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Car­ta­ge­na und sei­ne schöns­ten High­lights

Cartagena: Straße im Centro Histórico

Car­ta­ge­na High­lights: Ich schwe­be Sams­tag­abend um kurz vor 23 Uhr ein — ohne Unter­kunft und mit Null Plan(ung). Ich weiß ledig­lich, dass es in der Cal­le Media Luna im Alt­stadt­vier­tel  Get­se­ma­ni  jede Men­ge Unter­künf­te geben soll. In die­sem Vier­tel leb­ten frü­her die klei­nen Leu­te und Hand­wer­ker.

Cartagena: Straße im Centro Histórico

Car­ta­ge­na: Stra­ße im Cen­tro His­tó­r­i­co

Also ab ins Taxi und zur Media Luna. In die­ser schma­len Stra­ße ist die Par­ty voll im Gan­ge. Müh­sam bahnt sich das Taxi sei­nen Weg durch die fei­ern­de Men­ge, die in Trau­ben vor den Bars, Hos­tels und klei­nen Super­märk­ten steht.

Mei­ne Wunsch­un­ter­kunft ist natür­lich aus­ge­bucht und so klap­pe­re ich ein Hotel nach dem ande­ren ab, bis ich schließ­lich Erfolg habe.
Very basic, aber das ist mir für die ers­te Nacht egal. Ich lade mei­nen Ruck­sack ab, ste­cke mir etwas Geld ein und schon fla­nie­re ich selbst durch die Gas­sen in der nähe­ren Umge­bung…

Klei­ner Rück­blick

Car­ta­ge­na wur­de 1533 gegrün­det und ist damit eine der ers­ten spa­ni­schen Stadt­grün­dun­gen im Nor­den Süd­ame­ri­kas. Sie gehört seit 1984 zum Welt­kul­tur­er­be der UNESCO.

Da die Stadt häu­fig von Pira­ten über­fal­len und geplün­dert wur­de (zB 1585 durch Sir Fran­cis Dra­ke), bau­ten die Bewoh­ner einen 11 km lan­gen Schutz­wall und die Fes­tung San Feli­pe. Neben der kom­plett ummau­er­ten Alt­stadt gibt es auf einer Land­zun­ge die rie­si­ge Hotel­zo­ne Boca­gran­de – mein Ding wäre es nicht in die­sen Hotel­hoch­häu­sern, mit den dazu­ge­hö­ri­gen Strän­den, abzu­stei­gen.

Cartagena, Fort San Felipe mit Bocagrande im Hintergrund

Car­ta­ge­na, Fort San Feli­pe mit Boca­gran­de im Hin­ter­grund

Die bes­ten Strän­de in der Umge­bung von Car­ta­ge­na sind sowie­so auf den Inseln Rosa­rio, Barú und San Ber­nar­do, die man leicht mit dem Boot erreicht.

Cartagena, Uhrenturm, Eingang zum Centro

Car­ta­ge­na, Uhren­turm, Ein­gang zum Cen­tro

Cen­tro His­tó­r­i­co

Gleich hin­ter dem Uhren­turm liegt das Cen­tro mit dem Pla­za de los Coches/Platz der Kut­schen, in dem frü­her die Händ­ler und das Bür­ger­tum wohn­ten. Auf dem Platz, der der größ­te Skla­ven­markt Latein­ame­ri­kas war, steht die Sta­tue des Stadt­grün­ders Pedro de Her­e­dia. Hier befin­den sich auch zahl­rei­che Kir­chen, Paläs­te und Her­ren­häu­ser im anda­lu­si­schen Stil.

Cartagena, hinter dem Uhrenturm, Eingang zum Centro, Plaza de los Coches

Car­ta­ge­na, hin­ter dem Uhren­turm: Pla­za de los Coches

Die nächs­ten Tage ver­brin­ge ich damit die Gas­sen der Alt­stadt zu durch­strei­fen und auf mich ein­wir­ken zu las­sen.
Es ist mir egal, wenn ich nicht mehr weiß, wo ich bin oder zum xten Mal an dem­sel­ben Haus vor­bei­kom­me, wobei ich geschwo­ren hät­te, dass ich eigent­lich woan­ders hät­te raus­kom­men müs­sen. Ab und zu muss ich einer Pfer­de­kut­sche mit Tou­ris­ten aus­wei­chen.

Cartagena, Herrenhaus mit Kutsche

Car­ta­ge­na, Her­ren­haus mit Kut­sche

Über­all gibt es Cafés und klei­ne, schat­ti­ge, von Pal­men umsäum­te Parks.

