wand für den Hin­weg ist mit 3–4 Stun­den ange­ge­ben.
Ges­tern habe ich mit einer kür­ze­ren Wan­de­rung einen Test­lauf auf den Haus­berg von Wana­ka, Mount Iron, gemacht.
Mich qua­si schon mal warm­ge­lau­fen.
Also beschlie­ße ich das heu­te anzu­ge­hen. Umkeh­ren kann ich schließ­lich immer noch.

Ich mache mich auf den Weg.…

Der Start­punkt liegt 6 Kilo­me­ter ent­fernt auf einem Park­platz am See.
Auf Taxi oder Shut­tle habe ich kei­nen Bock, also mar­schie­re ich los und ver­su­che zu tram­pen. Schließ­lich wer­de ich mei­ne Kräf­te spä­ter noch brau­chen.

Zuerst geht gar nichts und ich stel­le mich schon auf einen lang­wei­li­gen Marsch auf der Stra­ße ein, als sich schließ­lich doch noch einer erbarmt.
Bei mei­ner Ankunft auf dem Park­platz stau­nen mich zwei hüb­sche Mäd­chen an, die ich vom Hos­tel ken­ne.
„Wie, du hast einen Lift bekom­men? Uns hat kei­ner mit­ge­nom­men. Wir muss­ten alles zu Fuß gehen.“
Mount Roy in Wanaka, Der Anfang, Neuseeland ©www.PetersTravel.de
Ich gebe zu, irgend­wie gibt mir das selt­sa­mer­wei­se ein gutes Gefühl für den Start.
Dazu kommt, dass ich die ers­ten 240 Höhen­me­ter qua­si im Hand­um­dre­hen schon zurück­ge­legt habe. Das hängt damit zusam­men, dass der Park­platz bereits auf 240 m Höhe lie­gen soll.
Bis zum Gip­fel auf 1.578 Meter sind also nur noch läp­pi­sche 1.338 Höhen­me­ter zurück­zu­le­gen. Ein Klacks!

Vol­ler Taten­drang mache ich mich auf den Weg.
Man kann nicht falsch gehen. Und selbst wenn, dann sind da ja immer noch die ande­ren in Sicht­wei­te.

Mount Roy in Wanaka, Schafsherde Neuseeland ©www.PetersTravel.de

Mount Roy in Wanaka, Schaf, Neuseeland ©www.PetersTravel.de

Mount Roy in Wanaka: Der Parkplatz wird kleiner... Neuseeland ©www.PetersTravel.de

Mount Roy in Wana­ka:: Der Park­platz schon in wei­ter Fer­ne…

Mount Roy in Wanaka, 2, Weg mit Leuten, Neuseeland ©www.PetersTravel.de
Es geht vor­bei an Wie­sen und Büschen. Bäu­me gibt es kei­ne. Ver­ein­zelt begeg­ne ich Scha­fen. Die meis­ten machen sich schnell aus dem Staub, wenn man um die Ecke kommt. Nur sel­ten bleibt mal eines mutig ste­hen und beäugt mich abwar­tend, bis es dann schließ­lich doch die Flucht ergreift.

Der Weg führt in wei­ten Schlei­fen nach oben. An man­chen Stel­len gibt es Abkür­zun­gen, die dann rich­tig steil den gera­den Weg nach oben gehen. Am Anfang ver­kür­ze ich mei­nen Weg drei, vier­mal auf die­se Wei­se. Dann wird mir das zu anstren­gend. Ich habe ja Zeit und außer­dem will ich Kör­ner spa­ren für die letz­ten Meter.

War der Him­mel anfangs bewölkt, so bricht inzwi­schen die Son­ne durch. Den Mix aus Wind und Son­ne fin­de ich aber ganz ange­nehm.

An ein paar Stel­len geht es offen­sicht­lich über pri­va­tes Wei­de­land. Neben einem abge­sperr­ten Tor gibt es ein paar Trep­pen­stu­fen, die über den Zaun füh­ren.
Ich habe inzwi­schen mei­nen Rhyth­mus gefun­den.
An eini­gen Stel­len kommt mir ein Jog­ger ent­ge­gen, manch­mal über­holt mich sogar einer! Neid­los bli­cke ich ihm nach. Ich müss­te lügen, wenn ich es nicht mitt­ler­wei­le anstren­gend fin­de. Aber jetzt habe ich Blut geleckt und will das durch­zie­hen.

Nach einer Kur­ve, habe ich das Ziel plötz­lich in nächs­ter Nähe vor Augen. Jeden­falls haben sich dort alle ein­ge­fun­den und machen die obli­ga­to­ri­schen Gip­fel­fo­tos. Ein­zel­ne sind auf eine Berg­zun­ge vor­ge­sprin­tet, um sich dort allei­ne vor male­ri­scher Kulis­se ver­ewi­gen zu las­sen.
Fehl­an­zei­ge!
Dort ange­langt, mer­ke ich, dass das ledig­lich eine will­kom­me­ne Pau­se für einen Foto­s­top ist.
Oh, Mann!

