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Olin­da + die Strän­de von Pra­ia da Pipa in Bra­si­len

Olin­da Bra­si­li­en
31. Dezem­ber
Rela­tiv kurz­fris­tig (vor gut einer Woche gebucht) bin ich in den Flie­ger nach Bra­si­li­en gestie­gen. Genau­er gesagt in die Küs­ten­stadt Reci­fe im Nord­os­ten.

Wenn ich das von frü­her rich­tig in Erin­ne­rung habe ist Bra­si­li­en unge­fähr 24 mal grö­ßer als unse­re BRD, hat eine 7400km lan­ge Küs­te und so sind es denn auch von hier noch schlap­pe 2.500 km bis nach Rio de Janei­ro. Aber Rio ist im Moment eh nicht in mei­nem Kopf. Und mit spä­ter will ich mich jetzt noch nicht beschäf­ti­gen. Ich weiß ja noch nicht mal, wohin es von hier wei­ter geht, wann ich zurück­flie­ge oder was das dies­mal für ein Bericht wird. Hab das Gefühl, dass der etwas anders aus­schau­en wird als sonst. Viel­leicht mehr Fotos? Tage­buch?

So ganz „ohne Ziel“ ist aller­dings nicht rich­tig.
Auf mei­ner Bucket­list steht schließ­lich die Insel Fer­nan­do de Noron­ha. Und die liegt hier qua­si um die Ecke.

Brasilien, Olinda, typische Häuser der Altstadt

Olin­da, typi­sche Häu­ser der Alt­stadt

Naja, schaun wer mal, ob ich da über­haupt hin­kom­me. Schließ­lich ist hier bis Ende Janu­ar abso­lu­te Hoch­sai­son. Und die Insel gehört auch bei den Bra­si­lia­nern zu den popu­lärs­ten Rei­se­zie­len. Außer­dem war ich letz­te Woche noch in Deutsch­land in einem Rei­se­fo­rum vor­ge­warnt wor­den nach dem Mot­to „ver­giss es“, „kei­ne Chan­ce“, „abso­lut unmög­lich um die­se Zeit und viel zu kurz­fris­tig“.
Das reizt mich natür­lich.…

Davon abge­se­hen, gibt es aber in die­ser Ecke auch eine Rei­he von legen­dä­ren und wun­der­schö­nen Strän­den.

Olin­da

Zuerst ein­mal bin ich aber nach der Ankunft direkt nach Olin­da, einem Vor­ort von Reci­fe mit kolo­nia­ler Ver­gan­gen­heit, engen, stei­len Gas­sen mit Kopf­stein­pflas­ter und unzäh­li­gen Kir­chen.

Brasilien, Olinda, Monasterio de Sao Bento

Olin­da, Monas­te­rio de Sao Ben­to

Olinda, Kirche am Abend

Olin­da, Kir­che am Abend

Durch die Zeit­ver­schie­bung lan­de­te ich am Nach­mit­tag des 31. Dezem­ber und war ange­nehm über­rascht, dass es kurz vor dem Jah­res­wech­sel nicht die in Deutsch­land übli­che, bescheu­er­te Böl­le­rei gab, von denen die es nicht abwar­ten kön­nen.
Um Mit­ter­nacht begrüß­te ich dann das Neue Jahr mit Blick auf das Feu­er­werk in Reci­fe. Bald dar­auf ins Bett, aller­dings um halb vier noch­mal raus, da lau­te Musik aus den Gas­sen zu mei­ner Unter­kunft rauf­schall­te.…

Am nächs­ten Tag erwach­te der Ort zu neu­em Leben und abends ging´s dann auf dem hoch­ge­le­ge­nen Platz Alto da Se mit sei­nen zahl­rei­chen Küchen- und Geträn­ke­stän­den hoch her. Mein neu­es Lieb­lings­ge­richt wur­de an die­sem Abend auf Holz­koh­len zube­rei­te­te Tapio­ca (eine Art Pfann­ku­chen aus Tapio­ka­mehl mit diver­sen Zuta­ten wie zB Kokos­milch, Käse, Fleisch, Gar­ne­len, oder, oder, oder…).