Am Pla­za Fer­nan­dez de Madrid stol­pe­re ich plötz­lich über einen Mann, der mir bekannt vor­kommt. Zögernd spre­che ich ihn an und fra­ge, ob er Hol­län­der sei? Ermu­tigt durch sein Kopf­ni­cken hake ich nach, ob er Cees Noote­boom sei. Als auch dies bejaht wird, erzäh­le ich ihm, dass ich vor vie­len Jah­ren mit sei­ner dama­li­gen Frau Lies­beth List eine TV-Show für die ARD gedreht und ihn dabei auch kurz ken­nen­ge­lernt hat­te. Er hat zu mei­nem Erstau­nen sofort das Jahr parat und wir reden über alte Zei­ten.
Hin und wie­der las­se ich mir bei eini­gen Hotels die Ter­ras­sen und wun­der­bar restau­rier­ten Innen­hö­fe zei­gen.

Cartagena, Mein Schöner Wohnen Tipp, Casa del Mango

Mein Schö­ner Woh­nen Tipp, Casa del Man­go

Ein 4-stün­di­ger Sight­see­ing-Trip am Nach­mit­tag mit dem Chi­va – einem offe­nen, bun­ten Bus — führt mich u.a. zum Stadt­teil Boca­gran­de, dem Fort San Feli­pe de Bara­jas und dem Klos­ter La Popa, gebaut im Jahr 1606 am höchs­ten Punkt von Car­ta­ge­na mit einem fan­tas­ti­schen Blick über die Stadt.

Info und Tipps

Rei­se­zeit: Febru­ar
Geld­kurs: 1 € = 2.800 COP (Colum­bia­ni­sche Pesos, Stand 2/2014)

Unter­künf­te in Get­se­ma­ni
In der Cal­le Media Luna liegt Hos­tal neben Hos­tal.
Hos­tal Media Luna (rei­nes Par­ty­hos­tel) und Hos­tal Mamal­lena lie­gen sich in der Cal­le Media Luna direkt gegen­über, haben güns­ti­ge Dorm­bet­ten für ca 25.000 Pesos und sind die Hoch­bur­gen für (fei­er­freu­di­ge) Back­pa­cker. Unter der Woche ist es aber selbst hier wesent­lich ruhi­ger und vie­le Loka­le haben geschlos­sen.
Hos­tal Casa Baluar­te, Cal­le Media Luna, Mit­tel­klas­se, ab 90.000 Pesos; nicht die Zim­mer unten neh­men, son­dern im ers­ten Stock und mög­lichst weit hin­ten.
Mein Schö­ner Woh­nen Tipp: Casa del Man­go, Get­se­ma­ni, Cal­le Espi­ri­tu San­to 29–101, Gutes Preis-,Leistungsverhältnis: 120.000 EZ, 160.000 DZ
Direkt dane­ben: Casa Mara

Cartagena, Hotel Casa Mara

Hotel Casa Mara

Unter­künf­te im Cen­tro
Hotel San­ta Cla­ra,
das Luxus­ho­tel war frü­her ein Klos­ter, Centro/Barrio San Die­go, Pla­za San Die­go
Hotel/Galerie Badil­lo im Cen­tro His­tó­r­i­co, Bar­rio San Die­go, 230.000 COP
Hotel Don Pedro de Here­día, Cal­le Pri­me­ra de Badil­lo No 35–74 kl. Pool, Früh­stück mit Blick im 5ten Stock, ab 250.000 COP
Hos­tal „The Chill House“, Pla­za Fer­nan­dez de Madrid

 

Cartagena, Hotel Santa Clara im Centro, Barrio San Diego

Car­ta­ge­na, Hotel San­ta Cla­ra

Restau­rants: Nicht emp­feh­len kann ich El San­tí­si­mo 🙁 (schräg gegen­über vom Haupt­ein­gang Hotel San­ta Cla­ra). Hält nicht, was das Aus­se­hen ver­spricht!
Die NH-Gale­rie New York/Cartagena, Cen­tro, Cal­le­jón de los Estribos/Esquina Playa de la Arti­le­ria, hat­te tol­le Wer­ke aus­ge­stellt.
In Get­se­ma­ni bei der Cal­le Media Luna um die Ecke tref­fen sich all­abend­lich die Tra­vel­ler die­ser Welt auf der Pla­za de La Tri­ni­dad.
Taxi Flug­ha­fen zur Cal­le Media Luna in der Altstadt/Getsemani: 10.500 COP
Bus­se nach Bogo­tá (5x täg­lich, 18 Stun­den), Medel­lin (6x täg­lich, 13 Stun­den), San­ta Mar­ta (u.a. über Hos­tel buchen, 4 Stun­den) u.a.m.