Mount Roy in Wanaka, Klein wie Ameisen... Neuseeland ©www.PetersTravel.de

Mount Roy in Wana­ka: Klein wie Amei­sen…

Mount Roy in Wanaka, Die letzte Gabelung, Neuseeland ©www.PetersTravel.de

Mount Roy in Wana­ka: Die letz­te Gabelung…Rechts ist leich­ter und viel schö­ne­re Aus­sicht!

Mount Roy in Wanaka, Roys Peak, Neuseeland ©www.PetersTravel.de

Mount Roy in Wana­ka: Roys Peak

Der wah­re Gip­fel mit sei­nen Anten­nen und amei­sen­glei­chen Mensch­lein scheint in wei­ter Fer­ne.
Wei­ter geht’s.
Kurz vor dem eigent­li­chen Gip­fel muss ich dann noch­mal wäh­len: links ent­lang, den ganz stei­len Weg für die Hart­ge­sot­te­nen oder rechts den anschei­nend beque­me­ren Weg, der sogar ein Stück leicht berg­ab zu gehen scheint?
Die Wahl fällt mir nach eini­gem Zögern dann doch nicht schwer.
Ich ent­schei­de mich für rechts!
In einer lan­gen Links-Schlei­fe führt die­ser Weg um den Berg her­um. Die Weit­sicht ist fabel­haft und nach der Kur­ve steigt der Weg gemäch­lich wei­ter an und bringt mich end­lich zu mei­nem Ziel, dem Gip­fel des Mount Roy.
Die beto­nier­te klei­ne Flä­che ist voll­ge­packt mit Wan­de­rern. Es herrscht inter­na­tio­na­les Spra­chen­ge­wirr.

Ich mache mei­ne Fotos, genie­ße die abso­lut fan­tas­ti­sche Weit­sicht auf die umlie­gen­den Ber­ge, die Gip­fel des Mount-Aspi­ring-Natio­nal­parks, den Lake Wana­ka und die Stadt selbst.
Dann suche ich mir 70 Meter wei­ter ein ruhi­ges, wind­ge­schütz­tes Plätz­chen, genie­ße die Son­ne und bin glück­lich, den inne­ren Schwei­ne­hund über­wun­den und die­se Wan­de­rung gemacht zu haben.

Mount Roy in Wanaka, Neuseeland, Schlussbild, Totale 1, ©www.PetersTravel.de

Mount Roy in Wana­ka / Info

16km, 5–6 Stun­den Hin+Rück laut Füh­rer.
Mein Auf­stieg dau­er­te gute 2 Stun­den. Run­ter gings in 1 1/2.
Der Weg ist teil­wei­se etwas steil. Es gibt kei­nen Schat­ten.
Gip­fel auf 1.578 Metern.
Geschlos­sen vom 1.10. — 10.11. wegen Lam­mens.

Ich freue mich über jeden Kom­men­tar.
Beson­ders freue ich mich, wenn Du den Bei­trag teilst damit ihn auch dei­ne Freun­de sehen kön­nen.

Eure Beloh­nung für mei­nen Bei­trag ist es, wenn Ihr ihn auf Eurem Soci­al Net­work teilt. Dan­ke!

5 Kommentare

  1. DieReiseEule sagt

    Hal­lo Peter,

    mei­ne Güte war das voll da oben. Als ich im Dezem­ber dort war, stand ich ganz allei­ne auf dem Gip­fel. Lag wahr­schein­lich aber auch dar­an, dass es aus­ge­rech­net an die­sem Tag noch­mal anfing oben zu schnei­en. Am nächs­ten Mor­gen hat­te der Roys Peak eine wei­ße Hau­be.
    Wenn man den Weg geschafft hat, dann ist das etwas ganz beson­de­res, oder nicht? Ich möch­te den Auf­stieg nicht mis­sen.

    Es grüßt
    DieR­ei­se­Eu­le

    • Hal­lo Lia­ne,
      es ist toll den Inne­ren Schwei­ne­hund über­wun­den zu haben. Aller­dings bin ich sehr froh, dass es nicht zu kalt war. Und Schnee hät­te ich schon gar nicht gebrau­chen kön­nen…
      BG, Peter

  2. Da hast du ja ganz schön was auf dich genom­men! Aber am Ende wur­dest du belohnt mit einer tol­len Aus­sicht und dem guten Gefühl!

  3. Pingback: Wanaka, meine Lieblingsstadt auf der Südinsel in Neuseeland - Tipps zu den Sehenswürdigkeiten, Restaurants + Unterkünften - peterstravel

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