Meine Köchin beim zubereiten von Tapioca

Mei­ne Köchin beim zube­rei­ten von Tapio­ca

Am nächs­ten Mor­gen mit dem Stadt­bus zum Vor­ort Abreu de Lima, von wo die Bus­se Rich­tung Pra­ia da Pipa fah­ren (man muss dann noch mal in Goia­n­in­ha aus- bzw. in einen Mini­bus umstei­gen).

Brasilien, Praia do Amor bei Praia da Pipa

Pra­ia do Amor bei Pra­ia da Pipa

Tja, da merk­te ich dann am eige­nen Leib was Hoch­sai­son bedeu­tet: 29° und weit und breit kein Zim­mer in Sicht. Natür­lich hat­te ich nichts reser­viert.
Naja, irgend­wann hat’s dann schließ­lich doch noch geklappt. Natür­lich muss­te ich reich­lich Abstri­che machen!
Dann erst­mal zum Strand und das war dann der nächs­te Schock. Am Pra­ia do Cen­tro ein Son­nen­schirm neben dem ande­ren, so wie man das von Fotos von Rimi­ni kennt! Ich, der ich wegen der vie­len Leu­te nie auf die Idee käme im Juli/August nach Ibi­za zu flie­gen, ste­he nun hier im dicks­ten Tru­bel. Aber dann habe ich doch noch ein paar „ver­nünf­ti­ge“ und nicht wirk­lich über­lau­fe­ne Strän­de in der unmit­tel­ba­ren Umge­bung ent­deckt und war ver­söhnt.…

Brasilien, Praia La Pipa: Baia dos Golfinhos

Pra­ia La Pipa: Baia dos Gol­fin­hos

Infor­ma­ti­on

Rei­se­zeit Janu­ar
1 Euro = 4,31Real (Stand 24.12. 2015)

Reci­fe

In Reci­fe habe ich mich nicht wei­ter auf­ge­hal­ten.
Es gibt in der Nähe den süd­lich gele­ge­nen Strand mit dem Ort Por­to de Gal­in­has.

Olin­da

Taxi vom Flug­ha­fen Reci­fe nach Olin­da ca 22 €
Unter­kunft:
„Cama y Cafe“ (Gast­ge­ber: Sebas­ti­an aus Öster­reich und sei­ne Frau Yolan­da; 2 Zim­mer; DZ 120 Reais = ca 37 €). Olin­da Hos­tel (basic).
Pou­sa­da dos Cua­tro Can­tos (geho­ben)
Restau­rants: u.a. Mai­son do Bon­fim, Crepe­rie.

Pra­ia da Pipa

Mein Lieb­lings-Restau­rant in Pipa ist das klei­ne MACOCO, Rua dos Bem-Te-Vis, 32. mit sehr lecke­rer Küche und nur 3 Haupt­ge­rich­ten zur Aus­wahl.
Unter­künf­te:
Pipa Hos­tel oder Media Vero­ni­ca Hos­tel (bei­de basic, Dorm ca 16€).
Tar­taru­ga an der Haupt­stra­ße Av Baia dos Gol­fin­hos 508 mit Pool, DZ 340 Reais (105€). Direkt dane­ben in einem traum­haf­ten Park “Toca da Coru­ja” (auch Restau­rant), DZ  ab 638 Reais (196 €) www.tocadacoruja.com.br
Strän­de:
Pra­ia dos Minas, Pra­ia do Amor (sehr beliebt+gut besucht. Rich­tung Tibau do Sul  wird es aber rela­tiv schnell ein­sam), Pra­ia do Cen­tro (total über­lau­fen). Baia dos Gol­fin­hos (ein­sam) und Pra­ia do Madei­ro (1 Restau­rant).
Wenn man an den Strän­den spa­zie­ren geht, unbe­dingt auf die Gezei­ten ach­ten!
Taxi Pipa — Natal ca 100 Reais

Mahnmal zur Umweltverschmutzung am Strand von Praia da Pipa, Brasilien

Mahn­mal zur Umwelt­ver­schmut­zung am Strand von Pipa,

Wei­te­re Bei­trä­ge über Bra­si­li­en sind zB:

Ilha Fer­nan­do de Noron­ha: Das bra­si­lia­ni­sche Para­dies?
Natal + Beson­der­hei­ten von Bra­si­li­en
Jer­i­coaco­ara, Starndpa­ra­dies + Mek­ka der Kite und Wind­sur­fer
Len­cois Maran­hen­ses — Die flie­gen­den Bett­la­ken

Sao Luís + Alcan­t­a­ra: Kolo­nia­les Erbe unter Denk­mal­schutz
Ama­zo­nas: Mit dem Schiff von Belem nach San­tarem
Ama­zo­na: San­tarem mit Alter do Chao + Ilha do Amor
Mit dem Schiff von San­tarem nach Man­aus
Der Ama­zo­nas, Man­aus und das Opern­haus
Man­aus: High­lights, Infos + Tipps
Von Man­aus nach Leti­cia in Kolum­bi­en

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9 Kommentare

  1. Lie­ber Peter,
    end­lich was zu Lesen! Freue mich, dass es dir gut geht. Die Bil­der las­sen erah­nen, dass du bis­her schö­ne Fleck­chen gefun­den hast. Natür­lich drü­cke ich dir die Dau­men für die Wei­ter­rei­se und die Zim­mer­su­che.
    Sei lieb gegrüßt und schön wei­ter schrei­ben!
    Kat­rin

  2. Lie­ber Peter,
    es ist mal wie­der span­nend, Dich auf Dei­nem Trip fast live zu beglei­ten. Eins sei Dir gesagt: Hier ver­passt Du nichts … alles grau in grau und zudem noch reich­lich frisch!
    Ich bin sehr gepannt, wie es wei­ter­geht!
    Herz­li­che Grü­ße,
    Udo

  3. Ernst sagt

    Lie­ber Peter,

    ich hof­fe, Du bringst das Rezept von den bra­si­lia­ni­schen Tapio­cas mit nach Ber­lin — den Holz­koh­le­grill könn­te ich besor­gen, mit “Dei­ner Köchin” sieht es lei­der etwas schlech­ter aus…
    Pass auf Dich auf!

    Ernst

  4. Regina sagt

    Hola Peter,

    ich freue mich sehr für Dich, dass es doch noch kurz­fris­tig geklappt hat. Bin sehr gespannt wie es wei­ter­geht und freue mich schon auf jeden neu­en Bericht,
    besos, Regi­na

  5. Martina sagt

    Hal­lo Peter,
    ich mache am 9. Febru­ar 2016 mit mei­nen bei­den Töch­tern (25 und 23 Jah­re) eine Rei­se nach Bra­si­li­en. Flug nach Reci­fe. Von dort nach Por­to de Gal­in­has, wo wir ein klei­nes Strand­haus gemie­tet haben.
    Nun kom­men die ers­ten Gewis­sens­bis­se. Jedem dem wir das erzäh­len, sagt uns, wie viel Gefah­ren es dort gibt, Raub­über­fall, Gewalt, Ent­füh­rung etc.
    Dass das dort ein erns­tes The­ma ist, war mir schon bewusst. Aber was uns nun so erzählt wird, macht uns doch ein mul­mi­ges Gefühl im Bauch. Wir woll­ten uns auch einen Miet­wa­gen neh­men, um was von der Regi­on zu sehen. Aber das über­le­gen wir uns gera­de noch ein­mal. Kannst Du uns hier­zu von Dei­nen Erfah­run­gen berich­ten?
    Vie­len Dank schon mal im Vor­aus!
    Mar­ti­na

    • Hal­lo Mar­ti­na, ich selbst habe nur gute Erfah­run­gen gemacht. Reci­fe selbst habe ich aller­dings wei­test­ge­hend gemie­den. Olin­da war stress­frei. Und auch Pra­ia da Pipa ist eine Urlau­ber­ge­gend in der ich abso­lut kei­ne Pro­ble­me hat­te. Auch mit einem Miet­wa­gen sehe ich in den klei­ne­ren Orten kei­ne Pro­ble­me.
      Lasst Euch nicht ver­rückt machen. Ich bin sicher, Ihr wer­det einen schö­nen Urlaub haben.
      BG, Peter

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