Cartagena, Haus von Gabriel García Marquez. Die letzten Jahre lebt er in Mexiko-Stadt, wo er im April 2014 verstarb.

Car­ta­ge­na, Haus von Gabri­el Gar­cía Mar­quez. Die letz­ten Jah­re leb­te er in Mexi­ko-Stadt, wo er im April 2014 ver­starb.

Wei­te­re Kolum­bi­en-Bei­trä­ge:

Von Man­aus nach Leti­cia in Kolum­bi­en
San­ta Mar­ta, idea­ler Aus­gangs­punkt für Par­que Tay­ro­na 
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3 Kommentare

  1. Annika sagt

    Hal­lo Peter,

    Wir flie­gen in einer Woche nach Kolum­bi­en und dei­ne Berich­te haben uns gro­ße Vor­freu­de berei­tet. Toll!

    Unse­re Tour führt uns über Bogo­ta, in die Zona Cafer­ta, nach Medel­lin, San­ta Mar­ta und natür­lich Tay­ro­na Natio­nal­park nach Car­ta­ge­na.

    Wenn du uns noch den ein oder ande­ren Tipp mit geben magst immer ger­ne.
    Ansons­ten stö­be­re ich mich jetzt noch ein wenig durch dei­ne span­nen­den Berich­te.

    Vie­le lie­be Grü­ße aus dem Süden Deutsch­lands, Anni­ka

    • Hal­lo Anni­ka, You make my Day! Auf jeden Fall habt ihr tol­le Orte ein­ge­plant. Wenn irgend mög­lich soll­tet ihr auch den Tages­aus­flug von Medel­lin nach Gua­tapé ein­pla­nen. BG, Peter

  2. Miguel sagt

    Hola Peter,

    Mmmm… Waow! Muchas gra­ci­as!

    Mein Name ist eigent­lich Jür­gen. Den Namen Miguel hat mir mei­ne Frau gege­ben. Wegen dem Pro­blem mit dem “ü” im spa­ni­schen. Und weil ich Miguel de Cer­van­tes sehr mag. Also mein vol­ler Name lau­tet: Miguel Ale­jan­dro de la Man­cha. Für mei­ne Frau. Waow!

    Ich nen­ne Sie auch Ale­ja.… Obwohl sie Dia­na heisst. Sie liebt das. Sie ist auch mei­ne “amor­ci­ta”, und sie liebt das auch. Amor­ci­ta? No exis­te en Colom­bia. Amor­ci­to sí.

    Ich habe 4 Mona­te in Bogo­ta ver­bracht, mit Abstän­den. Mit mei­ner Frau. Wir haben am 6.12.2013 gehei­ra­tet en el Nor­te. Nota­ría Cua­ren­ta y Seis. Und… Das war nicht ein­fach.… Wir bei­de haben la fami­lia sehr über­rascht… Mami­ta war schon etwas… Sie sag­te nur, etwas kalt… Die­se Ehe ist nicht vor Gott geschlos­sen!

    Mitt­ler­wei­le bin ich ein Teil der Fami­lie. Alle fra­gen stän­dig.… Wann kommt er… Wann bleibt er… Das berührt mich sehr. Auch mei­ne her­ma­nos fra­gen… Cuan­do una fría? Wann spie­len wir wider wie­der Bolira­na? Ein tol­les Spiel mit Freun­den.… O her­ma­nos.

    Nun genug von mir.

    Ich hab alles von dir gele­sen lie­ber Peter. Todo sob­re de mi país. Die­se Tou­ren möch­te ich auch erle­ben mit mei­ner Frau! Dei­ne Gefüh­le… Dei­ne Fotos… Zei­gen ein Stück Kolum­bi­en.

    Ich war schon 2011 in einem Forum ange­mel­det und ich schrieb sehr viel über mei­ne Erleb­nis­se. Mit der Zeit wur­de ich aber immer mehr ange­grif­fen… Von Foren­teil­neh­mern die in Kolum­bi­en leben, oder auch in Deutsch­land.

    Ich wür­de durch den Fleisch­wolf geführt.… War­um sind die deut­schen in Co oder de Soo doof?

    Das hier ist mei­ne ers­te “Öff­nung ” seit einem Jahr! Auch ent­ge­gen allem.….

    Ja. Ich bin immer noch mit mei­ner lie­ben Bogo­ta­na zusam­men!

    Ich weiss sehr war­um ich sie gehei­ra­tet habe!

    Und zeit­gleich habe ich auch eine Fami­lie gehei­ra­tet. Ich lieb sie alle! Und die lie­be bekom­me ich stän­dig zurück!

    Soy Colom­bia­no con todo de mi cora­zón!

    Muchos salu­des.…

    Miguel

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